Sea Shepherd Capt. verspricht trotz Verlusts seines Bruders auf seine Schiffe zurückzukehren

Friday Harbor – Nachdem er seinen geliebten Bruder an den Krebs verloren hat, gelobt der Sea Shepherd-Gründer, Capt. Paul Watson, auf seine Schiffe zurückzukehren, um im Dezember die ‘Operation Zero Tolerance‘ aufzunehmen. Der Aufenthaltsort Watsons, der Ende Juli aus Deutschland geflohen war, ist bisher immer noch unbekannt. Doch der Sea Shepherd-Kapitän hält nicht schweigsam still und sagt, er plane, mit einer Rückkehr in die Antarktis voranzuschreiten.

In einem Exklusivkommentar gegenüber der britischen Zeitschrift Guardian sagte der Umweltschützer lediglich, er befinde sich in einem „sicheren Hafen“, aber plane „auf seine Schiffe zurückzukehren“.

Der Gründer von Sea Shepherd erklärte, er habe „keine Wahl, als den Dienst an seinen Klienten, den Walen, fortzusetzen“, wie er sagte, und „das kann ich weit besser am Steuer der Steve Irwin mit dem Kommando über die Sea Shepherd-Flotte…als ich es bei meiner Verteidigung gegen falsche Anschuldigungen durch Japan kann.“

Wenn ich auf meine Schiffe zurückkehren kann, dann werde ich das tun”, fügte Watson hinzu, und “wenn nicht, werden meine Kapitäne und ihre Mannschaften ohne mich zurückkehren, um ein weiteres Mal die Wale im antarktischen Walschutzgebiet zu verteidigen.“ Rechtsexperten zufolge könnte Watson sich der Verhaftung unbefristet entziehen, solange er sich in internationalen Gewässern aufhalte.

Watson war im vergangenen Mai am Flughafen Frankfurt aufgrund eines zehn Jahre alten Haftbefehls aus Costa Rica verhaftet worden, für einen Zwischenfall im Jahre 2002 bei den Kokosinseln, in den Haifischflossenwilderer verwickelt waren. Während Deutschland das Auslieferungsgesuch Costa Ricas debattierte, floh Watson aus dem Land, nachdem er in Erfahrung gebracht hatte, dass auch die japanische Regierung mit Deutschland verhandelt hatte, um ihren eigenen Auslieferungsbefehl einzureichen. Die Langzeit-Rache der japanischen Walfangflotte, angeblich auf der Grundlage fingierter Beweise, die von dem früheren Sea Shepherd-Crewmitglied Peter Bethune angeboten worden sind.

Es ist absolut sicher, dass ich, wenn ich erst einmal in japanische Gefangenschaft gerate, niemals wieder freigelassen werde”, erklärte Watson als Begründung, Deutschland verlassen zu haben. Gerade letztes Jahr war Erwin Vermeulen, ein Sea Shepherd Cove Guardian in Taiji, Japan wegen der Anschuldigung verhaftet worden, jemanden angeschubst zu haben. Vermeulen wurde zwei Monate in Gefangenschaft gehalten, bevor er freigelassen und von allen Anklagen freigesprochen wurde. Doch selbst nach diesem Richterspruch wollte die japanische Staatsanwaltschaft ihn nur widerwillig gehen lassen.

Die Sea Shepherd Conservation Society hat bereits ein Team vor Ort in Taiji, um die Delfin-Treibjagdsaison zu dokumentieren, die gestern offiziell begann und ist in diversen anderen Kampagnen engagiert, wie Namibia Desert Seal und Operation Requiem zum Schutz von Haien. Die diesjährige Kampagne gegen den Walfang, ‘Operation Zero Tolerance‘, startet im Dezember. Am 30. August kündigte Watson auf Facebook an:

In den vergangenen zwei Jahren haben wir die japanischen Fangquoten auf unter 30% gekappt. In diesem Jahr ist unsere Mission, diese auf null Prozent zu reduzieren. Ich möchte mich bei all unseren Unterstützern für die unglaubliche Hilfe bedanken, die ich selbst und Sea Shepherd während meiner Zeit in Deutschland zuteil wurde und während der vergangenen Monate, in denen ich mich auf die Rückkehr zu meinen Feldkampagnen* vorbereitet habe. Wir hatten vier Schiffe vorzubereiten.

Das vierte Schiff, die Sam Simon, wird sich dieses Jahr der Bob Barker, Steve Irwin und Brigitte Bardot in der Antarktis anschließen. Bei der Ankündigung des zusätzlichen Schiffes, das von dem Miterschaffer von Die Simpsons, Sam Simon, gestiftet wurde, sagte Watson am 21. Juni „ich wünschte, ich könnte näher auf das Schiff eingehen, aber bis es bereitgestellt, ausgestattet und für die Whale Wars fertig ist, muss diese Information geheim bleiben.“

Was man über das neue Schiff weiß, ist, dass es aus dem Besitz der deutschen Regierung stammt, “akribisch gepflegt und in gutem Betriebszustand erhalten“, sagte Watson. „Es wird kein Problem darstellen, das neue Schiff rechtzeitig auf den Weg nach Australien und weiter in die Antarktis zu bringen,“ fügte er hinzu. Wie der Captain glaubt, wird dieses Schiff „den Whale Warriors die Kombination aus Geschwindigkeit, Reichweite, Belastbarkeit und Möglichkeiten zur Nachrichtenübermittlung bieten, um das Ziel zu erreichen, dass kein einziger Wal geschlachtet wird“.

Mit “vier Schiffen, vier Kapitänen und über 120 Crewmitgliedern aus aller Welt” ist Watson zuversichtlich, dass die Sea Shepherd Conservation Society (SSCS) eine „Macht sein wird, mit der gerechnet werden muss.“

Wenn es dem Umweltschützer tatsächlich gelingt, dieses Jahr das Kommando auf der Steve Irwin zu führen, werden die Wale nicht seine einzige Mission sein. Gerade vor wenigen Tagen, am 29. August, verlor Watson seinen Bruder Stephen Watson. Stephen verstarb in einem Hospital in New Brunswick, nachdem er in den vergangenen Monaten gegen einen Krebs im IV. Stadium angekämpft hatte.

In einer Hommage namens “My Brother Stephen“, eingestellt bei Sea Shepherd.org, sagte der Gründer von SSCS:

Als ich Deutschland verließ, fragte er mich nur eins und das war, wenn er vor Beginn der nächsten Kampagne in das Südpolarmeer sterben würde, ob ich seine Asche in die Antarktis bringen würde. Ich habe vor, das zu tun.

Am 11. August watschte die Verwaltungsdirektorin Japans “kläglichen Versuch” ab, sie von ihrer Mission abhalten zu wollen. „Nichts, das Japan tut, wird uns davon abhalten, in dieser Saison mit vier Schiffen und vier Crews aus hingebungsvollen und leidenschaftlichen Freiwilligen in die Antarktis zurückzukehren, um die japanische Walfangflotte lahmzulegen“, fügte sie hinzu.

In einer Publikation vom 28. August pflichtet Watson dem bei. „Egal, welche Hindernisse oder wie unmöglich die Mission, wir werden nicht aufgeben“, sagte er.

*Wissenschaftlicher Ausdruck, der den Einsatz “im Feld” der theoretischen Schreibtischtätigkeit in weiter Entfernung vom Ort des Geschehens gegenüberstellt;

Anm. d. Ü.

Quelle: http://www.digitaljournal.com/article/331960

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Eine Antwort auf Sea Shepherd Capt. verspricht trotz Verlusts seines Bruders auf seine Schiffe zurückzukehren

  1. Regina sagt:

    Meine herzliche Anteilnahme an Paul,
    es gibt Dinge die kann man nicht verstehen,es gibt Taten die Andere nicht verstehen.
    Ich frage mich,wann wird es Frieden,mit Menschen,Tieren und Umwelt und Anderen Lebewesen geben,die uns einander und miteinander zu leben verstehen.
    Lieben Gruß
    Regina