Meeressäuger vor Schottland – Wal-Drama vorerst abgewendet

Quelle: n-tv.de
Archivbild zweier Grindwale in flachen Gewässern. Foto: Reuters

Archivbild zweier Grindwale in flachen Gewässern. Foto: Reuters

Das Wal-Drama vor Schottland entspannt sich: 60 bis 70 Grindwale, die vor der schottischen Insel South Uist zu stranden drohten, sind in der Nacht zum Samstag wieder in tiefere Gewässer des Loch Carnan geschwommen. Sie seien aber noch immer nicht zurück im offenen Meer. “Die Tiere sind jetzt im tieferen Wasser, aber die Gefahr bleibt”, sagte Dave Jarvis von der Tierschutzorganisation BDMLR. Freiwillige halten aufblasbare Pontons bereit, mit denen gestrandete Wale wieder ins Wasser zurückgebracht werden können.

“Sie scheinen viel ruhiger zu sein und weniger Lärm zu machen als gestern”, erklärte Jarvis. Dies sei ein gutes Zeichen. Tierschützer hatten bei einigen Walen aus der Gruppe erhebliche Kopfverletzungen festgestellt. Manche Beobachter vermuten, dass sie sich in den flachen, felsigen Küstengewässern verletzt haben. Andere glauben auch, dass schwer verletzte Wale aus der Gruppe zum Sterben an den Strand wollten und die anderen Tiere ihnen folgten.

Im vergangenen Oktober war an derselben Stelle schon einmal eine große Gemeinschaft von Grindwalen aufgetaucht, die zu stranden drohte. Damals hatten Tierschützer das verhindert. Weniger als eine Woche später waren 33 tote Wale an der Küste Irlands gefunden worden. Es soll sich um dieselbe Gruppe gehandelt haben. Tierschützer hatten Sonartechnik der britischen Marine für das Unglück verantwortlich gemacht. Es wird vermutet, dass die Schallwellen den Orientierungssinn der Säuger stören.

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2 Antworten auf Meeressäuger vor Schottland – Wal-Drama vorerst abgewendet

  1. Robert sagt:

    Wie ist es ausgegangen? Gut oder? Hab nichts gehört von großen Strandungen.

  2. ThomasBuiter sagt:

    Von den Walen hat man nichts mehr gesehen. Scheint also alles gutgegangen zu sein.