Steve Irwin in libyschen Gewässern angegriffen

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100619-1.html
Samstag, 19. Juni 2010

Steve Irwin in libyschen Gewässern angegriffen

Operation Blue Rage: Tag zwölf der Mittelmeer-Patrouille

Samstag, 19. Juni 2010

Standort: Vor der Küste Libyens

Um 0900 Uhr fuhr die Steve Irwin in libanesische Gewässer um den zweiten Käfig, der vom italienischen Schiff Cesare Rustico gezogen wurde, zu kontrollieren. Mit unserem Hubschrauber in der Luft fuhr ein Schlauboot mit Taucherteam zu dem Käfig.

Die Cesare Rustico lies die Zugleine los und wendete um den Käfig zu verteidigen. Zur gleichen Zeit fuhren die Tagreft, die Rabbah 1060 und die Misurate 96 mit hoher Geschwindigkeit auf den Käfig zu um ihren illegalen Fang von Blauflossenthun zu verteidigen.

Unmittelbar und ohne Warnung wurde die Steve Irwin mit einem Sperrfeuer von Leuchtraketen angegriffen wobei direkt auf das Steuerhaus und die Crew an Deck gezielt wurde. Die Cesare Rustico sendete daraufhin ein May Day Signal und behauptete sie würden von der Steve Irwin angegriffen, dabei ist nur unsere Crew zum Käfig gefahren um den Fang zu kontrollieren. Die größte Sorge machte uns, dass unser Hubschrauber, den Chris Aultman flog, vom libyschen Radarsystem verfolgt wurde.

Auf Grund der Sicherheit beorderte ich zu diesem Zeitpunkt das Schlauchboot und den Hubschrauber zurück zur Steve Irwin. Wir zogen uns dann auf eine sichere Distanz, außerhalb der Gewässer die Libyen beansprucht, zurück. Die beiden Schiffe Tagreft und Rabbah 1060 folgten uns und feuerten weiterhin Leuchtraketen gegen uns. Wir konnten sie aber leicht abschütteln.

Der Kapitän der Cesare Rustico funkte zur Tagreft und Rabbah 1060:“Macht was immer Ihr könnt um sie zu beschädigen, damit sie nie mehr zurückkehren.“

Der Kapitän der Cesare Rustico sagte, dass die libysche Marine nur wenige Meilen entfernt sei und sich nähert. Auf dem Radar war allerdings kein libysches Marineschiff im Umkreis von 30 Meilen zu entdecken.

Gestern bat die Steve Irwin das Greenpeace Schiff Arctic Sunrise um Unterstützung um geschätzte 800 Blauflossenthunfische zu befreien, doch sie verweigerten sich. Ein Kontakt in Greenpeace sagte uns, dass Greenpeace unter keinen Umständen in Gewässer fahren wird, die von Libyen beansprucht werden.

Das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin fährt nun in Richtung Norden in internationale Gewässer.

Fischerboote, im Vordergrund die Misurate 96


Am Bug der Misurate 96 kann man den Rauch der Leuchtraketen sehn

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