Japanische Walfänger senden falschen Notruf

Quelle: http://de.seashepherd.org/news-and-media/news-110205-1.html

Japanische Walfänger senden falschen Notrufvideo

The paint splattered bow represents the whalers bloody actions in the Southern Ocean. Photo: Gary StokesAm Freitag den 4. Februar gab das japanische Harpunenschiff Yushin Maru Nr. 3 einen Mayday-Notruf aus dem Rossmeer (71 Grad 58 Minuten Süd und 176 Grad 48 Minuten Ost) ab. Zur Zeit als der Notruf abgesetzt wurde, war das Sea Shepherd-Schiff Bob Barker acht Meilen von dem Walfänger entfernt. Das Sea Shepherd-Schiff Gojira und zwei Schlauchboote der Bob Barker fuhren neben der Yushin Maru Nr. 3 her.

Kapitän Locky MacLean auf der Gojira und Alex Cornelissen auf der Bob Barker funkten die Yushin Maru 3 sofort an und fragten nach dem Grund des Notrufs. Dieser Funkspruch wurde sowohl auf Englisch als auch Japanisch gesendet. Die Funksprüche wurden vom Kamerateam des Senders Animal Planet, das sich an Bord der Schiffe befindet, aufgezeichnet und von der australischen Behörde für Seefahrtssicherheit überwacht.

Das Japanische Walforschungsinstitut (ICR) gab eine Meldung heraus, derzufolge der Notruf abgesetzt wurde, weil die Yushin Maru Nr. 3 von Sea Shepherd angegriffen wurde. Während der Auseinandersetzung hielt die Yushin Maru Nr. 3 plötzlich an. Seitdem, ungefähr 48 Stunden später, hat sie sich nicht mehr in Bewegung gesetzt.

Die Bob Barker hat die Yushin Maru 3 erfolgreich abgeschüttelt und ist derzeit auf der Suche nach der Nisshin Maru.

In Übereinstimmung mit den Seefahrtsgesetzen und -bestimmungen blieb Locky MacLean, Kapitän der Gojira länger als 48 Stunden bei der Yushin Maru 3, um falls nötig, Hilfe anzubieten. Während dieser Zeit weigerten sich die japanischen Walfänger allerdings, jegliche Nachfragen zum Grund des Notsignals zu beantworten.

Kapitän Locky MacLean wurde schließlich von der australischen Behörde für Seefahrtssicherheit kontaktiert und darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich die Yushin Maru Nr. 3 nicht in einer Notsituation befindet und keine Hilfe benötigt. Nach dieser Bestätigung entschied sich Kapitän Locky MacLean das Gebiet zu verlassen, um weiter nach den Walfangschiffen zu suchen.

Die Yushin Maru Nr. 3 hat die Verfolgung der Bob Barker aufgegeben und beteiligt sich auch nicht an Walfangaktivitäten. Möglicherweise hat das Schiff mechanische Probleme.

Die Steve Irwin ist in Wellington, Neuseeland, am Abend des 5. Februar angekommen, um aufzutanken und Vorräte für alle drei Sea Shepherd-Schiffe im antarktischen Walschutzgebiet aufzunehmen.

Locky MacLean, Kapitän der Gojira antwortet am 4. Februar
auf einen Notruf der Yushin Maru Nr. 3.


(Länge: 38 Sekunden)

The Yushin Maru No. 3 getting dangerously close to the Gojira. Photo: Gary Stokes

Die Yushin Maru No. 3 kommt der Gojira gefährlich nahe. Foto: Gary Stokes
The Yushin Maru No. 3 seen deliberately turning into the Gojira. Photo: Gary Stokes

Die Yushin Maru No. 3 beim bewussten Zusteuern auf die Gojira. Foto: Gary Stokes

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