Cove Guardians werden Zeugen der Katastrophe in Otsuchi, Japan

Von Scott West
Our path out of Otsuchi

Unser Weg aus Otsuchi

Der Tag begann völlig normal und wir arbeiteten gerade daran, das größte Walmassaker auf diesem Planeten bloßzustellen und zu beenden. Die Nacht zuvor stießen drei neue Guardians zu uns: Marley, Carisa und Mike. Wir gingen zu sechst in die Stadt, um nachzusehen, ob die Harpunenboote bei den ungünstigen Windverhältnissen ausgelaufen waren. Zwei Boote waren weg. Wir trafen auch auf die Präfekturpolizei, die auf uns wartete.

Nachdem eines der Boote mit einer Ladung kleiner Fische zurückkam, begannen wir damit, den neuen Guardians die Gegend zu zeigen. Die Polizei folgte uns und die drei Fahrzeuge fuhren demonstrativ in und um den Hafen. Wir kamen im Bereich des Docks im Zentralhafen ans Licht. Seit wir hier sind, haben wir mehrere Erdbeben und Erschütterungen gespürt. Ich habe einige Jahre in der Gegend der San Francisco Bucht gewohnt, doch so etwas habe ich noch nie erlebt. Die Autos hüpften nur so durch die Gegend und es war schwierig zu stehen. Ich schlug vor, zu gehen und musste niemanden dazu überreden. Auf dem Landesteg gibt (gab) es einige Fischverarbeitungsfabriken. Die Arbeiter strömten heraus und liefen zu der Tsunami-Mauer. Die Polizei hatte an der einzigen für uns passierbaren Stelle einen Posten bezogen und gab hektisch Zeichen, um die Menschen durch die Tore der Tsunami-Mauer zu leiten.

Wir kamen durch. Diese Mauern und Tore sind gewaltig und wurden offenbar dazu gebaut, Bombardierungen standzuhalten. Sie ragen weit in den Himmel und säumen das gesamte Hafengebiet der Stadt. Wir wussten von einer kleinen Straße, die an der Küste entlang und stadtauswärts Richtung Süden führt. Von dort aus kann man die Gegend sehen, in der die Delfine verarbeitet werden. Wir fuhren dorthin. Als wir an der Innenseite der Mauer entlangfuhren, wurden die riesigen Tore gerade geschlossen und heruntergelassen. Viele Menschen gingen diese Aufgaben entschlossen an. Wir fuhren zu dem Aussichtspunkt und bald kamen ein Feuerwehrauto und ein halbes Dutzend Autos mit Einheimischen dazu.

Es dauerte nicht lange bis sich das Wasser vom Hafen zurückzog und ihn dann wieder füllte. Von den Feuerwehrleuten erfuhren wir, dass dieser Wechsel ein paar Mal stattfinden würde. Dann kam das Wasser schnell in den Hafen zurück und stieg und überflutete die gesamte Gegend innerhalb der Mauern. Das ging sehr schnell. Das Wasser floss wieder ab und dieses Mal soweit, dass man fast den Schlamm sehen konnte. Dann drückte sich das wieder hereinströmende Wasser an dem zurückfließenden vorbei und es entstand eine Mauer aus brausendem, schwarzem Wasser. Diesmal stieg das Wasser noch schneller und bis über die Mauer. Es stieg weiter an, erreichte die Berghänge und füllte die Täler und Felsspalten. Dies geschah mehrere Male und währenddessen waren Nachbeben zu spüren.

Otsuchi, Japan, March 12

Otsuchi, 12. März 2011 (zum Vergrößern anklicken)

Als es dunkel wurde, war es klar, dass wir diesen Berg nicht herunterfahren konnten, denn beide Enden der Straße waren mit Trümmern blockiert. Später fanden wir heraus, dass die Fahrbahn verschwunden war. Die Feuerwehrleute und Einheimischen wanderten über den Berg, um etwas über ihre Angehörigen zu erfahren. Handys waren zu diesem Zeitpunkt unbrauchbar. So blieben wir zu sechst mit einer jungen Frau, die aus einer anderen Stadt zu Besuch kam alleine auf der Straße zurück. Dann begann es zu schneien. Der Schnee war aufgrund der vielen Feuer in den Bergen und den brennenden Gebäuden mit Asche vermischt. Der Rauch war beißend.

Schließlich suchten wir Schutz in unseren Autos. Als es aufgehört hatte zu schneien, versuchten wir unsere Lage einzuschätzen. Im Hafen unterhalb stieg und sank der Wasserpegel immer noch im Wechsel. Häuser, Autos, Öltanks, Boote, Fischereigeräte, persönliche Besitztümer und Teile davon wirbelten in dem dämmrigen Licht im Wasser herum. Am Strand sahen wir mindestens eine Leiche. Sie blieb später in den Ästen eines Baumes hängen.

Plötzlich hörten wir in diesem Chaos die Hilferufe einer Frau. In der Dämmerung konnten wir ihre Umrisse auf einem Stück der im Wasser treibenden Trümmer ausmachen. Wir suchten nach einem Seil und versuchten vergeblich ein Boot zum Laufen zu bringen. Unsere japanische Begleiterin rief der Frau etwas zu. Mike raste wieder die Straße hoch, um das Feuerwehrauto zu holen. Er brachte es zu uns und jetzt konnten wir mit dem Funkgerät die Behörden von der Notlage der Frau in Kenntnis setzen. Doch es kam keine Hilfe.

Wir wagten uns weiterhin auf eine Meereswand hinaus, die ständig kam und ging. Es war ein gewagtes Unternehmen, aber wir dachten so könnten wir ihr näher kommen. Sie konnte ihre schwimmende Unterlage nicht steuern und wir hatten keine Möglichkeit ein Seil zu ihr zu bekommen. Es war schrecklich. Der Schnee kam mit aller Gewalt zurück. Ab und zu konnte man ihre Hilferufe hören, während die Trümmer von der schnellen Strömung hin und her geworfen wurden. Mittlerweile war es stockdunkel. Wir fanden die Schalter für die Suchscheinwerfer des Feuerwehrautos und versuchten die Frau damit ausfindig zu machen. Aus der Ferne näherten sich zwei Boote. Wir brauchten fast zwei Stunden bis sie auf uns aufmerksam wurden und wir sie zu der Stelle leiten konnten, an der wir die Frau vermuteten. Sie näherten sich ihr und drehten dann wieder ab. Wir waren schockiert und konnten es nicht fassen. Dann bewegte sich das schwimmende Trümmerfeld schnell zur Bucht hin. Wir konnten sie nicht mehr hören. Ein Boot fuhr jedoch in die gleiche Richtung wie das Trümmerfeld und wir können nur hoffen, dass die Frau gefunden wurde.

Die Temperatur bewegte sich um den Gefrierpunkt. Es war eine endlos lange, ruhelose Nacht, die wir sieben zusammengekauert in zwei Autos verbrachten. Glücklicherweise hatten wir volle Benzintanks und konnten von Zeit zu Zeit die Heizung laufenlassen. Wir hatten außerdem ein paar Kraftriegel und Wasser bei uns.

Die Dämmerung brachte weitere Nachbeben, der Himmel war mit Rauch bedeckt und die Feuerwehr kam zurück. Sie hatten auch in den Wäldern einige Flüchtlinge entdeckt. Wir packten unsere Sachen zusammen, schlossen die Autos ab und begannen loszumarschieren. Am Fuß des Hügels war es uns eher möglich, den Schaden einzuschätzen, den die Straße erlitten hatte. Wir wußten nicht, wo die Feuerwehrleute hinwollten, aber sie bedeuteten uns, ihnen zu folgen.

Our path out of Otsuchi

Unser Weg aus Otsuchi (zum Vergrößern anklicken)

Der Weg war durch Matsch, Wasser und Geröll unpassierbar, so dass die Feuerwehrleute entschieden, dass wir den Hügel hinaufsteigen würden. Es ist ein sehr steiler Hügel, fast senkrecht. Einiges von unserem Zubehör ging bei der Klettertour verloren. Schließlich stiegen wir zum Gipfel oberhalb eines kleinen Tals hinab, das sich zur See hin öffnete. Jedes Haus in diesem Dörfchen war zerstört worden. Wir fanden ein willkommenes Feuer und bekamen Suppe und Reis aus dem Topf angeboten, der über den aus Trümmern herausgezogenen Holzbalken kochte. Die Freigiebigkeit der Menschen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Mit Zerstörung und Tod um sie herum und einer ungewissen Zukunft vor sich teilten sie mit uns das bißchen Essen, das sie hatten. Als sie begannen, Stöcke und anderes Material aus den Trümmern zu bergen, wurde uns klar, dass sie ein Lager für eine lange Zeit aufschlugen. Wir wollten keine Last für sie sein und entschieden deshalb, zügig voranzukommen. Die Feuerwehrleute ermutigten uns zu bleiben, weil sie wußten, was uns bevorstand. Wir dankten ihnen, gaben ihnen die paar Handtücher und Decken, die wir noch hatten und zogen weiter.

Apokalyptische Filmsets sind nichts im Vergleich zu der Zerstörung, die wir vorfanden, als wir mühsam unseren Weg nahmen. Otsuchi war eine recht große Stadt. Das ist jetzt alles weg. Außer den Zerstörungen durch das Erdbeben, den Tsunami und Feuer, ist dort nichts geblieben. Es war ein körperlich beschwerlicher Weg mit Sackgassen und gefährlichen Überquerungen. Es war auch emotional ein schwerer Weg. Das Ausmaß des Elends ist unbeschreiblich. Wir kamen schließlich durch ein brennendes Areal hindurch und stiegen auf einen Fahrdamm hinauf. Um uns herum war weiter Verwüstung, aber wir befanden uns oberhalb der meisten Trümmerhaufen. Fast jeder, den wir sahen, stand unter Schock.

Ohne das volle Ausmaß der Zerstörung innerhalb Japans zu kennen, hofften wir darauf, Vertreter der amerikanischen und kanadischen Botschaften finden zu können, die uns erwarteten. Wir gingen auf einige Polizisten zu und begannen zu begreifen, dass wir völlig auf uns selbst gestellt waren. Wir hatten ein Hotel recht weit im Landesinneren gewählt gehabt, um uns besser vor den Behörden verbergen zu können. Unser Reiseziel wurde unser Hotel in Tono. Tono liegt rund 32 Meilen von Otsuchi entfernt, doch wegen der Berge dauerte die Fahrt rund 90 Minuten, als wir noch ein Auto hatten. Die Polizisten sagten, dass es keine Straßen mehr gäbe und dass wir nicht nach Tono gelangen könnten. Wir nahmen unsere Bündel auf und begannen zu laufen. In der Tat kamen wir auf dem Weg an weiteren Verwüstungen vorbei. Wir marschierten etliche Meilen, bis wir auf einen ganz erstaunlichen Mann trafen. In seiner verwüsteten Stadt nahm er die Aufgabe auf sich, für uns eine Transportmöglichkeit nach Tono zu finden. Es war nirgends eine Autovermietung zu finden, weil alle Autovermietungen in den größeren Küstenstädten angesiedelt waren, die alle zerstört wurden. Tatsächlich fand er zwei Fahrzeuge, die uns ein paar Meilen weiter ins Inland mitnehmen konnten. Das Paar in einem der Wagen hatte alles verloren und war doch noch bereit, dieser Gruppe Fremder herauszuhelfen. Wir wurden zu einer Raststätte gebracht und aufgefordert, dort zu bleiben. Der Mann ging, doch er kam wieder zurück mit einer Frau und ihrem Lieferwagen. Ihr Geschäft in Otsuchi war zerstört worden, doch mit großer Warmherzigkeit und Achtung fuhr sie uns hinauf und über den Berg nach Tono.

Ich vermag das Ausmaß der Freundlichkeit und Großzügigkeit, die uns an diesem Tag entgegengebracht wurden, nicht in Worte zu fassen. Es bestätigt meine Überzeugung, dass die Menschen in Japan warmherzig und freundlich sind. Die Taten der Delphinquäler in Taiji und der Schweinswalquäler von Iwate sind Abweichungen und absolut nicht die Regel. Es gibt so viel Hoffnung, dass wir das Ende der Schlächterei erleben werden, und dass Japan zur der Führungsrolle im Meeresschutz aufsteigen wird, die es innehaben sollte.

Was Taiji angeht, haben wir heute erfahren, dass der Tsunami auch dorthin gelangte. Die Fischerboote und die der Tierquäler fuhren auf’s offene Meer hinaus, um die Welle zu umgehen. An die Delphine, die in den Pferchen im Hafen gefangen waren, wurde kein Gedanke verschwendet. Sechs Mal zog sich das Wasser zurück und kehrte wieder, doch es überflutete nicht die Stadt. Sechs Mal wurden die gefangenen Dephine gegen die Felsen geschmettert und schrieen in Todesqual. Mindestens 24 dieser Dephine sind verendet. Jeder Farmer würde seinen Viehbestand freilassen, wenn ein Feuer droht. Die Seelen dieser Delphinquäler sind verfinstert.

For the Oceans,

Scott West

Tsunami in Otsuchi, Japan
am 11. März 2011


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Video von: Sea Shepherd (4 Minuten)


die Bilder unterhalb anklicken um sie in voller Größe zu sehen

Water receeding from the porpoise butcher house

Das Wasser zieht sich vom Schweinswal-Schlachthaus zurück

Water rushing out and into the harbor again

Das Wasser drängt aus dem Hafen und wieder hinein

March 12, Otsuchi, Japan

12. März, Otsuchi, Japan

March 12, Otsuchi, Japan

12. März, Otsuchi, Japan

Fires across the harbor. Photo: Mike XVX

Fires across the harbor. Photo: Mike XVXIm Hafen greift Feuer um sich. Foto: Mike XVS

Tarah and Carisa save a fish. Photo: Mike XVX

Tarah und Carisa retten einen Fisch. Foto: Mike XVS

Wave coming ashore. Note the scale with the houses floating in the water and notice the water line high up on the bank in the distance. Photo: Mike XVX

Welle schlägt an Land. Beachte den Maßstab mit den im Wasser treibenden Häusern und den Wasserstand hoch oben am Ufer im Hintergrund. Foto: Mike XVS

 

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2 Antworten auf Cove Guardians werden Zeugen der Katastrophe in Otsuchi, Japan

  1. Yoshimo sagt:

    Es ist ALLES zum Kotzen…

    Bereits seit Wochen dürfen dubiose “Experten” von Greenpiss …äh… Greenpeace im Fernsehen über das Atomunglück in Fuckushima (kein Schreibfehler) fabulieren und damit kostenlos Werbung für einen gewinnorientierten Konzern machen, dem es nur darum geht, möglichst viele Spenden zu sammeln, um mit diesen Geldern professionelle Spendensammler einzustellen, welche wiederum noch mehr Geld für Vorstandsgehälter, Prestigeprojekte und sinnlose PR-Aktionen ergaunern. Doch dass Atomkraft ein Restrisiko an sich hat muss uns kein Greenpeace-Experte sagen, das ist selbst Atomkraftbefürwortern durch den gesunden Hausverstand bekannt. Wieso bekommen diese Scheinheiligen aus Hamburg bloß so viel Sendezeit?

    Aber nicht nur Greenpeace gehts ausschließlich ums Geld, auch TEPCO, der Betreiber von Fukushima, ist von der Gier befallen. Die haben wider besseren Wissens nicht mal ihre Arbeiter über die wahre Strahlenbelastung im Akw Fukushima informiert! Und es bilde sich bloß niemand ein, dass RWE, Vattenfall, E.ON & Co. besser sind – die würden genauso handeln. RWE klagt ja schon gegen die Biblis-Abschaltung, anstatt ernsthaft die Sicherheit ihres Kraftwerks zu überprüfen.

    Und alle geilen sich am Leid der Japaner auf: Die Medien, die Parteien, die Bauunternehmer, die Finanzmärkte, die Verschwörungstheoretiker, die Umweltschützer, usw. Am schlimmsten sind die da:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,751611,00.html

    Walschützern, die sich öffentlich (bzw. anonym und feige im Netz) über das Japan-Erdbeben samt den Folgen freuen, gehört eine Verurteilung wegen Volksverhetzung aufgebrummt. Warum? Weil so ein Geschwätz menschenverachtend und kurzsichtig ist! Die Wale im Pazifik freuen sich bestimmt jetzt schon auf den kommenden Fallout über dem Meer und das radioaktive Wasser – die Tiere haben schließlich noch nicht genug Plastik und Schwermetall in ihren Körpern. Und das Plutonium passt vorzüglich zum Erdöl aus dem Golf von Mexiko. Außerdem hätten die Cove Guardians ohne die selbstlose Hilfe von Japanern nach dem Tsunami erstmal schauen können, wo sie bleiben – das steht sogar auf der Seite von Sea Shepherd. Jetzt fehlen nur noch die USA (ihr wisst ja: USA = Unser seeliger Adolf), die sich hinterher zu Oberklugen aufspielen und sagen, sie hätten Japan immer vor dem Bau von Atomkraftwerken auf erdbebengefährdeten Stellen gewarnt … und nebenher selbst munter Kernkraftwerke in Gefahrenzonen gebaut.

    Sorry, ich hab mich gerade etwas in Rage getippt. Aber es ist einfach so.

  2. Seiji Oujiru sagt:

    Der Artikel auf SpOn überrascht mich gar nicht. Gerade die Bürger der USA sind gut darin, von anderen Nationen “to get over it” zu fordern, aber selbst nachtragend wie kein anderes Volk zu sein. Aktuelles Beispiel: nach dem Endspiel der Frauen-WM am letzten Sonntag gab es auf Twitter mit “Pearl Harbor” und “Japs” sofort zwei so genannte “trending topics” inklusive wüster Beschimpfungen.

    Das Walfanggegner mehrheitlich nicht einfühlsam sondern streitsüchtige Besserwisser sind, welche das Leben von Tieren über das von Menschen stellen, ist ebenfalls keine Neuigkeit. Den Begriff “Ökoterrorismus” gibt es nicht umsonst.

    Über Hinweise auf Personen, welche sich in Folge der Erdbeben-Katastrophe in Japan über die Japaner lustig gemacht oder sie beleidigt haben, wäre ich sehr dankbar.

    seiji.oujiru@googlemail.com

    Ich werde dann nach §130 bzw. §185 StGB Anzeige erstatten, auch wenn die Aussichten auf Erfolg sehr gering sind. Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt.