Verhaftung von Paul Watson + Update

Aktuell läuft die Pressekonferenz in Frankfurt. Sobald es weitere Neuigkeiten gibt, werden sie hier veröffentlicht.

Paul wird wohl noch bis mindestenst Mittwoch in Haft bleiben, dann wird es eine weitere Anhörung geben.  Auslieferung noch unwahrscheinlich.

Petition für unseren Käptn: http://www.thepetitionsite.com

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Pressemitteilung in Sache Paul WATSON

Der kanadische und US – Staatsangehörige Paul WATSON, Gründer der Nichtregierungsorganisationen „Sea Shepherd“ wurde heute durch Beschluss des Amtsgerichts Frankfurt am Main auf der Grundlage eines Festnahmebegehrens Costa Rica´s festgehalten, und zunächst in das Untersuchungsgefängnis in Frankfurt am Main eingeliefert.

Die Festnahme erfolgte aufgrund eines am 25.10.2011 durch ein lokales Gericht in Costa Rica erlassenen Haftbefehls.

Grundlage dieses Haftbefehls ist ein Vorfall aus dem Jahr 2002 in internationalen Gewässern vor der Küste Costa Ricas bzw. Guatemalas. Paul WATSON wird durch die Behörden in Costa Rica beschuldigt, einen illegalen Eingriff in den Seeverkehr vorgenommen zu haben.

Paul WATSON bestreitet jedes strafrechtliche Tun.

Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die strafrechtliche Verfolgung in Costa Rica nach so langer Zeit politisch motiviert ist; jedenfalls wurde im Jahre 2002 das Verfahren gegen Paul WATSON nach zwei richterlichen Anhörungen und der Vorlage von Beweismitteln (insbesondere Videoaufnahmen des Vorfalls) nicht weiter betrieben.

Der Abteilungsleiter des Referats internationale Rechtshilfe bei der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main wird nunmehr zu entscheiden haben, ob gegen Paul WATSON bei dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main um den Erlass eines vorläufigen Haftbefehls nachgesucht wird.

Interpol Lyon hat nach eingehender Prüfung des Sachverhalts auf der Grundlage von Art. 3 der dortigen Statuten entschieden eine Empfehlung gegenüber den Vertragsstaaten von Interpol auszusprechen, Paul WATSON nicht festzunehmen; jedenfalls ist eine internationale Fahndungsausschreibung („Interpol Red Notice“) durch das Generalsekretariat von Interpol abgelehnt worden. Hintergrund war auch hier die Überzeugung, dass möglicherweise ausschließlich politische Motive hinter der strafrechtlichen Verfolgung von Paul WATSON stehen.

Paul wird von den Rechtsanwälten Oliver Wallasch Frankfurt am Main und Alexander S.K. Gruner Frankfurt am Main gemeinsam vertreten.

Die Beistände stehen in engem Kontakt mit der englischen NGO Fair Trials International.

Wir sind davon überzeugt, dass der Mandant in Costa Rica in keinem Fall ein faires Verfahren erhalten wird, so dass eine Auslieferung nach Costa Rica jedenfalls gegen fundamentale Menschenrechte des Mandanten verstoßen würde.

Oliver Wallasch Alexander S.K. Gruner
Rechtsanwalt

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2 Antworten auf Verhaftung von Paul Watson + Update

  1. Seiji Oujiru sagt:

    Kann Paul Watson im Gefängnis besucht werden? Ich würds machen! (Ist ernst gemeint.)

    Wie auch immer: Hoffentlich lassen sich die verantwortlichen Deutschen nicht von ihren Gefühlen leiten, sondern entscheiden sachlich. Und das bedeutet, dass Watson an Costa Rica ausgeliefert werden muss.

    Die Sea Shepherds meinen immer, nur weil sie gegen etwas vermeintlich illegales angehen, dabei selbst das Gesetz übertreten zu können. Selbstgerechte, dekadente Wohlstandskinder eben.

    An der Stelle wünsche ich dem Unternehmen “Fish & Fish” viel Erfolg im Gerichtsverfahren um die Schdensersatzforderungen gegen Sea Shepherd wegen der von den Ökoterroristen im Mittelmeer zerschnittenen Fangnetze.

  2. icaneatcauliflower sagt:

    Protestmails unter

    ministervz@hmdj.hessen.de

    an den Justizminister von Hessen, Jörg-Uwe Hahn.

    Ich habe heute vormittag die telefonische Zusage eingeholt, dass diese auch gelesen werden.
    Büro des Justizministers Tel.: 0611 – 32 27 10