Wo ist Greenpeace?

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-101209-1.html
Kommentar von Kapitän Paul Watson

Greenpeace hat seit 2007 kein Schiff mehr zur Verteidigung der Wale in die Antarktis geschickt, aber ich wünsche mir sie würden es tun. Je mehr Schiffe vor Ort sind, um gegen die illegalen Aktivitäten der japanischen Walfangflotte vorzugehen, desto besser. Greenpeace hat die Schiffe und sicherlich die finanziellen Mittel. Angeblich sind sie auch gegen den Walfang, doch wo sind ihre Schiffe?

Und wo ist Greenpeace, wenn es um die Verteidigung der Delfine in Taiji geht? Sie sind nirgends zu finden. Sie haben ein Büro und Angestellte in Japan, aber kein einziger Greenpeace-Aktivist ist zu der Bucht gegangen.

Und wo ist Greenpeace, wenn es um die Verteidigung der Grindwale auf den Färöer-Inseln geht? Sie sind nirgends zu finden.

Island? Niemand dort. Auch in Norwegen sind sie nicht zu finden!

Die Verteidigung der Robben in Kanada haben sie schon von Jahrzehnten aufgegeben.

Warum also denkt ein Großteil der Öffentlichkeit, dass Greenpeace den Kampf zur Rettung der Wale, Delfine und Robben anführt? Es könnte etwas damit zu tun haben, für welche Zwecke Greenpeace Geld ausgibt:

Werbebriefe und Internetaufrufe! Sie brauchen Ihr Geld, um noch mehr Menschen um mehr Spenden zu bitten.

Ich gönne Greenpeace das Recht, die Dinge auf ihre Art und Weise zu tun, doch wenn ich, wie letzten März geschehen, auf der Straße in Melbourne angehalten und um eine Spende gebeten werde, um ein Greenpeace-Schiff zur Walverteidigung in die Antarktis zu schicken, werde ich natürlich sehr neugierig. Das Paar mit dem Notizbrett in der Hand erkannte mich nicht. Deshalb fragte ich, wann Greenpeace das letzte Mal mit einem Schiff in der Antarktis gewesen ist.

Sie sagten mir, dass zwei Greenpeace-Schiffe gerade von einer Fahrt zur Rettung der Wale zurückgekommen sei.

“Meinen Sie die Steve Irwin und die Bob Barker?”, fragte ich.

“Ja”, antworteten sie.

“Wirklich?”, gab ich zurück “Ich dachte das seien Sea Shepherd-Schiffe.“

“Ja”, sagte die Frau, “aber Sea Shepherd gehört zu Greenpeace.“

Ich sah sie an und sagte ruhig, “Das stimmt nicht.“

“Doch, das stimmt!”, sagte sie verteidigend.

Jetzt stellte ich mich als Kapitän der Steve Irwin und Gründer der Sea Shepherd Conservation Society vor. Plötzlich sah sie etwas verängstigt aus und sagte, „Ich arbeite nur für Greenpeace und sie haben mir gesagt, dass ich das sagen soll.“

Wenn dies nur ein Einzelfall gewesen wäre, könnte man es als Missverständnis ansehen. Doch andere Mitglieder meiner Mannschaft haben ähnliche Unterhaltungen mit Greenpeace-Werbern gemacht: auf den Straßen von Paris, Washington D.C. und Perth (Westaustralien).

Und heute erhielt ich die folgende Botschaft von Greenpeace über das Internet:

Ich war so frei und habe meine Kommentare in Kursivschrift eingefügt.

_________________________________________________________

Liebe Freunde,

Während Sie diese Zeilen lesen, ist die japanische Walfangflotte auf dem Weg in das Südpolarmeer, um, wie jedes Jahr, Wale abzuschlachten. Ihre geplante Todes“quote“ beträgt diese Saison fast 1000 Zwergwale, 50 Buckelwale und 50 gefährdete Finnwale.

Kapitän Paul Watson: Die richtige Zahl lautet 935 Zwergwale.

Wir müssen dieses Massaker sofort beenden!

Während des Wahlkampfes im Jahre 2008 sagte Obama, der damals Senator war: „Als Präsident werde ich dafür sorgen, dass die USA eine Führungsrolle beim Durchsetzen internationaler Naturschutzabkommen einnehmen wird. Dies betrifft auch das internationale Moratorium gegen den kommerziellen Walfang.“ Drei weitere Walfangjahre sind vergangen seit Obama dies gesagt hat und nichts hat sich verändert. Bitte machen Sie eine möglichst großzügige Spende und wir werden den Druck auf Präsident Obama erhöhen, damit er sein Wahlversprechen einhält.

Kapitän Paul Watson: Präsident Obama war der erste Präsident seit Ronald Reagan, der um einen Kompromiss mit den japanischen Walfängern bemüht war. Greenpeace hat seinen Kompromissvorschlag bei der Internationalen Walfangkommission (IWC) unterstützt – eine Vereinbarung, die den Walfang legalisiert hätte. Zum Glück wurde dieser Kompromissantrag abgelehnt. Obama wird den Walfang nicht beenden, doch Sea Shepherd ist in der Lage dies durch direktes Eingreifen und die Reduzierung der Fangquoten zu tun. Greenpeace weigert sich den Erfolg von Sea Shepherds Kampagnen anzuerkennen und verurteilt unsere Vorgehensweise. Was ich nicht verstehen kann, ist wie „eine möglichst großzügige Spende“ Präsident Obama dazu zwingen wird, ein Wahlversprechen einzuhalten, das er bereits gebrochen hat.

„Zuzulassen, dass Japan weiterhin kommerziellen Walfang betreibt ist inakzeptabel“. Dies waren Obamas eigene Worte und Greenpeace sucht Unterstützung, um das Abschlachten ein für alle Mal zu beenden.

Kapitän Paul Watson: Ich habe keine Ahnung was das bedeutet. Natürlich ist das inakzeptabel, aber Präsident Obama war bereit den Walfang zu legalisieren, wenn Japan im Gegenzug die Quote in der Antarktis halbiert und das trotz der Tatsache, dass Sea Shepherd diese Quote letzte Saison bereits halbiert hat.

Kommerzieller Walfang ist nicht nur inakzeptabel, sondern er bricht internationale Gesetze.

Kapitän Paul Watson: Wirklich, Sherlock?

Stellen Sie sich ein Harpunenschiff vor, das durch die Antarktis jagt. Plötzlich entdeckt der Harpunier eine Walkuh und ihr Kalb. Die Geräusche des Meeres werden von der Explosion der Harpunen übertönt, welche auf die Wale abgefeuert werden.

Kapitän Paul Watson: Wir brauchen uns das nicht vorzustellen, John. Wir sind dort unten, wo es passiert. Die Frage ist: Wo sind die Greenpeace-Schiffe?

Die beiden kämpfen fast eine Stunde, um sich von den Seilen der Harpunen zu befreien und schlagen verzweifelt mit ihrer Schwanzflosse auf das Wasser, bevor ein Walfänger an Deck kommt und sie erschießt. Die Walkuh und ihr Kalb werden die Gleitbahn des Schiffes hochgezogen und ziehen eine lange Blutspur hinter sich her.

Es frustriert uns sehr, dass sich diese tragische Szene im Südpolarmeer in ein paar Tagen immer wieder abspielen wird. Greenpeace braucht Ihre Hilfe und die Hilfe von Präsident Obama, um das Abschlachten der einzigartigsten, intelligentesten und emotionalsten Geschöpfe unserer Meere zu beenden.

Kapitän Paul Watson: Wenn du frustriert bist, John, dann schicke ein paar Schiffe in die Antarktis, so wie früher. Die Leute machen also eine Spende, doch was erhalten sie im Gegenzug dafür? Wirst du auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten Einfluss nehmen, um den japanischen Walfang zu beenden? Was wird das kosten? Sicherlich nicht besonders viel. Wir wissen, dass Greenpeace Millionen von Dollar mit dem Aufruf zur Rettung der Wale einnimmt. Ein Teil des Geldes könnte sicherlich dafür verwendet werden ein Schiff zu entsenden. Ihr habt doch ein Schiff, nicht weit entfernt in Indonesien. Wie wär’s damit? Komm schon, John, wenn du wirklich wütend und frustriert wärst, dann würdest du dafür sorgen, dass Greenpeace im antarktischen Walschutzgebiet aktiv werden würde. Doch es passiert nichts, John. Ich könnte den Vorschlag machen, dass du dich mit uns zusammenschließt und unsere Aktionen finanziell unterstützt, doch ich weiß, dass du unsere Art, wie wir Wale retten nicht magst, also wird das nicht passieren. Verschone uns dann aber bitte mit deinen Frustanwandlungen. Du hast nicht die Absicht, etwas zu tun, oder?

Bitte helfen Sie uns dieses schreckliche Gemetzel zu beenden und das Leben dieser Wale mit einer möglichst großzügigen Spende zu retten. JETZT!

Kapitän Paul Watson: Sea Shepherd versucht das gerade, John. Wir schicken 88 Freiwillige und drei Schiffe JETZT in die Antarktis, um die japanische Walfangflotte abzufangen. Wir könnten wirklich etwas Hilfe gebrauchen und ein wenig Beistand würden wir sehr schätzen. Wenn das nicht möglich ist, dann höre wenigstens damit auf, dringend benötigte Gelder für Massenbriefe und Aufrufe zu verschwenden, um für etwas Spenden zu erbitten, gegen das Ihr nichts tut. Wir haben ein Team in Taiji, John. Wo ist Greenpeace? Wir waren kürzlich bei den Färöer-Inseln. Auch dort haben wir euch nicht gesehen. Wir arbeiten seit zehn Jahren auf den Galapagos und nicht einmal ist dort ein Greenpeace-Schiff aufgetaucht. Im Juni haben wir zwei eurer Schiffe im Mittelmeer gesehen, doch als wir die Kapitäne gefragt haben, ob sie uns beim Befreien der Blauflossenthunfische aus den Netzen helfen wollen, haben sie sich geweigert und sind verschwunden. Ja, jetzt ist die Zeit dieses „schreckliche Gemetzel“ zu beenden und deshalb frage ich noch mal: Wo sind Eure Schiffe, John?

Zusammen können wir Japan wissen lassen, dass der kommerzielle Walfang im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr hat.

Kapitän Paul Watson: Ja, wir würden das sehr gerne zusammen mit dir tun, John. Das Problem ist, dass du zu Hause bleibst und dein Geld in die Keksdose steckst. Die Wale brauchen dich aber JETZT!

Für die Wale

Kapitän Paul Watson: Du meinst für Greenpeace, nicht wahr, John?

John Hocevar
Oceans Campaigner
Greenpeace USA

_________________________________________________________

Von Kapitän Paul Watson

Ich bin nicht gegen Greenpeace. Als Mitbegründer von Greenpeace und früherer Kampagnenführer war ich einmal stolz auf Greenpeace. Doch die, die Greenpeace jetzt leiten, sind nicht diejenigen, die die Organisation gegründet haben. Die jetzigen Leiter sind Bürokraten, die unsere ursprünglichen Ziele aus den Augen verloren haben. Greenpeace ist zum Mainstream geworden und dieser Brief zeigt, dass sich die Organisation politischer Lobbyarbeit anstelle von direkten Aktionen auf hoher See zuwendet. Sie haben den Sitz in ihren Schlauchbooten gegen einen Stuhl hinter ihren Schreibtischen eingetauscht.

Nein, ich bin nicht gegen Greenpeace, aber ich bin dagegen, was aus Greenpeace geworden ist.

Greenpeace hat die Schiffe, das Geld und die Mittel, um in die Antarktis zu fahren und gegen den illegalen japanischen Walfang einzuschreiten. Ihre Spendenaufrufe bringen Millionen von Dollar ein. Sea Shepherd hat ungefähr 2 Prozent des Budgets von Greenpeace, doch unsere Schiffe und Freiwilligen sind dort, wo wir alle sein müssen. Und wo wir alle sein müssen, ist nicht der Ort, an dem Greenpeace ist.

Nicht einmal ist Greenpeace gegen das Abschlachten der Delfine in Taiji oder der Grindwale auf den Färöer-Inseln vorgegangen. Sie haben die Wale in der Antarktis 2007 im Stich gelassen und sind seitdem nicht wieder dorthin zurückgekehrt.

Greenpeace beschuldigt Sea Shepherd “gewalttätig” zu sein, obwohl wir in unserer 33-jährigen Geschichte keine einzige Person verletzt haben.

Ich würde Greenpeace-Schiffe im Südpolarmeer willkommen heißen und wenn wir die Flotte gefunden haben, würde ich ihnen gerne die Koordinaten übermitteln, damit sie sich uns anschließen können. Ich bin gerne bereit mit ihnen bei der Verteidigung der Wale zusammenzuarbeiten. Doch sie weigern sich mit uns zu kooperieren. Genau genommen weigern sie sich überhaupt sich zu engagieren, außer wenn es um Spendenaufrufe geht. Beim Auftreiben von Spendengeldern sind sie sehr gut, aber nicht dabei, die Gelder für die Ziele einzusetzen, für die sie eigentlich gesammelt wurden.

Paul Watson und Bob Hunter vor einem Robbenfängerschiff im Jahre 1976 während der ersten Greenpeace-Kampagne gegen die Robbenjagd.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Sea Shepherd News abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

22 Antworten auf Wo ist Greenpeace?

  1. Pingback: Wo ist Greenpeace? | Bite Back Germany | Time for Resistance

  2. icaneatcauliflower sagt:

    TV -Tipp:
    heute , 15.12. um 221:45 auf ARD
    “Hart aber fair”
    Dikussion zum Thema “Tiere sind mir Wurst -
    haben Fleischesser keine Moral? ”

    Und- wer noch was gegen die Ausrottung des Thunfischs und den übermäßigen Fleischkonsum tun will, der täglich Tausende Kinder an Hunger sterben läßt, der klickt sich in die Höhle des Carnivoren-Löwen, das Forum vom “perfekten Dinner”…
    Da sind Leute unterwegs, die so gut wie täglich Thunfisch auftischen, mit beseligtem Grinsen und ohne jede Ahnung, was sie da tun. Da gibt es dreimal täglich Fleisch und das zu jedem Gang. Wer wirklich was bewegen will, der ist da genau richtig (stellt sich aber besser auf Prügel ein) – denn hier ißt ja keiner mehr Thunfisch!?
    http://www.vox.de/forum/index/uebersicht/id/4/vox-kochen/das-perfekte-dinner

  3. Beate Steffens sagt:

    Auch wenn es noch so oft wiederholt wird, wird es nicht wahrer, dass Greenpeace nicht mehr zum Schutz der Wale arbeitet. Fakt ist allerdings, dass Greenpeace und Sea Shepherd zwei Organisationen mit unterschiedlichen Strategien sind, die nicht zusammenpassen. Greenpeace lässt Sea Shepherd seine Arbeit machen, aber leider fällt es Paul Watson schwer Greenpeace in Ruhe seine Arbeit machen zu lassen.

    Greenpeace konzentriert sich seit 2008 auf die Arbeit in Japan. Unter anderem haben Greenpeacer den Walfleisch-Skandal aufgedeckt. Im April 2008 dokumentierten Aktivisten wie zahlreiche Kartons vom Walfangschiff “Nisshin Maru” abgeladen wurden. Sie waren als persönliches Gepäck der Besatzung deklariert. Einen dieser Kartons stellten die Greenpeacer sicher.

    In dem Karton fanden sie über 23 Kilogramm gesalzenen Walfleisches. Der Marktwert dieses Fleisches beträgt rund 3.000 US-Dollar. Informanten bestätigten zudem, dass dieser Karton keine Ausnahme war. Besatzungsmitglieder hätten mindestens 93 solcher Kartons an Land geschmuggelt und auf eigene Rechnung verkauft.

    Unterschlagung und Verkauf wurden von der verantwortlichen Walfang-Firma “Kyodo Senpaku” und der japanischen Regierung gedeckt. Auch das Institut für Walforschung (ICR) war über die Regelverstöße informiert. Das ICR ist verantwortlich für den angeblich wissenschaftlichen Walfang.

    Doch statt diesen Skandal zu verfolgen, wurden diejenigen angeklagt, die die illegale Bereicherung aufgedeckt hatten. Junichi Sato und Toru Suzuki mussten für mehrere Wochen in Untersuchungshaft und lebten anschließend unter äusserst beengenden Auflagen. Im Septemder 2010 verurteilte ein japanisches Gericht die beiden Greenpeacer zu einem Jahr Haft auf Bewährung, die Bewährungszeit liegt bei drei Jahren.

    Im Rahmen des Prozesse und darüber hinaus hat Greenpeace das Thema Walfang immer wieder in die japanischen Öffentlichkeit getragen. Diese Arbeit hat dazu geführt, dass das damals noch als “Oriental Bluebird” bezeichnete Tank- und Kühlschiffe der japanischen Walfangflotte ausgeflaggt und abgewrackt wurde. In dieser Fangsaison kann die japanische Fangflotte also zwischendurch weder tanken noch das erzeugte Walfleisch umladen. Damit ist ihr Fang begrenzt.

    Neben der Aufdeckung des Walfleischskandals arbeitet Greenpeace Japan im Rahmen einer groß angelegten Supermarktkampagne daran, die größten japanischen Handelsketten und Restaurants zum Ausstieg aus dem Walfleischverkauf zu bewegen. Bereits 2009 bekamen wir von einer der größten Supermarktketten Japans, Ito Yokada, die Zusicherung, in Zukunft kein Walfleisch mehr verkaufen zu wollen.

    Die Kampagne war bis jetzt sehr erfolgreich dabei, den Walfleischbedarf in Japan zu minimieren. Derzeit sitzt das Land auf einem unverkäuflichen Walfleischberg von fast 6000 Tonnen. Die Walfangfirma “Kyodo Senpaku” hat aufgrund der fehlenden Einnahmen durch den Verkauf von Walfleisch massive Probleme die Fangsaison in der Antarktis zu finanzieren. Dies hat – laut japanischer Informanten aus der Walfangindustrie – zu einer Reduzierung der diesjährigen Fangquote geführt.

    Wir werden uns in den kommenden Monaten in unserer Antiwalfang-Kampagne erneut auf Japan konzentrieren. Dort wurde die Entscheidung getroffen Walfang in den Südpolargewässern zu betreiben, daher muss die Entscheidung damit aufzuhören letztendlich auch wieder dort getroffen werden.

    Die zunächst sehr negative, dann in zunehmenden Maße positive Medienberichterstattung zum Walfleisch-Skandal durch die Besatzung der Walfangflotte zeigt, wie eine strategisch klug platzierte Kampagne auch in Japan zu Teilerfolgen führen kann. In diesem Sinne machen wir weiter, Schritt für Schritt bis zum Erfolg.

    Noch eine Richtigstellung: Der Greenpeace-Fotograf, Fernando Pereiras ist 1985 in Auckland, Neuseeland, bei einem Anschlag auf die Rainbow Warrior ums Leben gekommen. Der hinterhältige Anschlag wurde vom französischen Geheimdienst durchgeführt, um zu Verhindern das Greenpeace gegen die französischen Atombombentests protestiert. Die einzigen Greenpeacer, die bislang verurteilt wurden, waren Junichi und Toru (s. o.).

    Wen es interessiert zu welchen Themen Greenpeace sonst noch arbeitet, wirft einfach mal einen Blick auf http://www.greenpeace.de.

  4. Manuel Abraas sagt:

    Hallo,
    und auch wenn die liebe Frau Steffens ihren Artikel im gesamten Internet veröffentlicht, wird die Untätigkeit von Greenpeace in Sachen Walschutz nicht weniger!!!

    Für die Ozeane

    Manuel

  5. Lutra sagt:

    Sowohl Greenpeace als auch Sea Shepherd leisten sehr viel zum Walschutz. Ich bin auch der Meinung, dass es sinnvoll ist unterschiedliche Strategien anzuwenden. Aber Sea Shepherd-Schiffe einfach als zu Greenpeace gehörig zu bezeichnen und sich mit fremden Lorbeeren zu schmücken, um an Spendengelder zu gelangen, ist schon mehr als dreist. Noch schlimmer ist es, dass dies offenbar eine “von oben” bestimmte Geschäftsstrategie von Greenpeace ist, da diese Behauptungen unabhängig voneinander in mehreren Ländern vorgekommen sind. So etwas zerstört definitv das Vertrauen in GP.

    Tatsache ist auch, dass all die diplomatischen und anderweitigen Bemühungen von Greenpeace den einzelnen Walen, die in der Antarktis von Harpunen zerfetzt werden, überhaupt nichts bringen. Individuelles Tierleid kann nur durch direktes Eingreifen verhindert werden und – kurzfristig gesehen – nicht durch Verhandlungen und Gespräche.

    Aus diesem Grund gehen meine Spendengelder auch an Sea Shepherd.

  6. Lutra sagt:

    Nachtrag:

    Wem würde ein Mensch, der verfolgt und direkt mit dem Tode bedroht wird, eher vertrauen: Demjenigen, der sich um eine Bewusstseinsänderung des Aggressors bemüht oder demjenigen, der sich dem Aggressor direkt in den Weg stellt?

  7. Michael Mittelstädt sagt:

    @ Lutra

    Es ist m.E. keine Frage des Vertrauens der bedrohten Individuen, sondern eine Frage der Zweckmäßigkeit und der Erfolgswahrscheinlichkeit.

    Wenn man das Beispiel Geiselnahme und tödliche Bedrohung von Geiseln nimmt, lautet m.E. die Antwort: man braucht beides. Letztlich entscheidet die Frage, was angesichts der Situatation und des psychologischen Profils der gewaltbereiten Täte mehr Erfolg verspricht und eine Rechtsgüterabwägung.

    Nothilfe durch “Einschreiten” und ggf. mit eigener Gewaltanwendung ist nicht immer die Patentmethode, weil es zu Eskalation, erhöhter Gewaltanwendung und damit dem Gegenteil des eigentlich Gewünschten führen kann. Manchmal muss es allerdings sein, mit allen Konsequenzen. Man ist meist im Spagat zwischen Verhinderung von Eskalation und Verhinderung der Gewalttat. Es gibt gute Gründe, dass die Polizei sehr unterschiedliche Einsatzstrategienund Vorgehensweisen hat.

  8. Ab durch die Mitte sagt:

    Tierrechte sind mit Menschenrechten nicht gleich zu sehen,leider.Die ganze Mentalität der Japaner,wird mit Sicherheit nicht nurch GP “umgemodelt”.Es ist ja nicht nur der Walfang,wo eine gewisse “Perversion” zutage kommt,selbstzerstörreriche Spielchen ist bei denen an der Tagesordnung.Die Antwort von Beate ist einfach lächerlich.GP Aktivisten werden verurteilt,Sea Shepherd Angeklagter kommt rucki zucki frei (GSD),
    das gibt einen doch zu denken.Die Divise bei GP scheint wohl eher immer auf das Einmalige anzukommen und daraus soviel zu schöpfen wie möglich.

  9. Was SSCS macht ist nachvollziehbar. Leute spenden und sehen, was mit den Spenden passiert. Die Arbeit von GP mag eher hintergründig ablaufen – vermutlich, um Kampagnen nicht zu gefährden (??) – aber es fehlt mir nachvollziehbare Transparenz.
    Wenn ich für den Walschutz spende, will ich mein Geld auch dort eingesetzt sehen.

    Warum steht denn zunehmend GP in der Kritik, was den Walschutz angeht? Weil niemand erfährt, wo sie Einsatz zeigen.

    Ich kann die Namen Junichi und Toru mittlerweile nicht mehr hören, an dieser Heldentat zieht sich GP ständig hoch.

    Aber was ist mit den cove guardians in Taiji, die täglich Schlimmstes erleben müssen und doch nicht handelt eingreifen dürfen. Wie werden sie diese Eindrücke nachhaltig verarbeiten? Viele junge Menschen stellen sich dort auf, sehen Unerträgliches.

    Tatsache ist, wenn diplomatische Hintergrundarbeit seit Jahren über GP läuft, aber die japan. Walfangflotte weiterhin jährlich scheinbar unbeeindruckt die Antarktis ansteuert, welchen Wert hat diese Diplomatie tatsächlich? Taiji und alle anderen Küstenorte, an denen Delfine getötet werden gehören mit zum Thema. Wo ist da GP??

    Als wir am 05.11. am anti-whaling-day vor dem japan. Generalkonsulat standen, hatte ich vergeblich auf GP gewartet. Ich hatte die Sektion Düsseldorf einige Tage zuvor angeschrieben und um Unterstützung und Präsenz gebeten. Nicht einmal eine Rückmeldung kam. GP Deutschland über Facebook darauf angesprochen antwortete lapidar: “Wir können nicht überall sein” (Anmerk.: der Castor war zu der Zeit natürlich wesentlich medienwirksamer).

    GP hat 500.000 Mitglieder in Deutschland, aber nicht einer war in der Lage mal nach Düsseldorf zu kommen. Nicht einmal verurteilt GP öffentlich in einer Pressemitteilung den japanischen Walfang. Nicht einmal geben sie eine Stellungnahme zu Delfinarien ab.

    GP kann mich nicht mehr überzeugen, dass Wale noch irgendeine Bedeutung für sie haben.

  10. Dirk NRW sagt:

    @Nobert
    Sehr guter Beitrag!

    Wäre wirklich hilfreich und wichtig, wenn alle ihre Profilierungsneurosen und lächerlichen Empfindlichkeiten abgelegen würden und gemeinsam aktiv werden. Stell dir doch nur mal vor, wenn wir in Düsseldorf mit 2000 Leuten vor dem Konsulat gestanden hätten! Das hätte mit Sicherheit Medien/Konsulat/Öffentlichkeit noch mehr beeindruckt, obwohl das im November schon eine ziemlich gute Aktion gewesen ist. :o)

    Greenpeace soll den Auftrag Ihrer Spender endlich wahrnehmen und sich gegen das illegale Walschlachten aktiv einsetzen. Das ganze “rumeiern” mit Diplomatie, Beweise sammeln usw. hat bisher nichts gebracht und wird es vermutlich auch in Zukunft nicht bringen. Willst du jemanden stoppen, musst du ihn letztendlich da teffen, wo es ihm besonders schmerzt. Das ist nun mal IMAGE und das liebe GELD! Warum ist die Flotte denn in dieser Saison so spät rausgefahren? Unter anderem auch, weil die Versicherungsprämien enorm gestiegen sind seit SeaShepherd vor Ort AKTIV ist. (TIPP: Das Zauberwort in diesem Satz heisst AKIV). Walmord ist auch nur eine simple “Kosten/-Nutzen” Geschichte mit einer kleinen Prise “Mafia und Korruption”. Aber auch die Mafia will nur Geld verdienen und lacht genauso wie wir über Tradition/Forschung oder weiss der Geier für einen Unsinn! “Kosten hoch, Erlöse runter” ist der Weg, den alle schnell verstehen und der ein Schlüssel zur Beendigung des Walschlachten sein kann.

    Greenpeace sollte auch nicht vergessen, dass selbst heute noch reichlich Spenden in die Kassen fliessen, weil viele sich an die besseren Zeiten von Greenpeace noch erinnern. Aktivisten, die sich mutig gegen die Schlächter gestellt haben und dabei..ups..mit Ihrem Schiff (Arctic Sunrise/2006) die Walfänger gerammt haben.
    http://www.youtube.com/watch?v=SjlCGR_ggbw

    Die Zeit zum Handeln ist gekommen und Greenpeace verschläft vermutlich mehr als nur einen Trend! Wer zu spät kommt..aber den Rest spare ich mir an dieser Stelle!

    Kurz vor Weihnachten darf man ja bekanntlich auch einen Wunsch äussern.
    3 Schiffe von SSCS und 3-4 Beobachtungs-/ Versorgungs- oder meinetwegen auch Aufklärungsschiffe von Greenpeace!! Diese Flotte würden den Walschlächtern sicherlich ganz schnell die Falten aus dem Gesicht ziehen und möglicherweise auch hunderte von Walen das Leben retten. Schiffe sind bei Greenpeace genug vorhanden (http://www.greenpeace.de/ueber_uns/schiffe/) und am Geld kann es meiner Einschätzung nach nun auch nicht liegen..oder?

    Also…DO IT!!

  11. Michael Mittelstädt sagt:

    @ Norbert und Dirk

    Beides gute Beiträge!

    Ich stelle mir seit einigen Jahren die Frage, ob Greenpeace generell zu Meeresschutz und Meerestierschutz nur noch Showaktionen macht und bewusst vom Ruhm der Vergangenheit zehrt oder hier ein spezifisches Problem von Greenpeace Deutschland vorliegt. Antiatomkraft, genmodifizierte Pflanzen/Nahrungsmittel und Klimawandel sind halt die deutschen “Angstthemen”, mit denen man hier Mitbürger mobilisieren kann. Da fühlt man sich wohl selbst betroffen, das Meer ist für die meisten Deutschen gedanklich weit weg und häufig nur Strandurlaubveranstaltungsort. Insofern müssen wir uns auch fragen, warum wir in Deutschland nicht mehr Mitbürger für den Walschutz und den Meeresschutz aktivieren können.

    Ich habe übrigens auch mal im Blog von GP nachgefragt, was man in Sachen Walschutz zu tun gedenkt:
    http://blog.greenpeace.de/blog/2010/12/08/filmprasentation-jagdzeit-im-planetarium-hamburg/#comments

    Mir würde es ja persönlich schon reichen, wenn GP sich auf politischer Ebene für die Einrichtung und Überwachung von Wal-Schutzgebieten aktiv würde und sich konsequent öffentlich gegen jegliches Walschlachten durch Island, Norwegen und die Färöer einsetzen würde. Der Einsatz von GP-Schiffen im Südpolarmeer gegen die japanischen Waljäger wäre natürlich noch besser. Ich kann inzwischen die Geschichte der Tokyo Two Junichi Sato und Toru Suzuk auch nicht mehr hören.

    Die Verhaltensweisen von Funktionären bei GP ist aber eine Sache, erstaunlich ist für mich, dass keine Mitglieder von GP-Ortgruppen am Anti-Whaling-Tag in Düsseldorf mitgemacht haben. Nach meiner Wahrnehmung haben GP-Förderer durchaus den Mut zu einer eigenen Meinung, reagieren allerdings irgendwann auch genervt, wenn Greenpeace pauschal kritisiert wird. Interessanterweise hat GP Bonn den Kommentar von Beate Steffens abweichend kommentiert:
    http://blog.greenpeace.de/blog/2010/09/09/dokumentarfilm-jagdzeit-fur-green-screen-nominiert/#comment-13831

  12. icaneatcauliflower sagt:

    @ Beate Steffens:

    Auf Ihrer Greedpeace-Seite vom 02.12.10
    http://www.greenpeace.de/themen/meere/nachrichten/artikel/japanische_walfaenger_wieder_unterwegs-1/
    Zitat: „sagt Greenpeace Walexperte Thilo Maack. “Aufgrund der erfolgreichen Greenpeace-Kampagne in Japan müssen sich die Walfänger jetzt mit halbierten Quoten…zufrieden geben.“

    – Tatsache ist: Die Halbierung der Fangquote ist ausschließlich der Anwesenheit der Sea Shepherd- Schiffe im Fanggebiet zu verdanken, Greedpeace war in den vergangenen Fangsaisons nicht vor Ort!

    Eine Ihrer merkwürdigen Reaktionen auf diese Vorhaltung war:

    Zitat: „Zudem möchte ich Sie bitten, es zu unterlassen unseren Meereskampagner Thilo Maack als Lügner zu diffamieren“

    – Frau Steffens, ich lege I h n e n dringend nahe, es ab sofort zu unterlassen, Herrn Buiter der „Diffamierung Thilo Maacks als Lügner“ zu bezichtigen.

    Wenn Herr Maack eine Lüge verbreitet, wird er es hinnehmen müssen, als Lügner bezeichnet zu werden. Das Gleiche gilt für Sie. So ist das mit Lügen.
    Zu Ihrer Aufklärung: die Wahrheit darf man sagen. Lügen ist nicht erlaubt.

    Darüberhinaus kann man sich Gedanken machen, inwieweit es noch mit dem Gebot seriöser Geschäftspraktiken eines spendenaufbringenden Unternehmens zu vereinbaren ist, wenn man sich die Erfolge anderer Organisationen auf die Fahnen schreibt. Ich werde das demnächst überprüfen lassen.

    @Beate Steffens sagt:
    17. Dezember 2010 um 11:52
    Zitat: „Auch wenn es noch so oft wiederholt wird, wird es nicht wahrer, dass Greenpeace nicht mehr zum Schutz der Wale arbeitet.“

    – Wahrer als wahr braucht niemand. Nur lügen soll man nicht. Und die Wahrheit, dass Greenpeace nicht mehr zum Schutz der Wale arbeitet, ist schlimm genug. Eine Steigerung ist überflüssig, eine Umkehr angesagt.

    Zitat: „Greenpeace lässt Sea Shepherd seine Arbeit machen, aber leider fällt es Paul Watson schwer Greenpeace in Ruhe seine Arbeit machen zu lassen.“

    – Das Gegenteil ist der Fall. Das wissen Sie doch auch.
    Um mal kurz zu belegen, wie die Einstellung von GP in Wahrheit aussieht, zitiere ich eine Diskussion http://blog.migaloo.de/2010/08/18/die-bucht-the-cove-im-deutschen-free-tv/#comments zu dem Film „Wal-Kampf, Die Geschichte einer Umweltbewegung“ http://dokujunkies.org/dokus/natur/wal-kampf-die-geschichte-einer-umweltbewegung-dtv-xvid.html: „Unfassbar ist für mich allerdings die Äußerung dieser Stefanie Werner von Greenpeace, Paul Watson habe „sein Leben…verwirkt“. Das heißt, er sei vogelfrei und jeder Beliebige, der des Weges komme, dürfe ihn töten? Er habe schuldhaft sein Recht auf sein Leben verspielt? Was ist der Dame da unkontrolliert aus ihrem Unterbewußtsein hervorgequollen? Sie macht auch keineswegs den Eindruck, als fehle es ihr in einem Ausmaß an Kenntnis der deutschen Sprache, daß ihr nicht klar sei, was der Begriff „sein Leben verwirkt haben“ zu bedeuten hat (http://de.thefreedictionary.com/verwirken / http://de.wiktionary.org/wiki/vogelfrei / http://www.calsky.com/lexikon/de/txt/v/vo/vogelfrei.php).Vor dem Hintergrund historischer Rechtstradition (wer „sein Leben verwirkt“ hatte, galt als vogelfrei und durfte von jedermann straffrei getötet werden) und des allgemeinen Sprachgebrauchs ist auch bei bestem Willen keine andere Interpretation dieser Aussage möglich. Das ist doch einfach unerhört. Weitab von jeder politischen und anderen correctness, hätte eine solch unsägliche Entgleisung, wenn sie sich ein Amtsträger geleistet hätte, zu dessen sofortigem Rücktritt geführt – mit vollem Recht.“ Und: „Hätte sie also irgendeinen Posten von irgendwelcher Bedeutung, müßte man ihren Rücktritt fordern, bzw. Greenpeace diesen veranlassen, wenn sie einen Rest von Schamgefühl und Anstand hätten.“
    Was Watson GP vorhält, sind belegbare Fakten und nicht solche unsachlichen Entgleisungen wie oben.
    Und was die fragliche Zusammenarbeit GP/SSCS angeht: ich finde die Haltung von Greenpeace langsam nur noch peinlich. Es drängt sich doch die Frage auf, ob es Euch überhaupt um die Wale geht. Dieses Gekeife aus den hinteren Reihen in den vergangenen Jahren, diese dreisten Tatsachenverdrehungen, wie u.a. im o.g. Film, legen etwas ganz anderes nahe. Peinlich.
    Zu Ihrer Erinnerung: Kapitän Watson hat Greenpeace mitgegründet, ohne ihn hätten Sie ihren heutigen Posten also gar nicht.
    Watson bietet GP immer wieder die Zusammenarbeit – zum Nutzen der Wale! – an.
    Er beweist damit Anstand und Aufrichtigkeit.
    Greenpeace glänzt dagegen durch Abwesenheit und sammelt dafür Spenden.
    Und rühmt sich zur Unterstützung eigener Spendenakquise der Verdienste Sea Shepherds…
    Ich würde mich an Ihrer Stelle in Grund und Boden schämen.

    Zitat: „Einen dieser Kartons stellten die Greenpeacer sicher“

    – So kann man es auch nennen. Diese unsinnige Aktion führte zu weltweitem Kopfschütteln. Und der dringenden Frage, ob Greenpeace-Spendengelder wirklich noch bestimmungsgemäß eingesetzt werden.

    Zitat: „Derzeit sitzt das Land auf einem unverkäuflichen Walfleischberg von fast 6000 Tonnen. Die Walfangfirma “Kyodo Senpaku” hat aufgrund der fehlenden Einnahmen durch den Verkauf von Walfleisch massive Probleme die Fangsaison in der Antarktis zu finanzieren.“

    – Das ist seit vielen Jahren so! Deshalb werden sie auch subventioniert! Mit GP hat das mal rein gar nichts zu tun!

    Ich hoffe, Sie kommen zur Besinnung, besinnen sich wieder auf Anstand, Ehrlichkeit und Wahrheit und stellen alsbald das Interesse der Wale in den Vordergrund.

    for the oceans,
    icaneatcauliflower

  13. Lutra sagt:

    @icaneatcauliflower:

    Greedpeace… :-)

    Kann deine Wut gut verstehen, aber für Grabenkämpfe sollte man nicht so viel Zeit und Kraft verwenden, da der wahre “Feind” woanders sitzt!

    Aber: In Sachen Walschutz werden die Aktionen von GP immer lächerlicher: Erst SSCS als GP verkaufen, weil sie in der Antarktis selber nichts gebacken kriegen und jetzt Origami-Wale an Obama schicken. Langsam müssten sie doch selber raffen, wie kläglich ihre “Aktionen” sind…

  14. icaneatcauliflower sagt:

    @ Lutra: “Greedpeace… :-)”
    …oouuupps…

    “Kann deine Wut gut verstehen, aber für Grabenkämpfe sollte man nicht so viel Zeit und Kraft verwenden, da der wahre “Feind” woanders sitzt!”

    Da gebe ich Dir vollkommen recht. Ich selbst habe mir lange überlegt, ob ich nochmal in die Kerbe des “Grabenkampfes” zwischen GP und SSCS schlagen soll, weil meine Sorge auch war, ob ich damit nicht “der Sache”, den Walen, mehr schaden als nützen würde. Darum habe ich einige Menschen befragt, die ich für kompetenter als mich selbst halte und die haben mir alle zugeraten. Tatsache ist ja, dass viele, sehr viele Menschen eher unkritisch Unsummen an GP spenden, die dann in teuren Neubauten repräsentativer Geschäftsräume in Hamburg versacken und nicht bei den Walen in der Antarktis landen. Oder in Origamipapier, für das ja auch noch Wald abgeholzt wurde. Wenn jetzt ein paar Leute erkennen, was GP n i c h t tut und was SSCS t u t für’s gleiche Geld, ist das doch nicht schlecht. Mit dieser Idee haben wir anfangs unsere Kraft in diesen blog investiert und nun steht SSCS Deutschland. Find’ ich doch irgendwie gut. Und ich habe schon zweimal miterlebt, wie die SSCS-Schiffsmannschaften in den Anlegehäfen nicht mehr genug zu essen hatten. Sie ziehen dann mit dem Handkarren los auf den Markt und betteln um Essen. Oder verwenden Brote, die an dem Tag weggeworfen wurden. Wenn jetzt dem Einen oder Anderen auffällt, dass er vielleicht sein Spendengeld besser einsetzen kann als für Protzbauten oder das Basteln und Rumschicken von fröhlich bunten Papierwalen?

    “Aber: In Sachen Walschutz werden die Aktionen von GP immer lächerlicher: Erst SSCS als GP verkaufen…”
    Also, Lutra, SSCS-Schiffe als GP-Schiffe zu verkaufen, und vor allem d e n gefährlichen Einsatz der SSCS-Leute als GP-Leistung, um damit unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Spenden aufzutreiben, das finde ich nicht mehr komisch.
    Absolut nicht.

    “Langsam müssten sie doch selber raffen…”
    Genau das möchte ich gern erreichen. Dass Beate Steffens, Stefanie Werner und Thilo Maack “raffen”, dass man nicht so dreist lügen darf (und ein paar Leser auch?). Auf Kosten der verladenen Spender, der verladenen Wale und von SSCS…
    Ok?

    for the oceans,
    icaneatcauliflower

  15. icaneatcauliflower sagt:

    @Beate Steffens
    Hier noch ein kurzer Nachtrag zum Thema Wahrheit und Lüge:
    Wie Wikileaks aufdeckte http://de.seashepherd.org/news-and-media/news-110103-1.html
    „erklärte der japanische Vize-Generaldirektor der Japanischen Fischereibehörde, Mr. Yamashita, “die Belästigung durch die Sea Shepherd Conservation Society habe die japanische Walfangflotte in den letzten Jahren daran gehindert, ihre Quoten zu erzielen“.”
    „Laut der vertraulichen Nachricht der Botschaft Tokio bekräftigte Yamashita, dass “die japanische Regierung sich unter Druck gesetzt fühlen würde, falls die Attacken auch nach dem Übereinkommen zur Reduzierung der Quote auf der IWC anhalten würden.“
    und weiter
    „Der japanische Vize-Außenminister Shuji Yamada setzte die USA davon in Kenntnis, dass dies “die letzte Chance” sei, ein Abkommen mit der IWC zu schließen und wiederholte Japans Forderung, gegen die Organisation vorzugehen, “die auf dem Meer gefährliche Situationen herbeiführt”.
    …Tokio gab zur Antwort, es wäre “für Japan einfacher, mit den Verhandlungen auf der IWC voranzuschreiten, wenn die Vereinigten Staaten gegen die Sea Shepherds vorgingen”.“

    Jetzt möchte ich Sie doch gerne mal zu einer Runde Gehirnjogging auffordern – ein Suchspiel:
    finden Sie hier irgendwo das Wort Greenpeace? Können Sie eine Erwähnung der albernen Aktion mit der Schachtel gestohlenen Walfleischs entdecken oder der nicht weniger albernen Basteleien bunter Papier-Walfischchen, durch die sich die japanischen Walfänger auf hoher See beeinträchtigt fühlten?

    Und, zu allem Überfluss, hat nicht Greenpeace bei der letzten IWC-Tagung eine
    Wal f a n g quote im Wal s c h u t z gebiet befürwortet?

    Hmm….
    kein weiterer Kommentar…

  16. Lutra sagt:

    @icaneatcauliflower:

    Nochmal schön nachgesetzt! :-)

    Mich haben diese ganzen GP-”Aktionen” in Sachen Walschutz auch sehr nachdenklich gemacht. Auch wenn die Auseinandersetzung mit GP auf keinen Fall Hauptfokus sein sollte, ist es bezüglich Walschutz echt nötig was dagegenzuhalten, denn hier werden mittlerweile falsche Tatsachen vorgespiegelt, Spender vera….t und vor allem die Wale im Stich gelassen!

  17. Michael Mittelstädt sagt:

    @icaneatcauliflower

    “Und, zu allem Überfluss, hat nicht Greenpeace bei der letzten IWC-Tagung eine
    Wal f a n g quote im Wal s c h u t z gebiet befürwortet?”

    Bzgl. des Southern Ocean Whale Sanctuary tat GP das m.E. nicht, siehe Link:
    http://www.greenpeace.org/international/Global/international/publications/oceans/2010/FINAL%20IWC%20NGO%20STATEMENT.pdf

    Es gibt auch einen deutschen Verbändebrief am Ministerin Aigner, den GP mit unterzeichnet hat, hier als PDF:
    http://data6.blog.de/media/192/4645192_b98f993f1f_d.pdf

    Die Aktion mit der Kiste sichergestellten Walfleisches war vermutlich mal gedacht, um bei einer Gerichtsverhandlung wg. “Korruption” und Fehlverhalten der Waljäger eine öffentliche Plattform für die Darstellung von GP und des Thema Waljagd in Japan zu bekommen. Die Idee ist ja in einem Land, das nicht öffentlich bzw. in den Medien über das Thema Waljagd diskutieren will, durchaus ein sinnvoller Ansatz, dto. der Versuch, GP-Aktivisten als Opfer der japanischen Justiz darzustellen bzw. zu inszenieren. Indirekt kann man damit über längere Zeit vielleicht sogar etwas erreichen, aber das unterliegt schon sehr stark dem Prinzip Hoffnung. Hat allerdings nicht so richtig funktioniert. Letztlich kann m.E. GP als Organisation froh sein, dass die beiden Aktivisten, deren persönliche Leistung in Form der Inkaufnahme von Prozesstortur und Verurteilung ich anerkennenswert finde , mit einer für japanische Verhältnisse recht milden Strafe auf Bewährung davonkamen.

    Nervig wird es allerdings dadurch, dieses von GP als Organisation über zig Monate bis heute als große und erfolgreiche Tat in Sachen Walschutz in Japan dagestellt wird.

  18. Michael Mittelstädt sagt:

    Gerade im GP-Blog als Kommentar gebracht:
    http://blog.greenpeace.de/blog/2010/12/08/filmprasentation-jagdzeit-im-planetarium-hamburg/#comments

    “Sea Shepherd bittet um Unterstützung durch ein Greenpeace-Schiff

    Sea Shepherd bittet ausdrücklich um die Unterstützung von Greenpeace, um gemeinsam die illegalen Walfangaktivitäten der Japaner komplett zu beenden. Nur ein Greenpeace-Schiff würde hier im antarktischen Walschutzgebiet einen riesigen Unterschied ausmachen. Sea Shepherd würde Greenpeace die Koordinaten der Walfangflotte übermitteln und ein Greenpeace-Schiff könnte in nur zwei Wochen vor Ort sein.

    Die Möglichkeit den Walfang im antarktischen Walschutzgebiet dauerhaft zu beenden ist jetzt gegeben. Wir haben eine Chance, die japanische Walfangflotte mit leeren Händen und ohne blutige Harpunen nach Hause zu schicken.

    Greenpeace muss weder die Taktiken von Sea Shepherd unterstützen, noch mit Sea Shepherd-Schiffen oder deren Mannschaften kommunizieren, sondern lediglich die Positionsdaten der Walfänger entgegennehmen, während wir die japanische Flotte verfolgen. Es muss einfach nur ein Greenpeace-Schiff hier her kommen.

    Greenpeace muss sicher erkennen, dass der Schutz dieser prachtvollen Wale zuerst kommen muss – vor irgendwelchen Groll, den Greenpeace vielleicht gegenüber Sea Shepherd hegt. Dies ist eine Möglichkeit der Welt zu zeigen, dass die Zusammenarbeit zweier Organisationen positive Ergebnisse erbringen kann.

    Das Leben hunderter Wale kann durch die Unterstützung eines zusätzlichen Schiffes verschont werden, das die Walfänger von ihren Opfern ablenkt. Greenpeace verfügt über die Schiffe und die finanziellen Mittel, sie müssen nur mitmachen. Nicht wegen Sea Shepherd, sondern für die Wale und ihre Unterstützer, die das Ende des Walschlachtens in der Antarktis sehen wollen.”

    Quelle: http://de.seashepherd.org/news-and-media/news-110111-2.html

    Ich denke, dass weltweit viele Menschen wie ich als Antwort nur wenige Worte erwarten:
    “Schiff ist schon unterwegs!”

  19. icaneatcauliflower sagt:

    @ Michael Mittelstädt
    “Gerade im GP-Blog als Kommentar gebracht”

    Super !!

  20. Regina sagt:

    @ Michael
    Ich denke, das GP für die Öffentlichkeit nicht zugängigen Gründen,nicht mehr aktiv am “Kampf” zum Schutz der Wale teilnimmt,da es mit Sicherheit noch andere Gründe gibt,ausser Paul Watson.Manche haben ein Wissen, ausserhalb der von uns bekannten Möglichkeiten,das weitreichender ist,als es sich so manch einer vorstellen kann.Teilweise kann ich es nachvollziehen,auch wenn es mich traurig stimmt.Desweiteren habe ich Sylvester diesen Jahres,selber Erfahrungen machen müssen,wobei mein Arbeitsplatz zerstört wurde,was mir in tiefster Seele weh tut.Es gibt Situationen,wo man überlegt,wie weit man selber und mein “Gegenüber” gehen kann und will.Ich sage mir,jeden Schritt den ich vorwärts mache,ist ein Schritt in die richtige Richtung,mit der Hoffnung das er mich zum Ziel führt.Das muss aber jeder selber entscheiden,wo seine Ziele sind und wie weit er geht und ob die Richtung stimmt.
    LG
    Regina

  21. icaneatcauliflower sagt:

    @Greenpeace; Beate Steffens
    Hier ist noch ein ganz alter Hut, von da ab hätte es eigentlich jeder längst begriffen haben können, dem es vorher noch nicht klar war: „…whalers blame low catch on Sea Shepherd…“ http://www.abc.net.au/news/stories/2010/04/12/2870859.htm

    Nach wie vor weigert sich Greenpeace, ein Schiff ins Südpolarmeer zu entsenden, behauptet aber, weiterhin gegen den Walfang zu kämpfen und die dafür gesammelten Spendengelder zu diesem Zweck einzusetzen.

    Jetzt erscheint doch glatt schon wieder so ein unsäglicher Kommentar, diesmal auf facebook, Greenpeace Deutschland, Zitat: „Das Schicksal unserer Kollegen Junichi Sato und Toru Suzuki, die im Mai 2008 den größten Skandal in der japanischen Walfanggeschichte aufdeckten..“

    Der größte Skandal im Walfang ist der Walfang!
    Es ist logisch nicht möglich, im größten Skandal einen größten Skandal zu konstruieren…
    Was muss man daran „aufdecken“, dass Walfang ein Skandal ist? Und was ist die Leistung daran, „aufzudecken“, dass die Mafia, hier Yakuza, korrupt ist?

    Was tut GP? …Kindersingen…Ihr wollt, neben der blödsinnigen Aktion mit bunten Papier-Walfischchen, oder Walfleisch-Päckchen klauen, auch noch mit Kinderliedchen Wale retten?
    S.a. http://blog.greenpeace.de/blog/category/im-meer/riesen-der-meere/page/2/

    Seid Ihr eigentlich noch zu retten?
    Oder Eure bedauerlichen Spender, die ihr so übel verladet?
    Wale rettet man so jedenfalls nicht…

    Was möchtet Ihr als Nächstes gegen die Ausrottung der Wale unternehmen?

    In den Wald gehen und mit bunten Tüchern die Namen der aussterbenden Wale tanzen…?

    Und wieviel wird das Eure Spender wieder kosten?
    (Ihr könnt ja noch ein Walfischchen draufbatiken. Dann kann man auch gleich wieder mehr dafür nehmen…Und ganz bestimmt hauen dann die Walfänger sofort aus der Antarktis ab.)

    Oder Ihr geht nachts um 12 auf den Friedhof, ‘ne schwarze Katze in die Luft schmeißen. (Ist zwar genauso sinnvoll wie Eure anderen teuren Aktionen, aber nicht bunt und fröhlich und harmlos genug für Euch?
    So bunt, fröhlich und harmlos wie die Schlächterei an den letzten Walen. Schon mal was von „effective population“ gehört?)

    Ich habe da noch einen Alternativ-Vorschlag: Spende an Sea Shepherd CS. Die machen nämlich was. Und zwar viel mehr mit viel weniger Geld.

  22. icaneatcauliflower sagt:

    Nachtrag
    Da les‘ ich doch grade, jetzt spielen sie auch noch mit Walgummipuppen rum:

    http://www.greenpeace.de/themen/meere/nachrichten/artikel/protest_fuer_japanische_walschuetzer_auf_neuschwanstein/ansicht/bild/2/

    Nee, also, nee…

    What did the hurricane say to the coconut tree ?
    Hold on to your nuts, this is going to be a hell of a blowjob !

    What did the GPman say to the whale blow-up doll?
    ……

    Wo soll das bloß alles noch hinführen.