Pete Bethune und Sea Shepherd legen langwierigen Rechtsstreit bei

 

Die Shonan Maru #2 rammt absichtlich die Ady Gil Photo: JoAnne McArthur / Sea Shepherd

Pete Bethune, Gründer der Earthrace Foundation, und die Sea Shepherd Conservation Society haben nach einem Schlichtungsverfahren ein Übereinkommen in ihrem langwierigen Rechtsstreit erzielt. Die Übereinkunft, die eine finanzielle Abfindung an Bethune beinhaltet, erbrachte weiterhin, dass er Sea Shepherd behilflich sein werde, sicherzustellen zu helfen, dass Paul Watson nicht an Japan ausgeliefert wird.

Die Auseinandersetzung zwischen Sea Shepherd und Bethune kam auf, nachdem das Schiff Ady Gil in der Sea Shepherd-Kampagne von 2010 bei dem Versuch, den japanischen Walfang in der Antarktis zu stoppen, zerstört worden war. Die Ady Gil war von der Shonan Maru #2, einem japanischen Gefahrenabwehrschiff, absichtlich gerammt worden und nachdem sie eine Zeit lang abgeschleppt worden war, mußte die Ady Gil aufgegeben werden.

Der Übereinkunft zufolge, die zwischen Bethune und Sea Shepherd im Jahr 2009 unterzeichnet worden war, wäre Sea Shepherd zu gewissen Zahlungen an Bethune verpflichtet, wenn das Schiff verloren ginge oder zerstört würde. Bei dem Schlichtungsverfahren ging es um die Zahlung und deren Betrag.

Bethune sagte: “Ich bin glücklich, dass der Fall zu einem Abschluss gekommen ist und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Kämpfe zwischen Individuen und Organisationen, die im Grunde die gleichen Ziele verfolgen, sind Verschwendung von Zeit, Geld und Mühe, die besser zum Schutz marinen Lebens und mariner Umwelt eingesetzt werden könnten.

Diese Beilegung bedeutet, dass ich in der Lage sein werde, es all denen zurückzuzahlen, die mir so großzügig dabei geholfen haben, den Kopf über Wasser zu halten, ebenso wie all denen, die mich während dieser ganzen Episode so unerschütterlich unterstützt haben, insbesondere die ganzen Earthrace-Freiwilligen. Ohne diese Unterstützung wäre ich untergegangen, genauso wie die Ady Gil.“

Bethune und Sea Shepherd konzentrieren sich nun beide auf die Zusammenarbeit zum Wohl der Meere und als Teil dieses Bemühens hat Bethune Watson in seinem Bestreben geholfen, eine Auslieferung nach Japan infolge einer Red Notice von Interpol, die auf Anfrage Japans gegen Watson erlassen wurde, zu vermeiden.

Sea Shepherd besteht darauf, dass die Red Notice politisch motiviert und die Anschuldigungen daraus falsch seien. Bethune, der in Folge der Sea Shepherd-Kampagne von 2010 von einem Gericht in Japan wegen fünfer Delikte verurteilt worden war, sagt, dass Japans Anschuldigungen gegen Watson dem Grunde nach falsch oder irreführend seien, und dass sein Ziel sei, dass die Red Notice gegen Watson aufgehoben werde.

Sea Shepherd hat die Absprache, die mit Pete Bethune geschlossen wurde, eingelöst”, sagte Susan Hartland, Verwaltungsdirektorin von Sea Shepherd. „Nun können beide Organisationen dieses Kapitel unserer Geschichte schließen und voranschreiten, um auf der ganzen Welt den Meeren zu helfen“, fügte sie hinzu.

Sea Shepherd wird seine vielen verschiedenen Kampagnen zum Schutz gefährdeter und bedrohter Meeressäuger und Fische fortführen. Die Organisation will die Red Notice gegen Paul Watson aufgehoben haben, bevor die sechste Staffel von Sea Shepherds Hit-Doku-Reality Show „Whale Wars“ im Lauf dieses Jahres ausgestrahlt wird.

Bethune und die Earthrace Conservation sind im Begriff, ihre taktische Einheit nach Afrika zu entsenden, wo sie eine Reality-TV-Serie aufnehmen, die illegalen Fischfang durch ausländische Schiffe dokumentiert. Zwei Episoden der Show sind bereits aufgenommen worden und weitere sechs Episoden werden von Juli bis Oktober diesen Jahres gefilmt.

Die Ady Gil war so schwer beschädigt worden, dass sie schließlich aufgegeben werden mußte. Photo: JoAnne McArthur / Sea Shepherd

Quelle: Sea Shepherd Australia

 

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Eine Antwort auf Pete Bethune und Sea Shepherd legen langwierigen Rechtsstreit bei

  1. Chris sagt:

    Ich bewundere Sea Shepherd schon seit Jahren.
    Watson darf nicht ausgeliefert werden!
    Ich frage mich, wann Japan begreifen wird, dass Wale nicht zum Fang da sind…
    LG