Deutschland zieht in Betracht Walschützer nach Costa Rica auszuliefern was einem Todesurteil gleichkommen wird

Gestern (Mittwoch) hat der Generalstaatsanwalt des Oberlandesgerichts einen vorläufigen Haftbefehl zur Auslieferung Captain Paul Watsons aufgrund eines lokalen Haftbefehls und Auslieferungsgesuchs von Costa Rica beantragt. In einem höchst ungewöhnlichen Schritt erklärte der Staatsanwalt, dass das deutsche Justizministerium und das deutsche Außenministerium befugt seien, das Auslieferungsverfahren aus politischen Gründen aufzuhalten.

Wenn das Justiz- und/oder das Außenministerium beschließen, dass sie der Auslieferung von Paul Watson an Costa Rica nicht zustimmen, wäre der Fall erledigt und Captain Watson würde sofort freikommen. Deshalb unser Aufruf an alle Unterstützer: Bittet das deutsche Justizministerium um Hilfe.

Sea Shepherd-Vertreter konnten Captain Watson heute Morgen im Frankfurter Gefängnis besuchen und eine Stellungnahme von ihm aufzeichnen:

Durch unseren Einsatz für die Verteidigung von Walen, Delfinen, Robben, Haien und Fischen haben wir uns einige mächtige Feinde gemacht, vor allem die japanische Regierung. Es ist kein Zufall, dass der Auslieferungsantrag Costa Ricas im gleichen Monat (Oktober 2011) ausgestellt wurde, als das japanische Institut für Walforschung (ICR) eine Klage gegen Sea Shepherd in die Wege geleitet hat. Der Auslieferungsantrag bezieht sich auf eine Beschwerde costa-ricanischer Fischer, die ich in guatemaltekischen Gewässern beim Wildern erwischt hatte. Die Fischer wurden nicht verletzt und auch ihr Boot kam nicht zu Schaden. Der Vorfall wurde für den Film „Sharkwater“ komplett dokumentiert. Interpol hatte diesen Auslieferungsantrag ursprünglich abgelehnt und ihn als politisch motiviert erachtet. Daher muss die Frage gestellt werden, warum Deutschland Anschuldigungen von illegalen Wilderern berücksichtigt.“ – Captain Paul Watson

Captain Watson ist weltweit viel gereist seit die costa-ricanische Regierung diesen Haftbefehl im Oktober 2011 ausgestellt hat. Er war in Australien, Frankreich, Spanien, dem Vereinigten Königreich und anderen Ländern. Keines davon, außer Deutschland, hat versucht Captain Watson festzunehmen.

Sollte Captain Watson nach Costa Rica ausgeliefert werden, wird er mit Sicherheit keinen fairen Prozess bekommen und für seine Sicherheit gibt es keinerlei Garantien. Sea Shepherd tut alles in seiner Macht stehende, um Captain Watson das bestmögliche Verteidigerteam an die Seite zu stellen. Unter den illegal tätigen japanischen Walfängern und der costa-ricanischen Shark Finning-Mafia hat Captain Watson respekteinflößende Gegner, die seine Schutzbemühungen für die Meeresbewohner aufhalten wollen.

Mit deiner großzügigen Spende können wir Captain Watson helfen und es ihm ermöglichen, seine Mission zu erfüllen: Die Meeresbewohner schützen, solange es noch Hoffnung gibt.

Hier klicken, um an Captain Watsons rechtlichen Verteidigungsfonds zu spenden.

Quelle: Sea Shepherd Deutschland

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Eine Antwort auf Deutschland zieht in Betracht Walschützer nach Costa Rica auszuliefern was einem Todesurteil gleichkommen wird

  1. underground sagt:

    Wer mit wem,wer zahlt am meißten,das ist die Devise.Fähnchen nach dem Wind!Herzlos,kalt und abgebrüht.
    Aber,was steckt dahinter,das ausgerechnet jetzt,wo Paul Watson festgehalten wird,die Japaner nichts Besseres ( ausser bionische Katzenohren vorzustellen ), schnurstracks schon wieder losfahren, und weiter liebenswerte Geschöpfe abschlachten wollen?
    Liebe Japaner, ” Forschung ” sollte auch Grenzen haben,immer schön auf dem Teppich bleiben.
    LG