Furuno Inc. Unterstützt das Abschlachten der Wale

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100622-2.html
Dienstag, 22. Juni 2010

Furuno Inc. Unterstützt das Abschlachten der Wale

Die Shepherd Conservation Society macht nicht einzelne japanische Firmen oder die japanische Bevölkerung für Japans illegales Abschlachten der Wale unserer Welt verantwortlich.

Wenn wir von Leuten dafür kritisiert wurden, dass wir japanische Geräte auf unserer Brücke verwenden, haben wir stets geantwortet, dass wir nicht einzelne japanische Firmen, die keinerlei Verbindungen zum Walfang haben, ungerecht behandeln können nur weil die japanische Regierung für den Walfang ist.

Eine Firma hat es nun absolut klargestellt, dass sie das illegale Töten der Wale unterstützt und dass sie sich gegen unsern Einsatz zum Schutz der Wale stellen. Diese Firma ist Furuno Inc.

Die Steve Irwin ist mit Navigationsinstrumenten wie Radar, Tiefenmesser und GPS-Systemen von Furuno ausgerüstet.

Diese Woche haben wir von Athen/Griechenland aus eine Bestellung aufgegeben um ein altes fehlerhaftes Radarsystem auszuwechseln. Wir haben ein Angebot erhalten und machten unsere Bestellung. Am nächsten Tag wurden wir darüber in Kenntnis gesetzt, dass Furuno eine Firmenpolitik hat, die es nicht gestattet Zubehör an Sea Shepherd zu verkaufen.

Es scheint als sei die japanische Regierung nicht glücklich darüber, in jeder Folge von „Whale Wars“ Geräte von Furuno an Bord unserer Schiffe zu sehen.

So scheint es, dass es uns nicht erlaubt ist, irgendein Produkt von Furuno zu kaufen. Verdammt, wir schätzen damit ist die Frage nach einer Spende von Furuno auch endgültig vom Tisch!

Dies ist der Brief, den wir von Furunos Verkaufsvertretung in Griechenland bekommen haben:

„Sehr geehrter Herr,

nach etlichen Telefonkonferenzen und Meinungsaustauschen zu diesem Thema müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir nicht in der Position sind um Ihnen das gewünschte Arpa Radar zu liefern, weil wir von unseren Hauptsitz in Japan diese Anweisungen haben.

Wir möchten uns für die Unannehmlichkeiten entschuldigen.

Mit freundlichen Grüssen

Capt. Spyros Dovelos
Verkaufsleiter“

FURUNO ELECTRIC CO., LTD.
9-52 Ashihara-cho, Nishinomiya City, Hyogo 662-8580, Japan
URL: http://www.furuno.co.jp/en/ http://www.furuno.de/

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13 Antworten auf Furuno Inc. Unterstützt das Abschlachten der Wale

  1. ThomasBuiter sagt:

    Ich habe Furuno Deutschland mal um eine Stellungsnahme gebeten. Mal schauen was sie antworten.

  2. Seiji Oujiru sagt:

    *lach* Das ist Boykott mal anders herum. ~ Wenn jetzt noch Yamaha und Suzuki keine Außenbordmotoren und Ersatzteile mehr an Sea Shepherd verkaufen, muss sich Paul Watson mit zweitklassigem Gerät aus Europa und Nordamerika begnügen.

    Aber mal im Ernst: irgendwie ist das kindisch. Furuno soll Sea Shepherd ruhig einen Radar verkaufen. Sich auf die Boykott-Ebene herabzulassen sollte [zumindest in der Initiative] den übermotivierten Jüngern von Sea Shepherd vorbehalten bleiben. Außerdem stinkt Geld nicht.

  3. ThomasBuiter sagt:

    Ein seltener Moment, aber ich stimme Dir zu, wenn auch nicht bei dem Part “zweitklassig”.

    Leider hat Furuno Deutschland es vorgezogen einfach nicht zu antworten, hätte gerne ihre Meinung dazu gehört.

  4. amitié sagt:

    Geld stinkt,überträgt Krankheiten und verdirbt den Charakter.
    Thomas,meines Wissens nach,ist es nach deutschen Recht gar nicht erlaubt einen Kunden aus nichtigen Gründen abzuweisen und nicht an ihn zu verkaufen.

  5. Seiji Oujiru sagt:

    @Tomasu:

    “Leider hat Furuno Deutschland es vorgezogen einfach nicht zu antworten, hätte gerne ihre Meinung dazu gehört.”

    Was hätten die Verantwortlichen der Furuno Deutschland GmbH denn auch schreiben sollen? Sie hätten sich entweder für den Verkauf eines ARPA an Sea Shepherd aussprechen können, um dem emotionsgesteuerten Mehrheitsempfinden der Deutschen Kunden in Sachen Walfang entgehen zu kommen, oder sie hätten sich gegen den besagten Verkauf positionieren können, um ihrem Arbeitgeber in Japan zu schmeicheln. Das entspricht der Wa[h]l zwischen einem potentiellen Kundenverlust oder einem potentiellen Arbeitsplatzverlust. Und in diesem Fall hält man besser die Klappe.

  6. ThomasBuiter sagt:

    @ Seiji
    ich werte das Nichtantworten als eine Zustimmung der Regeln des japanischen Hauptsitzes und für mich ist damit klar, dass auch Furuno Deutschland die Walfangindustrie aktiv unterstützt. Kundenverlust und Arbeitsplatzverlust können auch gemeinsam auftreten, wenn Bestellungen ausbleiben.

  7. Seiji Oujiru sagt:

    @amitié:

    “Geld stinkt,überträgt Krankheiten und verdirbt den Charakter.”

    -> Dann trenne Dich ganz schnell von all Deinen Geld; denn wenn Deine Aussage stimmt, müsstest Du stinken, krank sein und einen miesen Charakter haben.

    “Thomas,meines Wissens nach,ist es nach deutschen Recht gar nicht erlaubt einen Kunden aus nichtigen Gründen abzuweisen und nicht an ihn zu verkaufen.”

    -> Es geht hier um eine Abwägung von Rechtsgütern, wie dem Persönlichkeitsrecht, dem Vertragsrecht und dem Recht auf Schutz vor Diskriminierung. ~ Es gab erst neulich ein Urteil in einem Rechtsstreit zwischen dem Hotel Esplanade und dem NPD-Parteivorsitzenden Udo Voigt, in welchem das Landgericht Frankfurt/Oder festgestellt hat, dass Herr Voigt keinen Rechtsanspruch auf eine Übernachtung hat, wenn der Besitzer des Hotels dies nicht will. Im Klartext: das Gericht hat das Vertragsrecht über das Persönlichkeitsrecht gestellt. Die persönliche Freiheit ist eben nicht nur die Freiheit eines Kunden, etwas zu kaufen, sondern auch die Freiheit eines Verkäufers, etwas nicht zu verkaufen. Ein über diese Abwägung hinausgehendes Recht auf Schutz vor Diskriminierung kann nur bei einer Benachteiligung aufgrund von Herkunft, Religion, Behinderung oder sexueller Ausrichtung geltend gemacht werden. ~ Mal davon abgesehen, dass Sea Shepherd als Organisation eine juristische und keine natürliche Person ist – und eine juristische Person hat sinngemäß auch keine Persönlichkeitsrechte. Außerdem ist Griechenland nicht Deutschland, auch wenn viele Deutsche meinen, an ihrem Wesen habe die Welt zu genesen. :-p

  8. Seiji Oujiru sagt:

    @Tomasu:

    “ich werte das Nichtantworten als eine Zustimmung der Regeln des japanischen Hauptsitzes und für mich ist damit klar, dass auch Furuno Deutschland die Walfangindustrie aktiv unterstützt.”

    -> Du denkst also nach dem Motto, dass keine Antwort auch eine Antwort ist. Genauso könnte ich jedoch entgegnen, dass Schweigen Zustimmung [zu Deiner Anfrage] bedeutet. Das Dumme ist nur, dass keine Antwort eben keine Antwort ist, auch wenn Du das nicht einsehen willst.

    “Kundenverlust und Arbeitsplatzverlust können auch gemeinsam auftreten, wenn Bestellungen ausbleiben.”

    -> Sehr richtig, das wollte ich eigentlich noch ergänzen, denn meine Argumentation wird dadurch weiter untermauert. :-) Der potentielle Kundenverlust führt zu einem potentiellen Arbeitsplatzverlust, weshalb dieser durch eine Pro-Walfang-Stellungnahme verursachte etwaige Kundenverlust verhindert werden muss. Da eine Anti-Walfang-Stellungnahme jedoch direkt [also ohne Umweg über den Kundenverlust] zum Arbeitsplatzverlust führen könnte, ist die einzige sichere Alternative das Schweigen. So einfach ist das. ~ Aber da Du ja alles besser weißt, könntest Du Dich sicher mal eben in die Rolle des “Managing Directors” Claus B. Frederiksen der Furuno Deutschland GmbH versetzen und eine fiktive Antwort auf Dein Schreiben verfassen.

    -> Leidest Du eigentlich gerade unter Schlaflosigkeit oder hältst Du Dich in einer anderen Zeitzone auf?

  9. ThomasBuiter sagt:

    @ Seiji
    Ich habe bei Furuno nochmal nachgehakt. Totschweigen wird ihnen nicht helfen.

    Ich bin zur Zeit in Kasachstan daher kein Schlafdefizit :)

  10. Seiji Oujiru sagt:

    @Tomasu:

    “Ich habe bei Furuno nochmal nachgehakt. Totschweigen wird ihnen nicht helfen.”

    -> In Deutschland, Griechenland oder in Japan? ~ Wie auch immer: die werden schon vor Dir zittern. :-D

    “Ich bin zur Zeit in Kasachstan daher kein Schlafdefizit :)”

    -> Ah, das Land der Juris. Mein Beileid.

  11. amitié sagt:

    Dann trenne Dich ganz schnell von all Deinen Geld; denn wenn Deine Aussage stimmt, müsstest Du stinken, krank sein und einen miesen Charakter haben
    Anscheinend hat Monsieur Seiji noch nie etwas von einem Verhaltencodex gehört,allerdings bin ich mir nicht sicher,ob es den nur bei GP gibt,sondern auch hier.
    Etwas Geld braucht wohl jeder, normal, und etwas riecht auch jeder ( von Natur aus ),ansonsten wenn das nicht so wäre,könnten wir z. B. die morgendliche Wäsche einfach weglassen.Ich könnte hier nun noch weiter schreiben,dient aber nicht dem förderlichen Umgang der Kulturen,da die Japaner,die ich kennen gelernt habe,stets freundlich waren.

  12. Seiji Oujiru sagt:

    Mademoiselle amitié; die einzigen Japaner, mit welchen Du bisher gesprochen hast, sind die Kellner in nächstgelegenen Sushi-Restaurant. :-p

    Und bist Du eigentlich schon mal auf die Idee gekommen, dass Menschen offline anders drauf sind als online? Zumindest hoffe ich das für Dich, denn sonst wärst Du im realen Leben genauso unausstehlich und subjektiv wie hier auf Migaklo.

  13. Seiji Oujiru sagt:

    @ Tomasu:

    Was ist jetzt? Kannst Du Dich nicht in Claus B. Frederiksen hinein versetzen?