Anwalt von Paul Watson bestätigt: Der Aktivist hat Deutschland verlassen

Sea Shepherd hat erfahren, dass auch Japan die Auslieferung von Watson sucht

Nach dreitägiger Spekulation über seinen Aufenthaltsort hat der deutsche Rechtsbeistand von Captain Paul Watson bestätigt, dass der Meeresschützer Deutschland verlassen hat und sich an einem unbekannten Ort aufhält.

“Captain Watsons Anwalt berichtet, dass er Deutschland verlassen hat” sagte Susan Hartland, Verwaltungsdirektorin von Sea Shepherd. „Dank einer glaubwürdigen Quelle haben Grund zu der Annahme, dass die japanische Regierung die Auslieferung von Captain Watson nach Japan beantragt hätte wenn er erst einmal in Costa Rica wäre. Dort müsste er sich dann wegen der Behinderung des Walfangs im antarktischen Walschutzgebiet verantworten. Wir haben keine weitergehenden Informationen und stehen nicht im Kontakt mit ihm. Wir tun unser Bestes um mehr Einzelheiten zu liefern wenn wir mehr erfahren. Wir werden alle Informationen posten sobald wir sie erhalten und den Wahrheitsgehalt geprüft haben.“

Captain Watson wurde 70 Tage lang in Deutschland festgehalten, obwohl sich die Öffentlichkeit, Prominente, Politiker und andere Koryphäen in tausenden unterstützenden Briefen an das Justizministerium für seine Freilassung ausgesprochen haben. Er wurde am 13. Mai in Frankfurt auf dem Weg nach Cannes in Frankreich wegen einem 10 Jahre alten Haftbefehl aus Costa Rica festgenommen. Er wurde in Deutschland zur Auslieferung an Costa Rica wegen einem mutmaßlichen Eingriff in den Schiffsverkehr festgehalten, der im Jahr 2002 bei Dreharbeiten zu der preisgekrönten Dokumentation „Sharkwater“ vorgefallen ist. Dieser Vorfall fand auf offener See in guatemaltekischen Gewässern statt, als Sea Shepherd auf illegale Hai-Finner gestoßen ist, die von einem costa-ricanischen Schiff, der Varadero, aus operierten. Auf Befehl der Behörden aus Guatemala hat Sea Shepherd der Crew der Varadero die Anordnung gegeben, das Hai Finning einzustellen und zurück zu Hafen zu fahren um dort rechtlich belangt zu werden. Während die Varadero zurück in den Hafen eskortiert wurde hat sich das Blatt gewendet und ein guatemaltekisches Kanonenboot wurde ausgeschickt um die Sea Shepherd Crew abzufangen. Um dem Kanonenboot aus Guatemala zu entgehen hat Sea Shepherd daraufhin Segel nach Costa Rica gesetzt, wo die Crew dann sogar noch mehr illegale Hai Finning Aktivitäten in Form von tausenden getrockneten Haifischflossen auf den Dächern von Industriegebäuden aufgedeckt hat.

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Quelle: Sea Shepherd

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6 Antworten auf Anwalt von Paul Watson bestätigt: Der Aktivist hat Deutschland verlassen

  1. Seiji Oujiru sagt:

    Paul Watson hat mit seiner Flucht viel kriminelle Energie demonstriert.

    Ihm war klar, dass er schuldig ist und deshalb ausgeliefert wird. Folglich hat er die Flucht ergriffen. Ein besseres Schuldeingeständnis gibt es gar nicht.

    Ob nach Paul Watsons Auslieferung durch Deutschland an Costa Rica seitens Japans dessen Auslieferung bei dem lateinamerikanischen Land beantragt würde, weiß ich nicht. Ich kann es mir aber gut vorstellen, denn Gründe gibt es schließlich genug. Es kann aber auch eine Ausrede Sea Shepherds sein. Oder eine Kombination aus beidem: Japan will die Auslieferung beantragen und Sea Shepherd weiß davon nichts, vermutet es aber.

    Wie auch immer: Paul Watson hat entweder Angst vor der Justiz in Costa Rica, oder Angst vor der Justiz in Japan. Deshalb läuft er weg. So schnell kann es gehen: Von Kulturimperialisten, der über Walfänger im Rückzug spottet, zum Flüchtling, der die Hosen voll hat.

    “Ich sah einen Mann, so erfüllt von Weiberangst, dass er durch rauen Seegang eine Meile weit schwamm, um vor mir zu fliehen.” /Joan Lowell

    Hoffentlich haben die Deutschen auch wirklich seinen Reisepass beschlagnahmt. Er kann zwar auch ohne einen Reisepass in ein Drittland innerhalb des Schengen-Raumes reisen (z.B. nach Frankreich zu Brigitte Bardot), doch ohne Reisepass wird die Weiterreise in ein Land außerhalb des Schengen-Raumes schwierig. Wobei ich es bei einem derart verschlagenen sowie verzweifelten Mann für gut möglich halte, dass er auch diese Hürde irgendwie umgeht. Er ist eben ein Öko-Terrorist! Und Terroristen interessieren sich nicht für Regeln, Gesetze oder geordneten Reiseverkehr.

    Europäischer Haftbefehl (EuHB) für Paul Watson! Jetzt!

    Die 250.000 Euro Kaution sind auf jeden Fall futsch, selbst wenn er wieder eingefangen wird. Die Spender werden hocherfreut sein…

    Im Übrigen ist die Aussage Sea Shepherds, wonach eine Auslieferung nach Costa Rica einem Todesurteil gleichkäme, eine dreiste Lüge. Die Todesstrafe ist in Costa Rica schon lange abgeschafft (viel länger als in Deutschland). Er hat einfach Angst, in Costa Rica oder in Japan mal für seine Taten geradestehen zu müssen.

  2. ThomasBuiter sagt:

    Naja es war ein Spender, der das Geld gab, der wirds verschmerzen können. Die Bedrohung bestand auch eher da drin, dass ein Kopfgeld ausgesetzt war… das hat mit staatlicher Todesstrafe nix zu tun. Rest von Deinem Erguss passt auch dazu…. aber schön, dass Du immer noch hier liesst :)

  3. Joachim Gelsner sagt:

    Na, ja, ein Spender, oder was auch immer. Ab sofort spende ich an theblackfish.org. Die sind jung, unverbraucht und bauen nicht alles um eine Person auf. Außerdem plappern sie nicht wie ein Papagei immer dasselbe. Ich denke, mit der Flucht hat Paul Watson keinem einen Gefallen getan, nicht mal sich selber, da doch die Fahndung nun noch intensiviert wird.

  4. ThomasBuiter sagt:

    Wie sich jetzt bestätigte hatte er nicht wirklich eine Wahl. Er wäre für Jahre festgesetzt worden. Und das ohne triftigen Grund.

  5. Ina sagt:

    Schade Joachim,damit unterstützt du den kleinen Bruder von Greenpeace
    http://www.facebook.com/theblackfishde?filter=2

  6. Ina sagt:

    theblackfish hat wohl nichts mit GP zu tun,etwas verwirrende Überschrift,habe ich leider erst später entdeckt.Ich hoffe immer noch für Paul,das Deutschland erkennt,wie wichtig es ist,das die Wale geschützt werden müssen,genauso wie wichtig es ist,unsere Meere zu erhalten.Und das es aufhört,Menschen die sich für eine gute Sache einsetzen,verfolgt und selber gejagd werden.
    LG Ina