Japan bestätigt Sea Shepherds Erfolg im Südpolarmeer

Operation Zero Tolerance war Sea Shepherds bisher erfolgreichste Kampagne

 

Einer der geretteten Zwergwale. Photo: Sea Shepherd Australia/Eliza Muirhead

Das japanische Walforschungsinstitut ICR, die Front-Organisation der illegalen japanischen Walfang-Aktivitäten, hat ihre Abschussraten für 2012/2013 bekannt gegeben.

Sie wollten 50 Buckelwale. Sie haben keinen gefangen.

Sie wollten 50 Finnwale. Sie haben keinen gefangen.

Sie wollten 935 Zwergwale. 103 haben sie getötet.

832 Zwergwale nicht getötet! 50 Buckelwale und 50 Finnwale nicht abgeschlachtet!

Während der Operation No Compromise von 2010-2011 hat die japanische Walfangflotte 17% ihrer illegalen, selbstgesetzten Quote gefangen. Während der Operation Divine Wind von 2011-2012 haben die japanischen Waljäger 26% ihrer illegalen, selbstgesetzten Quote gefangen.

103 Zwergwale und 0 Finnwale und 0 Buckelwale machen 9,96% ihrer Gesamtquote aus. Die Waljäger fingen nur 11% ihrer Zwergwalquote und 0% ihrer Finn- und Buckelwalquote.

Diese Prozentzahlen führen zu einem finanziellen Desaster für die japanischen Waljäger. Die Überholung der Nisshin Maru kostet allein $24 Millionen Dollar. Ausstattung, Betanken und Betriebskosten addieren sich zu einer Summe von geschätzten $11 Millionen Dollar. Dieser Betrag kann noch deutlich höher liegen. Bleibt man bei dieser konservativen Einschätzung von $35 Milllionen, bedeutet das im Minimum Kosten von $340 000 pro Wal für die Waljäger. Das kann man nur mit zwei Worten beschreiben: „ökonomischer Wahnsinn“. Hinzu kommt der Prestigeverlust und die Erzürnung der internationalen Gemeinschaft, die sich gegen die japanischen Leute richtet.

Sea Shepherd hätte das Abschlachten noch weit mehr reduziert, wäre nicht im letzten Moment dieser Tiefschlag vom neunten U.S.-Bezirksgericht gekommen, der Sea Shepherd USA erfolgreich aus der Operation Zero Tolerance hinauswarf, indem den japanischen Waljägern eine Verfügung gegen das Einschreiten der Sea Shepherd USA gewährt wurde.

Sea Shepherd Australien hat umgehend die Fahne übernommen und sie ins Südpolarmeer getragen, wo sie die entschlossenste Kampagne aller Zeiten führten, gerüstet, die ungesetzliche Wilderei der japanischen Walfangflotte im antarktischen Schutzgebiet zu unterbinden. Sea Shepherd Australien sagte vorher, dass der Fang 10% nicht überschreiten werde und der Gesamtfang lag tatsächlich unter 10%.

Sea Shepherds Antarktis-Kapitäne: Jean Yves Terlain; Luis Manuel De Pinho; Peter Hammarstedt; Siddharth Chakravarty mit Sea Shepherd-Gründer Paul Watson. Photo: Sea Shepherd Australia/Tim Watters

Sea Shepherd Australien ist stolz, diesen Walwilderern aus Japan die bisher schlechteste Saison beschert zu haben. Diese Wilderer haben ihre komplette Missachtung des Lebens der Meeressäuger, menschlichen Lebens und australischer sowie internationaler Gesetze bewiesen. Indem sie auf geschützte und gefährdete Wale in einem Schutzgebiet abzielen und massive Ölkatastrophen in der unberührten antarktischen Wildnis riskieren, zeigen sie der Welt ihre Missachtung des Meereslebens und der internationalen Gemeinschaft, die beständig ein Ende des Walfangs fordert“, sagte Jeff Hansen, der Direktor von Sea Shepherd Australien.

Jeder getötete Wal ist immer noch einer zuviel. Jedoch feiern wir heute, dass mit Mut und Überzeugung im Angesicht überwältigender Gefahr und Widerstandes die tapferen Crews der vier Sea Shepherd-Schiffe in der Lage waren, die japanische Walfangflotte erfolgreich von der Erreichung von mehr als 90% ihrer selbstgesetzten Quote abzuhalten. Das bedeutet, dass das Leben von 932 bedrohten, gefährdeten und geschützten Walen gerettet wurde“, sagte Captain Peter Hammarstedt.

Vor neun Jahren, bei Sea Shepherds erster Walschutzkampagne, konnte das Leben von 85 Walen gerettet werden. Zum Ende der neunten Antarktiskampagne ist diese Zahl um das elffache, auf 932, angestiegen. Operation Zero Tolerance ist die bei Weitem erfolgreichste Kampagne mit den niedrigsten Tötungszahlen, seit das illegale Forschungs-Walfangprogramm begann. Es ist definitiv ein gewaltiger Moment in der Geschichte Sea Shepherds, wenn auch ein noch größerer für die Wale. Nie war das Schutzgebiet friedvoller. Während die Crews und die Schiffe die Gewalttätigkeit der japanischen Walfangflotte auf sich nahmen, blieben den Walen die Harpunen erspart“, sagte Captain Siddharth Chakravarty.

Die gesamte Antarktis-Flotte. Photo: Sea Shepherd Australia/Eliza Muirhead

 

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Quelle: Sea Shepherd Australia

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