SOS – “Rettet die Steve Irwin!” – Update und nochmaliger Spendenaufruf

Von Carla Robinson, Entwicklungsleiterin

Steve Irwin (current)

Die Steve Irwin (heute)

Im Namen von Captain Paul Watson und Sea Shepherd möchte ich allen von Herzen Danke sagen, die für die Rettung unseres Schiffes gespendet haben! Es steht jedoch immer noch im Hafen von Lerwick, Schottland unter Arrest und wartet darauf, dass wir geschätzte 1.411.692,87 US-Dollar aufbringen, um das Schiff vor der Pfändung zu bewahren.

Wie kam es dazu? Wie manche von euch wissen, wurde die Steve Irwin am späten Nachmittag des 15. Juli auf den schottischen Shetland-Inseln vom britischen Gericht aufgrund einer Zivilklage durch das maltesische Unternehmen Fish & Fish Limited unter Arrest gestellt. Es verlangt Schadensersatz für die Blauflossenthunfische, die wir aus ihren Netzkäfigen im Juni 2010 befreit hatten. Diese Fische waren aus unserer Sicht illegal, nach Ende der Saison gefangen worden, ohne dass sich ein Inspektor an Bord befand oder irgendwelche Papiere vorhanden waren, die die Gesetzmäßigkeit ihres Fanges dokumentiert hätten.

Seit unserem ersten Aufruf vor nur sechs Tagen erreichten uns rekordverdächtige Spenden von Meeresliebhabern, und wir sind von eurer großzügigen Spendenbereitschaft tief berührt. Bis zum Sonntag, 24. Juli sind bei uns Spenden von zirka 442.279,37 US-Dollar eingegangen. Das ist wirklich fantastisch, aber wir sind immer noch weit von unserem Ziel entfernt. Wir hoffen, dass diejenigen unter euch, die noch nicht gespendet haben, jetzt eine Möglichkeit finden dies zu tun.

The Westra, purchased in 2006

Die Westra, gekauft 2006

Ich arbeite jetzt seit 16 Jahren für Sea Shepherd und ich werde bei diesem Bemühen zur Rettung unseres Schiffs automatisch sentimental. Ich hoffe du teilst unsere Liebe für dieses Schiff, das so viel für die Verteidigung der Meeresbewohner geleistet hat. Die ungefähr 53 Meter lange Steve Irwin ist für uns sehr wertvoll! Als wir das Schiff im Herbst 2006 in Schottland fanden, diente es unter dem Namen Westra als schottisches Fischereischutzschiff. Sea Shepherd erwarb dieses Schiff mit Hilfe unserer großzügigen Spender, taufte es um in Robert Hunter (Captain Watsons guter Freund und Greenpeace-Mitbegründer) und fuhr damit in die Antarktis, um die illegalen japanischen Walfänger zu überraschen! Mit 16 Knoten war die Robert Hunter in der Lage, die Walmörder besser zu verfolgen, als dies in der Vergangenheit möglich war.

Im Jahre 2007 benannten wir das Schiff zu Ehren des verstorbenen australischen Umweltschützers offiziell in Steve Irwin um. Kurz vor seinem frühzeitigen Tod äußerte Steve die Absicht, mit uns in die Antarktis zu kommen, um mit Captain Paul Watson und seiner mutigen Besatzung Wale zu verteidigen. Deshalb fanden wir es passend, ihm die Möglichkeit zu geben, uns durch seinen Namen auf dem schnellsten und effektivsten Walschutzschiff der Welt im Geiste zu begleiten.

In der kurzen Zeit seit dem Kauf vor fünf Jahren war das Schiff auf über 30 Seereisen und beförderte hunderte von entschlossenen Besatzungsmitgliedern zu entfernten Orten dieser Welt, wo es galt die Meeresbewohner zu verteidigen. In dieses Schiff wurden unzählige Mannstunden in Form von Wartungs-, Reparatur- und Verbesserungsarbeiten investiert. Über diese geleistete Arbeit hinaus gab es eine Unzahl von materiellen Spenden, die von fürsorglichen Unterstützern auf das Schiff gebracht wurden, darunter Ersatzteile, Werkzeuge, Vorräte sowie sämtliche Arten von Nahrung (Man darf nicht vergessen, dass diese Leckerbissen unsere Mannschaft am Leben halten und sie dadurch tun kann, was sie am besten tut!).

The Robert Hunter, on campaign in 2006

Die Robert Hunter während der Kampagne 2006

Weil Captain Watson am Steuer der Steve Irwin ist und unsere Kampagnen von ihr aus führt, nennen wir sie unser Flaggschiff. „Die Steve“ dient während unserer Kampagnen als Kommando- und Kontrollzentrum und ist auch unser Hubschrauberstützpunkt. Seit wir die Steve gekauft haben, wurde am Heck eine spezielle Schutzhalle errichtet, die die empfindlichen Rotorblätter des Hubschraubers schützen und die Präzisionsmaschine vor dem Rosten durch das salzige Meerwasser bewahren soll – und vor der japanischen Walfangflotte!

Und das führt mich zu unserer jetzigen Notlage zurück! Die Steve Irwin muss das schottische Lerwick verlassen, damit sich das Schiff zu den Färöer-Inseln begeben kann, um seine nächste Mission zu erfüllen. Die Steve soll dort so bald wie möglich mit dem Trimaran Brigitte Bardot (früher Gojira) zusammentreffen und gegen das grauenhafte Grindwalgemetzel einschreiten, das die Färöer „das Grind“ nennen. Wenn diese Mission im Nordatlantik erfüllt ist, wird dieses nautische Arbeitspferd in das antarktische Walschutzgebiet zurückkehren, um die wehrlosen Wale wieder vor den rücksichtslosen Harpunen der illegalen japanischen Walfänger zu schützen.

Was wir mehr denn je brauchen, sind unsere Unterstützer, nämlich DICH, um mit der bevorstehenden Kampagne weitermachen zu können. Wenn du etwas spenden kannst, dann solltest du wissen, dass jede Summe, die du aufbringen kannst, wirklich etwas verändern kann. Wenn du schon gespendet hast, sagen wir vielen Dank für deine Hilfe bei der Rettung unseres Schiffes. Wenn du im Moment nichts spenden kannst, dann überlege, ob du diesen Aufruf mit deinen Freunden, deiner Familie und deinem Einflussbereich über Facebook, Twitter und/oder Email teilen kannst. Egal wie deine Unterstützung aussieht – sie ist in jeglicher Form von großer Hilfe für uns und auch bei dir bedanken wir uns herzlich!

Befreit die Steve!

Vielen Dank für deine Unterstützung der weltweiten Verteidigung von Meeresbewohnern,

Carla Robinson
Entwicklungsleiterin
Sea Shepherd Conservation Society

button-facebook-logo-40Bitte teile dies mit möglichst vielen deiner Familienmitglieder und Freunde!

 

The Steve Irwin, 2011, Operation No Compromise. Photo: Barbara Veiga

Die Steve Irwin, 2011, Operation No Compromise. Foto: Barbara Veiga

button_donate_new

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Sea Shepherd News abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.