Zeit-Totschlagen ist besser als Wal-Totschlagende Walfänger

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-101203-1.html
Kommentar von Kapitän Paul Watson

Sea Shepherd ist bestens vorbereitet und kampfbereit, aber es scheint als kämen die japanischen Walfänger zu spät zur Party. Die japanische Walfangflotte ist zwei Wochen später als gewöhnlich auf dem Weg ins Südpolarmeer Walschutzgebiet, und das ohne ein Versorgungs- oder ein Späherschiff.

Mit jedem Jahr fahren die Walfänger schwächer zum Walschutzgebiet, während Sea Shepherd stärker zurückkehrt, und dieses Jahr war Sea Shepherd nie stärker oder besser vorbereitet. Unsere Schiffe, die Steve Irwin und die Bob Barker, wurden komplett überholt, und alle Systeme sind in einwandfreiem Zustand. Unser Hubschrauber, ein Hughes 300C wurde durch einen MD500E ersetzt, was uns eine größere Reichweite, Geschwindigkeit und eine höhere Nutzlast verschafft. Und wir haben uns die Gojira beschafft, unsere neues schnelles Abfangjäger-Schiff.

Mit einer Besatzung von Neunzig aus neunzehn Nationen, alle entschlossen, leidenschaftlich gegen illegalen japanischen Walfang im Südpolarmeer einzugreifen, fühlen wir uns extrem zuversichtlich, dass diese Kampagne eine erfolgreiche sein wird. Außerdem ist eine Mannschaft von siebzehn Mitgliedern von Animal Planet an Bord aller drei Schiffe verteilt, um die vierte Staffel von Whale Wars zu produzieren.

Was wirklich ironisch ist, ist warum die japanische Walfangflotte kein Versorgungsschiff hat.

Offenbar war das ICR (eng.: Institute of Cetacean Research – Institut für Walforschung) so enthusiastisch in seiner Verurteilung von Sea Shepherd als Öko-Terroristen und kriminellen Piraten, dass sie die potentiellen Schiffsbesitzer so verängstigt und davon abgehalten haben, es als ein Versorgungsschiff zu vermieten. Die Walfänger haben kein eigenes Versorgungsschiff, welches sie jedoch benötigen, um die Schiffe mit Kraftstoff zu beliefern, und aufgrund des begrenzten Stauraumes Walfleisch aufzunehmen, um das Fabrikschiff, die Nisshin Maru, zu entlasten. Also wird ihre Walfangsaison ohne Versorgungs- und Tank-Schiff wohl kurz geschnitten werden, wenn sie es nicht schaffen, eine Gesellschaft zu finden, die bereit ist, eine Konfrontation mit uns „Öko-Schurken“ zu riskieren.

Da die Walfangflotte Japan am 2. Dezember spät verlassen hat, werden sie nicht ihre normale Startzeit in Mitte Dezember einhalten können, was bedeutet, dass die Walfänger höchstwahrscheinlich nicht in der Lage sein werden, bis zum Ende Dezember oder frühem Januar einen Wal zu töten. Bis dahin werden Sea Shepherd Schiffe dort im Südozean warten, bevor sie ankommen, und je eher wir sie abzufangen können, desto effektiver werden wir sein.

Die japanische Flotte wird ihre Quote in dieser Saison nicht erfüllen, und das ist eine Gewissheit. Unsere Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass die Mörder überhaupt keine Quote bekommen, oder als Allerwenigstes eine deutlich niedrigere Quote als letztes Jahr, als wir es geschafft haben, mehr Wale zu retten (528), als sie töten konnten (507).

Die Tötungsgenehmnigung dieser Saison, ausgestellt von der japanischen Fischerei, umfasst 935 Zwergwale (Minkewale), 50 Finnwale und 50 Buckelwale, mit einer Gesamtzahl von 1035 Walen.

Die Japaner haben berichtet, dass sie bewaffnete Beamte der Küstenwache an Bord ihrer Walfangschiffe haben, und wir erwarten, dass sie aggressiver und gewalttätiger vorgehen werden als jemals zuvor, wegen ihrer zunehmenden Frustration über den verweigerten Gewinn der letzten fünf Jahre.

Ich bin zuversichtlich, dass wir die japanische Walfangflotte ökonomisch versenken können. Das ist unser Ziel, und ich habe eine Crew, die leidenschaftlich und bestimmt sehen will, dass wir bei der Realisierung dieses Ziels erfolgreich sind.

Unterdessen müssen unsere Schiffe Treibstoff und Versorgung sparen, während sie ein paar Tage vor Anker liegen und Zeit totschlagen. Wir werden vor den Walfängern im Südozean Walschutzgebiet sein, aber wir wollen nicht zu weit im Voraus vor ihnen dort sein. Das Timing ist richtig, und alle Systeme warten auf Stand-By auf die Ankunft der eindringenden Killer.

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