Anti-Walfang Held „Captain Pete Bethune“ kann als freier Mann nach Hause zurückkehren

Sea Shepherd News:http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100706-2.html

Am 6. Januar 2010 rammte Kapitän Hiroyuki Komura mit dem illegalen japanischen Walfangschiff Shonan Maru No2 vorsätzlich die Ady Gil, ein Schiff der Sea Shepherd Conservation Society, und zerstörte es. Kapitän Komura hätte dadurch beinahe die sechs Freiwilligen der Sea Shepherd Besatzung getötet und reagierte nicht einmal auf das Notrufsignal der Ady Gil. Japanische Regierungsbeamte weigerten sich in irgendeiner Weise an den Ermittlungsarbeiten zu beteiligen und verweigerten sogar Antworten zu der Bitte seitens der australischen und neuseeländischen Seefahrtsbehörden, den Kapitän Komaru zu dem Vorfall zu befragen.

Anstelle dessen wurde Kapitän Peter Bethune, der Mann, der von Kapitän Komaru beinahe getötet und dessen Schiff zerstört wurde, buchstäblich als Kriegsgefangener aus den von Australien beanspruchten Gewässern der Antarktis nach Japan verschleppt. Kapitän Bethune wurde für das Entern des Schiffes festgenommen, das sein eigenes gerammt und versenkt hatte, wobei er rechtlich gesehen, Kapitän Komaru persönlich für diese Straftat verantwortlich machen  und festnehmen darf.

Kapitän Komaru hätte derjenige sein müssen, gegen den Anklage erhoben werden sollte. Wurde er aber nicht, denn in den Gewässern der Walschutzzone im Südpolarmeer gilt -Macht über  Gesetz- und somit wurde Kapitän Bethune nach Japan gebracht um an ihm ein Exempel zu statuieren und ihn für den Schutz der Wale zu bestrafen.

Das Urteil des Japanischen Gerichts war grundsätzlich „schuldig“. Sea Shepherd war klar, das Kapitän Bethune in keinem Fall eine faire Gerichtsverhandlung zu erwarten hatte. Vor Gericht wurde keine Diskussion über die Gründe des Enterns der Shonan Maru No2 zugelassen, geschweige denn, dass Kapitän Komaru als Zeuge aufgerufen worden ist. Um es kurz zu machen, das Gericht erlaubte keine Beweisaufnahme über die Zerstörung der Ady Gil.

Sea Shepherd hat nicht deshalb mehr als eine halbe Million US-Dollar in die Verteidigung von Kapitän Bethune investiert, weil man glaubte, er könne freigesprochen werden, sondern um nur das Strafmaß zu mildern.

Kapitän Bethune erwarteten bis zu fünfzehn Jahre Haft. Er wurde nun zu zwei Jahren  verurteilt und soll am 9. Juli nach Neuseeland zurückgebracht werden, da seine Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Die Mission von Kapitän Bethune war somit ein voller Erfolg. Sein Handeln hat 528 Walen das Leben gerettet. Er war in der Lage eines der Harpunenschiffe aus den Jagdaktivitäten zu nehmen, da es beschäftigt war ihn nach Japan  zu bringen. Weitaus wichtiger ist aber, dass er die Ungesetzmäßigkeit und Brutalität der japanischen Walfangflotte für alle Welt ersichtlich aufgedeckt hat. Wenn Du bereit bist für die Rettung der Wale Dein Leben zu riskieren, sind fünf Monate in einem japanischen Gefängnis eine guter Kompromiss für die, die dadurch gerettet werden.

Kapitän Bethune ist ein Vorbild für die Bewegung zur Rettung der Wale und er wird zu Hause in Neuseeland wie ein Nationalheld willkommen geheißen, weil er für etwas den Mut aufgebracht hat, wo seine Regierung ängstlich versagte – die Wale vor den japanischen Wilderern in der Walschutzzone des Südpazifiks zu schützen.

Die weltweite Unterstützung für Kapitän Bethune und die negative Berichterstattung über das japanische Walfangprogramm haben zu diesem Erfolg geführt. Durch Kapitän Bethune war sich die japanische Regierung immer bewusst, dass jeder seiner Tage in Haft auch den Protest gegen das abscheuliche Walabschlachten weiter vorantreibt. Diese Tatsache, verbunden mit den Protesten über  die Aufführung der Oskarprämierten Dokumentation „The Cove“, machten somit das Abschlachten der Wale und Delfine zu der wohl unangenehmsten Angelegenheit für das Auswärtige Amt und weitet sich aktuell zu einem Skandal für die japanische Regierung aus.

Das japanische Gericht erkannte an, dass Kapitän Bethune niemals beabsichtigte jemanden zu verletzen und nur von seiner Überzeugung, die Wale vor den illegalen Walfang zu retten, geleitet wurde. In Wahrheit will Japan Kapitän Bethune so schnell wie möglich außer Landes haben und mit der Bewährungsstrafe haben sie auch die Möglichkeit ihn sofort nach Hause zu schicken.

Sea Shepherd ist stolz auf Kapitän Bethunes Leistungen und glücklich über das Ergebnis dieses lächerlichen Prozesses, in dem ein Mann für die Rettung der Wale eingesperrt werden soll und gleichzeitig die Schuldhaftigkeit eines japanischen Wilderer ignoriert wird, der ein Schiff versenkt und dabei fast noch sechs Naturschützer umbringt.

Kapitän Bethune ist frei und das ist es was zählt. Sea Shepherd wird wieder ins Südpolarmeer fahren um das Leben der Wale zu verteidigen und wir werden wieder einmal versuchen diesmal noch effektiver zu sein als in der vergangenen erfolgreichen Saison.

Kapitän Bethune ist eine Inspiration für Mut und Leidenschaft und sein Handeln, seine Hingabe und seine Entschlossenheit wird unvergessen bleiben.

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6 Antworten auf Anti-Walfang Held „Captain Pete Bethune“ kann als freier Mann nach Hause zurückkehren

  1. 4nature sagt:

    das sind ja mal super neuigkeiten!

  2. Lutra sagt:

    Ja, in der Tat. Alle nationalistisch eingestellten Japaner dürften jetzt ziemlich kochen: Erst kein Erfolg beim letzten IWC-Treffen und die Bloßstellung der kläglichen Versuche, Stimmen für den Walfang bei Entwicklungsländern zu kaufen, dann die Schmach mit “Die Bucht” und jetzt wird auch noch der böse Ökoterrorist Pete Bethune freigelassen…

    Wenigstens ein bisschen ausgleichende Gerechtigkeit für die Verlogenheit der japanischen Walfängerlobby.

  3. Michael Mittelstädt sagt:

    Respekt vor dem Mut, der Entschlossenheit und der Konsequenz von Pete Bethune, aber auch Respekt vor den japanischen Richtern, die entgegen allen anderslautenden vorherigen Annahmen mit diesem Urteil Augenmaß und Intelligenz bewiesen haben.

  4. pudi sagt:

    guter Mann!!!Fuck the Whalers und diese arrogante korrupte Japanische Bande die hier nur aus reiner Profitgier handeln. Peter gute Heimreise und danke für Dein Handeln .Gruß aus Deutschland

  5. Ronald Blom sagt:

    Revealing the Truth about the ramming of the SSCS Earth Race
    http://www.youtube.com/watch?v=xRNFnHVss_I

  6. JackvKrae sagt:

    youtube vid not available