Captain Paul Watsons Anwalt bestätigt Annahme Sea Shepherds: Japan will Auslieferung Watsons

Die japanische Regierung schreckt wieder einmal vor nichts zurück in ihrem Verlangen, Captain Paul Watsons Anstrengungen zur Beendigung ihres illegalen Walfangbetriebes im Keim zu ersticken. Nachdem Watson Deutschland nach 70 Tagen Auslieferungshaft für Costa Rica verlassen hat, bestätigte sein deutscher Rechtsbeistand, dass die japanische Botschaft dem deutschen Auswärtigen Amt ein Auslieferungsgesuch für Watson nach Japan vorgelegt habe.

Deutschland hatte Watsons Auslieferungsverfahren nach Costa Rica fortgesetzt. Sea Shepherd war in Sorge, Watsons Leben sei in Gefahr oder er werde nach Japan ausgeliefert. Heute wurde Sea Shepherds Verdacht von seinem Anwalt bestätigt.

“Ich erhielt heute die Bestätigung des Generalstaatsanwalts, dass Japan am 19. Juli ein Auslieferungsgesuch gegen Paul Watson eingereicht habe“, sagte Oliver Wallasch, deutscher Hauptanwalt Captain Paul Watsons.

“Deutschland hat die Auslieferung Captain Watsons nach Costa Rica weiter betrieben und, nachdem es einmal soweit gekommen ist, wäre er ohne Zweifel in japanische Haft ausgeliefert worden“, sagte Susan Hartland, Verwaltungsdirektorin von Sea Shepherd. „Bei einer Auslieferung nach Japan hätte er kein faires Gerichtsverfahren erhalten und das Gefängnis nie mehr von außen zu sehen bekommen“, fügte sie hinzu.

Selbst trotz der Gerüchte, dass die Haifischflossenfischer in Costa Rica ein Kopfgeld von mindestens 25.000 Dollar auf ihn ausgesetzt haben, war Watson dazu bereit, freiwillig (nicht über Auslieferung) nach Costa Rica zu gehen und zu der Anklage Stellung zu nehmen, er habe damals, 2002, mittels Einsatzes einer Wasserkanone den Schiffsverkehr behindert. Jedoch erfuhr er dann, dass seine Verhaftung die Aufmerksamkeit Japans auf sich gezogen hatte und sie das deutsche Justizministerium kontaktiert hatten, um mit diesem ein Abkommen auszuhandeln. Dieser Handel mit Deutschland beinhaltet, dass Deutschland keine Einwände gegen ein japanisches Auslieferungsgesuch an Costa Rica erheben würde, das Watson an Japan aushändigt. Sea Shepherd weiß, dass Interpol den costa-ricanischen Haftbefehl fallen gelassen hat. Doch Deutschland verhaftete Captain Watson am 13. Mai trotz dieses politisch motivierten Haftbefehls und entschied, dem Verlangen Costa Ricas auf bilateraler Basis nachzukommen – im Interesse sowohl Costa Ricas als auch Japans.

“Japans Versuche, irgendwelche Hinterzimmer-Deals mit Deutschland und Costa Rica auszuhandeln, damit einhergehend, dass sie in den USA Gerichtsprozesse gegen Sea Shepherd vorbringen, sind verzweifelte Versuche, Captain Watson aufzuhalten . Diese werden niemals Sea Shepherds fortgesetzten Einsatz zum Schutz unserer Ozeane verhindern“ sagte Hartland. „ Wir gehen unter der Weltcharta der Natur der Vereinten Nationen vor, zur Aufrechterhaltung internationaler Umweltschutzgesetze und wir schreiten unmittelbar gegen illegales Vorgehen auf hoher See ein. Japan hat den falschen Eindruck, dass es mit der Gefangennahme Captain Watsons unsere Kampagnen zum Schutz wildlebender Meerestiere in unseren Ozeanen lahmlegen könne. Es ist an der Zeit, dass Japan sich klarmacht: es gibt nichts, das sie tun könnten, um uns vom Schutz der Wale und anderer Meeresbewohner abzuhalten, für die kommenden Generationen überall auf der Welt“, setzte sie hinzu.

Captain Watson ist 70 Tage in Deutschland festgehalten worden, trotz Tausender unterstützender Schreiben an das deutsche Justizministerium von der Öffentlichkeit, Prominenten, Politikern und anderen Koryphäen, die Gründe für seine Entlassung aus diesem politisch motivierten Haftbefehl vorbrachten. Er war am 13. Mai in Frankfurt auf dem Weg nach Cannes, Frankreich auf der Grundlage eines 10 Jahre alten Haftbefehls aus Costa Rica festgenommen worden. Er wurde in Deutschland zur Auslieferung nach Costa Rica festgehalten, wegen einer angeblichen „Behinderung des Schiffsverkehrs“, zu der es 2002 während der Dreharbeiten zu dem preisgekrönten Film „Sharkwater“ gekommen war. Konkret ereignete sich der Zwischenfall auf hoher See, in guatemaltekischen Gewässern, als Sea Shepherd gegen illegale Sharkfinning -Tätigkeiten eines costa-ricanischen Schiffes, der Varadero , einschritt. Im Auftrag guatemaltekischer Behörden wies die Sea Shepherd-Crew die Crew der Varadero an, ihren Sharkfinning-Betrieb einzustellen und zum Zweck der Strafverfolgung in den Hafen zurückzukehren. Während sie die Varadero zurück in den Hafen eskortierte, wendete sich das Blatt und es wurde ein guatemaltekisches Kanonenboot entsandt, um die Sea Shepherd-Crew abzufangen. Um dem guatemaltikischen Kanonenboot zu entgehen, wandte sich Sea Shepherd dann nach Costa Rica, wo die Crew gleich noch weitere illegale Sharkfinning-Vorgänge in Form von Tausenden getrockneter Haifischflossen auf den Dächern von Industriegebäuden aufdeckte.

Quelle: Sea Shepherd

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