Operation Divine Wind

Rückkehr ins Südpolarmeer: Antarktis–Walschutzkampagne 2011-2012

Operation Divine WindDer erste Hinweis, dass die japanische Walfangflotte im Dezember diesen Jahres ins Südpolarmeer zurückkehren könne, kam mit der kürzlichen Ankündigung, das japanische Fischereiministerium habe die japanische Küstenwache angefragt, ein Patrouillenboot zu entsenden, um der japanischen Walfangflotte Begleitschutz für ihre Rückkehr in das antarktische Walschutzgebiet zu geben.

Obwohl es keinerlei praktischen oder ökonomischen Nutzen für die japanische Walfangflotte ergibt, wenn sie in die antarktischen Gewässer zurückkehrt, scheint der nationalistische Aspekt das vorrangige Motiv für den anhaltenden Starrsinn der japanischen Walfänger zu sein, ihr verantwortungsloses und ungesetzliches Vorgehen im Südpolarmeer weiter voranzutreiben. Aber Hartnäckigkeit muss mit Hartnäckigkeit entgegengetreten werden und der Entschiedenheit der japanischen Walfänger, grausam Wale abzuschlachten, muss mit noch größerer Entschiedenheit seitens der Sea Shepherd Conservation Society begegnet werden, deren gesetzloses Vorgehen zum Schutz der Wale zu behindern und zu unterbinden.

Die Japan Times ließ verlautbaren “Die Walfangflotte stellte in der vergangenen Saison ihren Betrieb im Südpolarmeer aufgrund der Aktionen der Sea Shepherd Conservation Society ein, welche die vier Schiffe der Flotte zur Heimkehr im Februar zwang, nachdem sie weit weniger Wale gefangen hatte als geplant.“

Japan wird sich bemühen, das Vorgehen Sea Shepherds durch die Niederlande, die Vereinigten Staaten, Neuseeland und Australien anlässlich des jährlichen Treffens der International Whaling Commission (IWC), das auf den britischen Kanalinseln stattfindet, ausschalten zu lassen. Das Sea Shepherd – Schiff Brigitte Bardot wird während des IWC – Treffens auf der Insel Jersey, in den Kanalinseln, anlegen.

“Wir sind unbesorgt hinsichtlich der Drohungen Japans “, sagte Captain Paul Watson. „Japan verfügt über keine gesetzliche Grundlage, uns auszuschalten und die japanische Küstenwache hat keine Gesetzesgrundlage, im Dezember ein Patrouillenschiff ins Südpolarmeer zu entsenden. Das ist alles bloß Gebluffe und Getöse des japanischen Fischereiministeriums mit seinen ständigen Versuchen, seine illegalen Aktivitäten im Südpolarmeer zu rechtfertigen. Japanisches Patrouillenschiff hin oder her, wenn die Walfänger ins Südpolarmeer zurückkehren, werden die Sea Shepherd–Schiffe zurückkehren, um ihnen entgegenzutreten.“

Sea Shepherd sucht ein viertes Schiff, um seine Expeditionsstreitmacht für die Operation Divine Wind aufzustocken. „Wir benötigen ein großes Schiff für jedes der Harpunenschiffe. Die japanische Taktik, sich an unsere beiden Schiffe dranzuhängen, um unsere Position nach vorne an die Fabrikschiffe zu übermitteln, funktioniert, allerdings auf Kosten des Opfers der Walfangaktivitäten jedes Harpunenschiffes“, sagte Captain Locky MacLean. „Dieses Jahr war ihr Extra – Harpunenboot in der Lage, Wale abzuschlachten, während die beiden anderen die Steve Irwin und die Bob Barker verfolgten. Wir müssen gegen das dritte Harpunenschiff antreten und dafür brauchen wir ein weiteres Schiff.“

Zusätzlich zu der Verletzung internationaler Umweltschutzgesetze durch den Walfang wird Japan gegen die International Maritime Organization (IMO) verstoßen, wenn sie mit dem Fabrikschiff Nisshin Maru südlich des 60sten Breitengrades zurückkehren. Seit August 2011 ist es allen mit Schwerbenzin betriebenen Schiffen untersagt, in die Antarctic Treaty Zone einzudringen. Hinzu kommt, dass es allen Militärschiffen untersagt ist, in den Gewässern der Antarctic Treaty Zone zu operieren. Falls die japanische Küstenwache die Walfangflotte eskortiert, wird sie das illegaler Weise tun.

“Ich habe entschieden, die nächste Kampagne Operation Divine Wind zu nennen“, sagte Captain Watson. „Der japanischen Öffentlichkeit ist die Bedeutung des Begriffs’kamikaze’ wohlbekannt. ’Kami’, der ’Wind’, und ’kaze’, übersetzt mit’göttlich’ oder ’Wind der Götter’. Das bedeutet, dass wir die ’göttlichen Winde“zum Schutz der Wale gegen die Grausamkeit und die kriminellen tödlichen Vorgehensweisen der japanischen Walfänger anrufen.“

Sea Shepherd wird niemals zurückweichen oder aufgeben angesichts von Drohungen oder Widerstand der japanischen Walfänger und der japanischen Regierung. Die Schutzorganisation hat sich der Beendigung des illegalen Walfangbetriebs im Walschutzgebiet Südpolarmeer verpflichtet und wird jede und alle aggressiven gewaltfreien Strategien und Taktiken einsetzen, um dieses Ziel zu erreichen.

“Wir werden dem Walfang im Südpolarmeer ein Ende setzen”, sagte Captain Watson, „gleich, wie langwierig die Anstrengungen, wie gefährlich die Risiken oder die Opfer, die wir bringen müssen. Wir haben geschworen, unser Leben und unsere Freiheit einzusetzen für das Ende dieses Gemetzels und wir werden dieses hehre Ziel erreichen oder bei dem Versuch dazu unser Leben geben.“

Das Sea Shepherd – Flaggschiff Steve Irwin und die Brigitte Bardot werden in diesem Sommer Grindwale im dänischen Schutzgebiet der Färöer Inseln verteidigen, bevor sie auf die südliche Halbkugel zurückkehren, um sich der Bob Barker anzuschließen und erneut gegen die illegalen Aktivitäten der japanischen Walfangflotte vorzugehen.

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