Sea Shepherd auf dem Weg zur siebten antarktischen Walverteidigungskampagne “Operation Keine Kompromisse”

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Quelle: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-101202-1.html

Sea Shepherd auf dem Weg zur siebten antarktischen Walverteidigungskampagne “Operation Keine Kompromisse”

Nach monatelanger Vorbereitung ist die Sea Shepherd Conservation Society jetzt offiziell in See gestochen, um 2010/2011 die antarktische Walverteidigungskampagne „Operation Keine Kompromisse“ durchzuführen. Die diesjährige Flotte ist die bislang stärkste. Mit von der Partie sind die beiden Veteranen-Schiffe Steve Irwin und Bob Barker und die neu erworbene Gojira (japanisch für Godzilla). Der Trimaran hat die nötige Geschwindigkeit und Leistung, um die Walfänger einzuholen und ihre schändlichen Aktivitäten zu beenden.

Sea Shepherd wird auch einen leistungsstärkeren Hubschrauber einsetzen: den Nancy Burnet. Dieser Helikopter hat eine größere Geschwindigkeit, eine längere Reichweite und kann mehr Personen bzw. Gewicht transportieren. Benannt ist er nach einem engen Freund des Fernsehentertainers und Tierrechtsfürsprechers Bob Barker. Burnet steuerte etwas zu Barkers Spende von 5 Millionen Dollar im Sommer 2009 bei. Durch diese Spende konnte Sea Shepherd das Schiff Bob Barker, den neuen Hubschrauber sowie andere wichtige Ausrüstung kaufen, welche immer noch in Gebrauch ist.

“Wir verfügen über die bislang größte Mannschaft und die stärkste Flotte zur Verteidigung der Großwale und ich bin zuversichtlich, dass die diesjährige Kampagne die erfolgreichste von allen sein wird, besonders deshalb, weil die japanische Walfangflotte noch in Japan vor Anker liegt. Dies hängt mit einem fehlenden Versorgungsschiff zusammen“, sagte Sea Shepherd Gründer und Präsident Kapitän Paul Watson.

Während einer Zermonie in dieser Woche taufte Brad Pettitt, der Bürgermeister von Fremantle, das Schiff Gojira in seinem Heimathafen in Westaustralien mit der australischen Flagge. Als erstes Sea Shepherd-Schiff erhält das Abfangjägerboot eine australische Registrierung und geht damit in die über dreißigjährige Geschichte von Sea Shepherds Aktivitäten ein.

“Sea Shepherd ist sehr dankbar für die unglaubliche Unterstützung, die wir von den Häfen Hobart, Fremantle, Albany, Brisbane, Sydney, Melbourne und den Gemeinden Whale Beach, Byron Bay und Städten in ganz Australien erhalten haben. Durch diese Unterstützung haben wir dieses Jahr ein Schiff mit australischer Flagge und australischer Besatzung“, sagte Kapitän Paul Watson.

Hobart gilt als Tor zur Antarktis und ist eine von Sea Shepherds stärksten Unterstützungsbasen für die Vorbereitung ihrer Schiffe zur Verteidigung der Wale in den Gewässern von Neuseeland und Australien, wo den Meeressäugern illegal nachgestellt wird.

Alex Cornelissen, Kapitän der Bob Barker, fügte hinzu, “Die Unterstützung war überwältigend. Sogar Kinder haben ihre Sparbüchsen geleert, um bei der Rettung der Wale mitzuhelfen. Wir haben mit Sicherheit eine Verbindung zum australischen Volk und hier in Tasmanien scheint sie besonders stark zu sein. Dies liegt vielleicht daran, dass wir viel näher an der Antarktis liegen.“

Nach einer öffentlichen Abschiedsfeier verließen die Steve Irwin und die Bob Barker Hobarts Macquarie-Werft am 2. Dezember um 13 Uhr AEST (Australian East Standard Time), um internationale Naturschutzgesetze durchzusetzen, einen Beschluss des australischen Bundesgerichtshofes zu vollziehen und das illegale Abschlachten bedrohter Walarten zu verhindern. Vor der Abfahrt hielten die Kapitäne Watson und Cornellisen eine Pressekonferenz und wurden dabei zusätzlich von Bob Brown, dem Senator der Grünen Partei unterstützt. Damit bekräftigte er sein Engagement als einer der leidenschaftlichsten Walschützer Australiens.

Gojira wird mit der Steve Irwin und der Bob Barker voraussichtlich dieses Wochenende zusammentreffen, nachdem die beiden Schiffe ihr Mannschaftstraining auf See beendet haben. Der Wellen durchschneidende Trimaran hat Westaustralien verlassen und ist derzeit mit seiner zehnköpfigen Besatzung auf dem Weg zum Treffpunkt mit den anderen Sea Shepherd Schiffen. Kapitän Locky Mac Lean ist am Steuer des Bootes. Das ungefähr 35 Meter lange Schiff verfügt über einen einteiligen Rumpf und hielt 1998 den Rekord im Umsegeln der Erde in 74 Tagen. Dieser Rekord wurde später von der Ady Gil gebrochen. Sie blieb während der letztjährigen Kampagne nach einer Kollision mit dem japanischen Harpunenschiff Shonan Maru No. 2 auf See.

Animal Planet ist an Bord aller drei Schiffe und dokumentiert Sea Shepherds Schutzbemühungen im Südpolarmeer zum vierten Mal für ihre Erfolgsserie Whale Wars.

(v. l. n. r.) Senator Bob Brown, Kapitän Paul Watson und Pilot Chris Aultman

Steve Irwin beim Verlassen des Hafens. Sie wird von dem neuen Hubschrauber Nancy Burnet eskortiert.

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Eine Antwort auf Sea Shepherd auf dem Weg zur siebten antarktischen Walverteidigungskampagne “Operation Keine Kompromisse”

  1. Ursula Rüegg sagt:

    Komerzieller Walfangflotten sind umgehend zu Unterbinden. Das Abschlachten der
    Wale ist einfach nur brutal und vorallem nicht notwending.
    Es macht mich einfach wütend, dass immer noch dieses Abachlachten stattfindet.