Waljäger kehren blamiert nach Japan zurück

Kommentar von Jeff Hansen, Direktor Sea Shepherd Australien

Jeff Hansen bei der Pressekonferenz zum Ende der Operation Zero Tolerance. Photo: Sea Shepherd Australia/Paul Brown

Es kann keinen Zweifel geben, dass die Operation Zero Tolerance ein immenser Erfolg war.

Wir müssen nur Yoshimasa Hayashi fragen, den japanischen Landwirtschafts-, Forst- und Fischereiminister. Wie er berichtete, war das der „kleinste Fang seit Beginn des Forschungswalfangs“ im Jahre 1987.

Einhundertdrei Zwergwale getötet und nicht einziger Finn- oder Buckelwal abgeschlachtet. Diese Zahlen umfassen 50 männliche und 53 weibliche Tiere. 46 der 53 weiblichen Tiere wurden Babies aus dem Bauch geschnitten.

Nur 10% der Fangquote wurden erreicht. Im letzten Jahr waren es 26% und im Jahr davor 17%. Drei höchst erfolgreiche Jahre in Folge, dank Sea Shepherds Einschreiten. Was Hayashi zufolge „unverzeihliche Sabotage“ ist.

Sea Shepherd hingegen ist sich ganz sicher, dass die Wale und die walliebende Öffentlichkeit uns sehr gerne den erneuten Sieg über die terroristischen Waljäger im antarktischen Walschutzgebiet verzeihen werden.

Das Walforschungsinstitut gab gar eine noch bunter gefächerte Verurteilung ab. Dem ICR zufolge waren die Aktionen von Sea Shepherd bösartige, unmenschliche, gewalttätige Akte von Sabotage und Piraterie.

Abgesehen von der Tatsache, dass niemand verletzt wurde, ist es schon eigenartig, dass das Einschreiten gegen das grausame Harpunieren eines Wals als „unmenschlich“ erachtet werden kann.

Und wie wir uns erinnern, waren es die Walfangschiffe, die die Sea Shepherd-Schiffe gerammt und beschädigt haben und sie fühlten sich ermutigt durch die falsche Annahme, U.S.-Gerichtshöfe hätten Befehlsgewalt über Australier in australischen Gewässern.

Selbstredend rechnet Sea Shepherd stets mit einer so überkandidelt unlogischen Propaganda seitens des ICR. Sie können uns beschimpfen als was immer sie wollen. Das interessiert uns nicht.

Was uns hingegen interessiert, ist, dass 932 Wale frei im antarktischen Walschutzgebiet umher schwimmen, die nicht getötet wurden.

Der Walfangbetrieb lief über 48 Tage, von denen sie 21 Tage damit verbrachten, vor den Sea Shepherd-Schiffen zu fliehen. Die restliche Zeit verbrachten sie damit, zu versuchen, ihre Schiffe aufzutanken und es hinzubekommen, vereinzelt Wale zu fangen. Der Versuch, im 5. „Erhebungsbezirk“ Wale zu töten, war komplett aufgegeben worden, wegen des „unnachgiebigen Einschreitens von Sea Shepherd“. Irgendwie gefällt uns diese Anschuldigung, „unnachgiebig“ zu sein. Wir sind gerne unnachgiebig.

Die japanische Walfangflotte wird dieses Wochenende in Japan zurückerwartet. Es wird eine blamable Rückkehr. Sie haben zwischen $ 350 000 und $ 500 000 Dollar für jeden Wal ausgegeben, den sie getötet haben. Wahrscheinlich sind ihnen diese Kosten egal, weil das Geld aus dem Tsunami-Hilfsfonds und den japanischen Steuergeldern abgezweigt wurde. Der gesamte japanische Walfang ist mittlerweile ein aufgeblasenes Sozialhilfeprojekt. Und die Waljäger sind nichts anderes als Diebe, die von dem Geld leben, das sie den Menschen in Japan gestohlen haben, die ihr Heim und ihre Angehörigen verloren haben.

Werden sie im Dezember zurückkehren? Hoffentlich nicht, aber wenn sie es tun, bereitet Sea Shepherd Australien die Schiffe für eine zehnte Saison des Einschreitens vor.

Was sollen wir sagen? Wir stimmen mit den Waljägern überein. Wir sind tatsächlich unnachgiebig.

Jeff Hansen
Direktor Australien
Co-Kampagnenleiter – Operation Zero Tolerance
Sea Shepherd Australien

Eine leidenschaftliche Pressekonferenz.  Photo: Sea Shepherd Australia/Paul Brown

Quelle: Sea Shepherd Australia

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3 Antworten auf Waljäger kehren blamiert nach Japan zurück

  1. Uff,what a day sagt:

    Die blamieren sich noch ganz anders,vor ein paar Tagen hier überall in den Nachrichten
    http://de.thecircumference.org/kanamara-matsuri
    Und dann noch das,
    vielleicht sollten wir uns mal über Japaner aufregen:
    oder http://www.youtube.com/watch?v=kjykplG2otI
    Ich denke,die haben grössere Probleme als sich über Sea Shepherd aufzuregen!

  2. Jabba sagt:

    Ich kann an dem Phallus nichts verwerfliches erkennen und die japanischen Kriegsverbrechen im zweiten Weltkrieg haben ungefähr so viel mit Walfang zu tun wie die deutschen.

    Wir sollten die japanische Bevölkerung eigentlich mit Argumenten überzeugen. So ein Auskeilen ist kontraproduktiv.

    Mission erfüllt, niemand ernsthaft verletzt, Erfolg auf ganzer Linie für SeaShepherd. Ha!

  3. Clemenz sagt:

    Weiter so Sea Shepards!!! Ich hoffe sie können an diesen Erfolg im nächsten Jahr anknüpfen und die Rate noch weiter runterdrehen.
    Und wenn der Herr Hayashi so etwas Piraterie und Sabotage nennt, muss bei dem etwas Falsch gelaufen sein. Da bekenne ich mich doch gerne zur unterstützung der Piraterie :) Ich habe letzens wieder eine Super Whale Wars Folge gesehen die mich in meiner Denkweise nur unterstützt.