Färöer-Inseln: Neue Fotos zeigen, dass dem Blutbad in Leynar vier schwangere Weibchen zum Opfer gefallen sind

Orginal: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100825-1.html

Mittwoch, 25. August 2010

Am 5. August 2010 wurde eine Schule von 80 Grindwalen an der Küste von Leynar auf den dänischen Färöer-Inseln brutal abgeschlachtet. Die Grindwaljagd war wieder einmal erbarmunglos, da den Messern der Fähringer sogar schwangere Walweibchen zum Opfer gefallen sind. Jeden Sommer werden hunderte, manchmal tausende von Grindwalen bewusst an die Küste getrieben, bevor ihr Rückenmark während eines Jahrhunderte alten, blutigen Rituals mit Messern durchtrennt wird.

Nachdem Sea Shepherds Undercover-Aktivistin Sofia Jonsson die Färöer verlassen hat und in Sicherheit ist, kann Sea Shepherd die schockierenden Bilder veröffentlichen, welche zeigen, dass sich seit der Grindwaljagd in Klaksvik, die Sea Shepherd vor zwei Wochen dokumentierte, kaum etwas auf den Färöern verändert hat.

Sea Shepherd-Aktivistin und Meeresbiologin Sofia Jonsson stieg zusammen mit Veteran Peter Hammarstedt aus, nachdem dessen Tarnung in Klaksvik aufgeflogen war. Als Jonsson die Nachrichten von dem Blutbad in Leynar hörte, begab sie sich sofort auf den Weg zur Stadt Kivik, wo die Wale hintransportiert worden waren.

Jonsson berichtet, “Als ich ankam bemerkte ich, dass mehrere schwangere Weibchen getötet worden waren, aber ihre Babies waren nirgends zu sehen. Die Föten wurden alle in große Plastikcontainer oder schwarze Müllsäcke gepackt. Mir wurde klar, dass sie die Föten vor der Öffentlichkeit versteckten. Trotzdem konnte ich mindestens vier tote Babies zählen.”

In Klaksvik konnte Sea Shepherd mehrere Fälle dokumentieren, bei denen Föten direkt aus den Gebärmüttern der weiblichen Tiere herausgeschnitten und auf den Docks liegengelassen wurden, während die Nabelschnur immer noch mit dem Muttertier verbunden war. Die Bilder sorgten weltweit für Aufsehen.

“Ein Gabelstapler reihte die Wale ordentlich auf den Docks auf”, sagte Jonsson. “Als die Walfänger einen der weiblichen Grindwale aufschnitten, bemerkten sie, dass sie schwanger war. Daraufhin baten sie den Fahrer des Gabelstaplers den Wal umzudrehen, damit sie den Fötus herausschneiden konnten, ohne dass sie dabei beobachtet werden.”

Zusätzlich zu den Bildern, die die Willkür der Grindwaljagd zeigen, konnte Jonsson außerdem dokumentieren, dass einige Wale mehrere Wunden am Kopf hatten, was darauf hindeutet, dass ihr Tod alles andere als schmerzlos war. Darüberhinaus konnte sie verstörende Fotos von Kindern machen, die an der Jagd teilnahmen.

Jonsson sagte, “Ich habe Kinder gesehen, die ihren Eltern dabei halfen die Wale aufzuschneiden. Ich habe Kinder auf den Walen sitzen sehen; ihre Art zu spielen bestand darin, etwas in den Speck der toten Grindwale einzuritzen. Auf den Färöern ist das Abschlachten von Walen definitiv eine Familienangelegenheit.

Die Grindwaljagd in Leynar fand vor der Aufdeckung des Sea Shepherd Schiffs Golfo Azzuro durch die färöischen Behörden statt. Seitdem wurden auf den Inseln keine Wale getötet. Sea Shepherd setzt Geräusch-Abschreckungsmittel ein, um die Grindwale von den Horror-Inseln fernzuhalten.

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