Demonstration gegen den moralischen Verfall in Dänemark

Quelle: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100930-1.html

Sea Shepherd und die Brigitte Bardot Stiftung hielten heute eine gemeinsame Pressekonferenz mit der Forderung, dass die EU europäische Vorschriften gegen Dänemark durchsetzt, um das entsetzliche Abschlachten von Grindwalen auf den Färöer-Inseln, das unter dänischem Protektorat steht, zu beenden.

In der heutigen Ausgabe von Le Monde, einem französischen Abendblatt, wurde eine ganzseitige Anzeige veröffentlicht, die von Sea Shepherd und der Brigitte Bardot Stiftung finanziert wurde.

Die Anzeige wurde von Christophe Bacquet entworfen und stieß auf öffentliches Interesse. Außerdem löste sie Kontroversen bei französischen Feministinnen aus, welche sie als Anti-Abtreibungs-Anzeige kritisierten.

“Das ist Unsinn”, sagte die französische Sea Shepherd Präsidentin Lamya Essemlali. “In der Anzeige geht es um das Abschlachten von Walen, wobei die Föten der Grindwale aus den Gebärmüttern der schwangeren weiblichen Tiere herausgerissen werden. Wenn die Anzeige gegen Abtreibung ist, dann ist sie gegen die erzwungene Abtreibung bei den Walmüttern. Sicherlich würde die feministische Bewegung keinen Mann unterstützen, der eine Frau auf der Straße mit dem Messer angreift, um ihr ungeborenes Kind aus ihrem Bauch herauszureißen. Darum geht es in dieser Anzeige: Um die barbarische Perversion der Grindwaljagd. Ich würde von Frauen erwarten, sich auf unsere Seite gegen das Abschlachten zu stellen. Die Reaktion einiger Leute ist mit einem Kniereflex beim Anblick eines Fotos mit einer schwangeren Frau und einem Walfötus vergleichbar. Wenn sie sich einen Moment Zeit genommen hätten, um über den Hintergrund der Anzeige nachzudenken, hätten sie keine unüberlegten Kommentare wie diese von sich gegeben.”

Gründer und Präsident der Sea Shepherd Society Kapitän Paul Watson äußerte sich folgendermaßen: “Island und Norwegen sind keine Mitglieder der EU aufgrund der Tatsache, dass sie Wale umbringen. Doch die Färöer-Inseln profitieren von den Vorzügen der EU-Mitgliedschaft, obwohl sie nicht zur EU gehören, weil Dänemark die Färöer-Inseln subventioniert und ihnen sämtliche Vorteile der EU gewährt. Wenn die Färöer-Inseln von den Vorzügen der EU profitieren, dann muss Dänemark von den färöischen Regierung fordern, dass sie die Vorschriften der EU einhält.”

Brigitte Bardot sprach im Namen ihrer Stiftung und prangerte das barbarische Abschlachten an, welches die Fähringer “Grind” nennen.

Auch Christophe Marie sprach im Namen der Brigitte Bardot Stiftung sowie Francois Xavier Pelletier, ein Experte in Sachen färöische Grindwaljagd. Die französische Sea Shepherd Präsidentin Lamya Essemlali und Kapitän Watson repräsentierten die Sea Shepherd Conservation Society.

Nach der Pressekonferenz fand eine große Demonstration vor der dänischen Botschaft in Paris statt. Über 200 Menschen nahmen daran teil, während ungefähr 40 Bereitschaftspolizisten den Eingang der Botschaft bewachten. Sie war drei Stunden lang blockiert.

Ein Sarg mit dem Körper eines Grindwalbabys wurde zum Bürgersteig außerhalb der Botschaft gebracht. Sea Shepherd hatte das tote Walbaby von den Färöer-Inseln mitgebracht. Die Walleiche lag auf der Flagge der EU und war mit der dänischen und färöischen Flagge bedeckt.

Einige Polizisten waren beim Anblick des Walbabys geschockt und sympathisierten mit der Kundgebung.

Es waren auch französische und dänische Medienvertreter anwesend.

Dänemark, das Land des guten Lebens

Grind: jährliches Abschlachten tausender Delfine im dänischen Protektorat der Färöer-Inseln

STOPPT DIE GRINDWALJAGD

Zwingen wir Dänemark gemeinsam, das Abschlachten von Grindwalen auf den Färöer-Inseln zu beenden.

Unterstütze die Kampagne von Sea Shepherd und der Brigitte Bardot Stiftung www.stop-the-grind.com

Kapitän Paul Watson, Lamya Essemlali, Christophe Marie und Francois Xavier Pelletier mit der Leiche eines Grindwalbabys und der französischen Polizei vor der dänischen Botschaft in Paris

Unterstützer von Sea Shepherd und der Brigitte Bardot Stiftung vor der dänischen Botschaft in Paris bei der Kundgebung für die Grindwale

Lamya mit Freiwilligen von Sea Shepherd Bretagne mit der Bereitschaftspolizei vor der dänischen Botschaft.

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