Und es wird weitergehn

Facebook-Kommentar von Captain Paul Watson

534936_10150932453375932_1922459450_nObwohl ich nicht in der Lage bin, persönlich auf Facebook posten zu können, wird meine Seite in meinem Auftrag aktualisiert, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem ich wieder in der Lage sein werde, das selbst zu tun.

Unsere drei Schiffe, die Steve Irwin, die Bob Barker und die Sam Simon, legten ohne Zwischenfall in Williamstown an und wurden herzlich von Freunden, Familie und Unterstützern willkommen geheißen. Die australische Bundespolizei kam nicht an Bord der Schiffe, wie sie es in der Vergangenheit getan hatte und Zoll und Einwanderungsformalitäten gingen reibungslos und schnell vonstatten. Nach fünf Monaten auf See für die Steve Irwin und drei Monaten auf See für die Bob Barker und die Sam Simon waren die Crews wirklich froh, wieder an Land zu gehen und erst recht glücklich, nach einer so erfolgreichen Saison des Einschreitens gegen die illegalen Walfangoperationen der japanischen Walfangflotte zurückzukehren.

Also gehen wir nun von der Blockade der Waljäger auf hoher See dazu über, sie vor Gericht zu bekämpfen. Ich glaube, dass die Gerechtigkeit siegen wird und dass den falschen Anschuldigungen gegen Sea Shepherd und mich selbst mit den Gegenbeweisen begegnet werden kann.

Doch sei es wie es will, es bleibt die Tatsache, dass das antarktische Walschutzgebiet sowohl faktisch als auch vor dem Gesetz ein Schutzgebiet ist, und in einem Walschutzgebiet Wale vor der Abschlachtung zu retten, ist genau das richtige Handeln. Und wir haben uns alle dem verschrieben, genau das zu tun.

Die internationale Crew der Sea Shepherd-Freiwilligen auf allen vier Schiffen hat dieses Jahr einen unglaublichen Job gemacht. Ich hoffe, dass viele von ihnen zurückkehren werden, wenn wir wieder losziehen müssen. Einige werden das und einige nicht. Es bedeutet einen großen Einsatz, sich so viel Zeit zu nehmen, solche Risiken in so kaltem und unvorhersehbarem Wetter in einer so abgeschiedenen und feindlichen Umgebung auf sich zu nehmen und das auch noch ohne Bezahlung. Viele von der Crew brachten persönliche Opfer, um bei der Kampagne mitzumachen. Einige können es sich nicht leisten, wiederzukommen, aber ich bin trotzdem sicher, dass es viele leidenschaftliche Menschen gibt, die auf die Gelegenheit warten, sich für die nächste Kampagne anzumelden.

In der Zwischenzeit müssen wir die Schiffe reparieren. Wir sind insofern im Nachteil, als Sea Shepherd U.S.A. keine Spenden für die Reparatur der Schiffe bereitstellen kann. Daher sind wir auf der Suche nach Schweißern, Ingenieuren, Elektrikern, Schreinern und Spenglern, gleichzeitig nach Geld- und Materialspenden in Australien.

Was mich angeht, ich bleibe auf See, außerhalb der Reichweite von Japans wütenden, langen und mächtigen Fangarmen. Die Situation ist, wie sie halt ist und die bloße Tatsache, dass Japan mich so verzweifelt ausschalten will, gibt mir die Gewissheit, dass wir ihre Walfangoperationen in gewaltigem Ausmaß schmerzlich treffen.

Japan ist eine mächtige, reiche Nation und sie sind daran gewöhnt, sich ohne jeden Widerstand alles aus dem Meer zu nehmen, was sie wollen. Ich bin nur eine Einzelperson und Sea Shepherd ist bloß eine einzelne kleine NGO, doch wir haben ihr glorifiziertes Walmord-Sozialhilfeprojekt zu Fall gebracht.

Die Waljäger haben das Geld, den politischen Einfluß und eine Armee von Anwälten und Marketingfirmen für die Öffentlichkeitsarbeit. Sie haben die volle Unterstützung der Regierung und sie haben die Unterstützung der Yakuza.

Wir haben nur die Leidenschaft von Menschen aus der ganzen Welt, die den Walfang ausgemerzt und die Schutzgebiete verteidigt sehen wollen. Ich denke, dass unsere Leidenschaft stärker ist als ihre Gier und dass sie uns ermöglichen wird, die Waljäger aus dem Südpolarmeer heraus zu zwingen.

Wir mögen verlieren, die Gerichte mögen uns zerstören, Japan mag mich gefangennehmen und für Jahre oder für immer wegsperren. Die Walfangflotte mag mithilfe weiterer Fördermittel und militärischer Hilfe zurückkehren.

Doch wenn ich nicht die Sea Shepherd-Schiffe anführe, werden es andere tun. Wenn sie Sea Shepherd auseinander reißen, wird eine andere Organisation erscheinen. Wenn sie unsere Schiffe zerstören, werden sie ersetzt.

Ich bin sicher, dass Japan, solang es versucht, im Schutzgebiet Wale zu töten, auf Widerstand stoßen wird.

Wenn wir in einem Walschutzgebiet keine Wale schützen können, werden wir garnichts in der ganzen See vor der Ausrottung durch menschliche Kurzsichtigkeit und Gier beschützen können.

Die Operation Zero Tolerance ist offiziell beendet. Sea Shepherd wird weiterarbeiten, an anderen Kampagnen wie dem Schutz der Delfine von Taiji, der Grindwale der Färöer, der Robben von Namibia, der Haie im Südpazifik, des Thunfischs im Mittelmeer, der Fische vor den Küsten Afrikas und an unserem Einsatz zum Schutz des nationalen Meeresschutzparks von Galapagos.

Jedem Einzelnen, der Operation Zero Tolerance zum Erfolg verholfen hat, mein aufrichtiges und anerkennendes „Danke schön“.

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Eine Antwort auf Und es wird weitergehn

  1. ProSeaShepherd sagt:

    Für alle die gestern den Stern TV Beitrag über Sea Shepherd verpasst haben, hier ist der Link.
    Und was sehe ich bei 6:50 ? Meinen lieblings Anti Walfang blog :-)

    http://www.stern.de/tv/135-tage-mission-der-sea-shepherd-aktivisten-wenn-der-vater-ein-walretter-ist-1992798.html