Sea Shepherds Flaggschiff Steve Irwin ist endlich frei

Photo: Steve Irwin

Photo: Steve Irwin

Dank der Großzügigkeit unserer Anhänger auf der ganzen Welt hat die Sea Shepherd Conservation Society weniger als zwei Wochen nach dem Start unserer Aktion „SOS! – Save Our Ship“ über $735.000 an Spenden eingenommen, um das Flaggschiff Steve Irwin zu retten.

Vielen Dank an alle, die uns halfen und es möglich machten, die Bürgschaft für die Freilassung der Steve Irwin aufzubringen! Zusammen werden wir auch weiterhin etwas bewirken.

Wie viele von euch mitbekommen haben, wurde die Steve Irwin am 15. Juli solange auf den schottischen Shetland Inseln festgesetzt, bis wir in der Lage waren eine Bürgschaft zu hinterlegen, die von uns auf $1,411,692.87 US-Dollar geschätzt wurde. Die Festsetzung war von britischen Gerichten aufgrund einer Zivilklage des maltesischen Fischereiunternehmens Fish & Fish Limited gegen uns angeordnet worden.

Zum Glück wurde die Bürgschaft heute hinterlegt und die Steve Irwin wird bald zu den Färöer Inseln aufbrechen um an der Operation Ferocious Islands teilzunehmen. Die Steve Irwin wird sich der Brigitte Bardot und ihrer Mannschaft anschließen, die bereits vor Ort sind um die Grindwale zu verteidigen.

Das britische Gericht hat die Bürgschaft heute auf 520.000 Britische Pfund ($846.290,- USD oder 595.556,- Euro) festgesetzt. Nachdem der genaue Betrag feststand, eilte Sea Shepherds UK Direktor Darren Collins zur Bank, um nur eine Minute später die Überweisung an das Gericht zu veranlassen und die Bürgschaft war hinterlegt!

Ein Verhandlungstermin vor Gericht in der Sache des maltesischen Blauflossenthunfisch-Unternehmens Fish & Fish Limited gegen Sea Shepherd ist noch nicht festgelegt worden. Sea Shepherd steht aber bereit, um gegen dieses Unternehmen zu kämpfen, das zum Verschwinden des gefährdeten Blauflossen-Thunfischs beiträgt. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir ihre Boote auf frischer Tat ertappt haben, als sie gesetzeswidrig Blauflossen-Thunfische in libyschen Gewässern gefangen haben. Wir haben Beweise und wir freuen uns auf den Tag, an dem wir diesen Meeresplünderern vor Gericht gegenüber stehen.

Fish & Fish ist bekannt dafür, das Rechtssystem zu benutzen um ihre Gegner zu drangsalieren. 2007 fing der Journalist Raphael Vassallo in der Zeitung Malta Today damit an, über lokale Thunfisch-Unternehmen zu schreiben. Er berichtete über mutmaßliche Mängel in Import-Export-Aufstellungen, Mastzuwächsen, die biologisch unmöglich zu sein schienen, und einen Fall rechtswidrig umgeflaggter Schiffe. Vassallo und seine Zeitung wurden später mit einer Zivilklage überzogen, die er als Massenverleumdung durch alle fünf Thun-Firmen auf der Insel (Ta’Mattew Fish Farms, Fish & Fish Tuna Ranch, Malta Fish Farms, AJD Tuna, and Mare Blu Tuna Ranch) bezeichnete. Die Unternehmen beschuldigten Vassallo, für finanzielle Verluste durch seine beleidigenden und verunglimpfenden Behauptungen verantwortlich zu sein.

Die Klagen gegen Vassallo wurden letztlich fallen gelassen, aber die Thunfisch-Unternehmen fahren darin fort, die Zeitung zu verklagen, weil die Gerichtsverfahren bewirken, dass die Zeitung nicht weiter über das Thema berichten kann.

Fish & Fish versucht auch Sea Shepherd einzuschüchtern und hofft, uns finanziell lahm zu legen, um uns dadurch daran zu hindern, die Thunfisch-Wilderei im Mittelmeer zu bekämpfen.

“Wir werden uns von ihrem Reichtum und ihrem Ruf, Gegner mit Gerichtsverfahren zum Schweigen zu bringen, nicht verunsichern oder schikanieren lassen. Der Blauflossenthunfisch steht an der Grenze zur Ausrottung“, sagte der Gründer und Präsident von Sea Shepherd, Captain Paul Watson. „Wir schulden es dieser Art, Wilderer auf See, in den Medien und vor Gerichten zu bekämpfen. Unser Einschreiten gegen ihr rechtswidriges Tun war gerechtfertigt. Und egal ob wir gewinnen oder verlieren, wir sind der Ansicht, dass der Blauflossenthunfisch (eine ehrfurchtgebietende und großartige Art, die kurz vor dem Aussterben steht) jedes Geld und jede Anstrengung wert ist, die wir aufbringen können, um ihn zu retten. Sea Shepherds Mission Operation Blue Rage wird fortgesetzt, um gegen Blauflossenthunfisch-Wilderer vorzugehen.“

“Es gibt kein Gericht, kein Unternehmen und keine Regierung auf dieser Welt, die uns davon überzeugen könnten, dass es falsch ist, die Ausrottung zu verhindern”, sagte Captain Watson. „Wir kämpfen gegen die Ökonomie der Ausrottung. Der Rückgang des Bestandes treibt den Preis nach oben und wenn die Fischpopulationen in den Meeren zurückgehen, steigt im Gegenzug der Preis für gefrorenen Fisch in den Lagerhallen, und so wird der teuerste Fisch der Welt noch teurer. Nach der Ausrottung sind die gefrorenen Körper unbezahlbar. Diese Gier ist der Gipfel der Verderbtheit und zeigt keinerlei Respekt vor der Natur oder Rücksicht auf kommende Generationen. Wir werden nicht untätig zuschauen und zulassen, dass der Blauflossenthunfisch dem Vergessen der biologischen Auslöschung zum Opfer fällt. Was auch immer es kostet und was auch immer die Risiken sind, wir werden den Blauflossenthunfisch verteidigen.“

Wir danken allen, die für die Rettung unseres Schiffes gespendet haben aus ganzem Herzen. Durch eure Hilfe konnten wir die Steve befreien und sie wird bald auf dem Weg zu den Färöer Inseln sein. Aber obwohl alle getan haben, was sie konnten, mussten wir tief in unser bereits strapaziertes Budget greifen um den Betrag für die Bürgschaft aufzubringen und die Steve zu befreien. Auf uns kommen weitere Kosten zu: für die laufende Operation Ferocious Islands, das Überführen unserer Schiffe aus der nördlichen Hemisphäre in die südliche für die Operation Divine Wind und schließlich auch die Kosten für die Antarktiskampagne. Wir sind alle Teil derselben Mannschaft obwohl wir verschiedene Aufgaben haben und an unterschiedlichen Orten sind. Wir alle spüren den Antrieb in uns, unschuldige Lebewesen und Ökosysteme zu verteidigen. Ich weiß, dass viele von euch alles gegeben haben, was ihnen möglich war, aber spendet bitte auch in Zukunft. Ohne eure Hilfe können wir unsere wichtige Arbeit nicht fortsetzen.

“Wir befinden uns in einem Krieg, um die Ozeane vor uns selbst zu retten,” sagte Captain Watson. „Und wenn wir verlieren, dann verliert die ganze Menschheit, denn ohne die Ozeane werden wir alle sterben. So einfach ist das.

Bitte unterstützt uns auch weiterhin und tragt dazu bei, dass unsere Schiffe auf See bleiben können, damit sie tun, was sie am besten können!

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Quelle: http://de.seashepherd.org/news-and-media/news-110802-1.html

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Eine Antwort auf Sea Shepherds Flaggschiff Steve Irwin ist endlich frei

  1. Freu sagt:

    Jeepy jäh , DANKE an alle !