Update der Horrorshow in Taiji, Japan

Plus einiger Ungenauigkeiten und Falschberichte aus Taiji.

Von Captain Paul Watson

Es gab ein paar Ungenauigkeiten, vorzugsweise von “Beobachtern”, die nicht vor Ort sind. Die Sea Shepherd Cove Guardians haben eine 16-köpfige Crew in Taiji.

Berichte, dass das Albino-Delfinbaby blind sei, sind unbestätigt. Berichte, dass die Mutter von Shoujo, dem Albinokalb, Selbstmord begangen hätte, haben keine Substanz. Es gibt beobachtbare Beweise, dass die Mutter getötet wurde.

Berichte von Fischern, die Mutter habe ihr Baby im Stich gelassen, sind unverfrorene Lügen. Cove Guardians haben dokumentiert, dass die Fischer das Kalb von seiner Mutter getrennt haben.

Berichte, dass die japanischen Fischer die Schlächterei für diese Saison beendet hätten, haben sich als unwahr erwiesen. Tatsächlich sind die Fischer heute zu einer erneuten Treibjagd hinausgefahren.

Berichte, dass dies die erste Jagd der Saison war und dass die Abschlachtung der Delfine gerade erst begonnen habe, sind unwahr. Berichte, dass dies die größte Anzahl an Delfinen war, die auf einmal in die Bucht getrieben wurden, sind zutreffend.

Hier ist ein Bericht der Cove Guardian Melissa Seghal, die vor Ort in Taiji ist:

“Am fünften aufeinanderfolgenden Tag haben die Killer von Taiji, Japan, 42 der 250 Tümmler, die in die Bucht getrieben worden sind, weitere Schmerzen und Leid zugefügt. Nachdem die Killer nach Tagesanbruch ankamen, trieben sie die erste Delfinschule mit der in Taiji typischen unmenschlichen Gewalt an den Killerstrand. Unglücklicherweise jedoch war die Schule, die in den vergangenen Tagen so hart gekämpft hatte, durch den Nahrungsmangel, die Erschöpfung und die von den Killern und Außenbordmotoren in den vergangenen fünf Tagen zugefügten Verletzungen unfähig, zu kämpfen. Einmal am Strand, war jeder einzelne der 40 Delfine zu einem langsamen, schmerzvollen Tod bei vollem Bewußtsein verdammt, nachdem ihnen ein Metallstab in das Rückenmark gerammt worden war. Die Killer waren nicht die Einzigen, die jeden einzelnen Delfin am Strand leiden sahen, 1 Tümmlerweibchen beobachtete, wie ihre Familie vor ihren Augen ermordet wurde, bevor sie in eine winzigkleine Gefangenhaltung im Hafen abtransportiert wurde. An diesem Morgen fand der Tod kein Ende in der Killerbucht. Ein Delfin aus der zweiten verbleibenden Schule wurde dabei gesehen, wie er mit den Netzen kämpfte, von den Killern ignoriert, bis er/sie schließlich ertrank. Die Killer versuchten, das Sterben dieses Delfins hinter Planen zu verbergen, doch sein/ihr Kampf war nicht umsonst, weil Cove Guardians da waren, sodass die Welt ihn sehen kann. Vom Töten hungrig geworden, machten die Delfinmörder eine Essenspause, bevor die verbliebenen ausgehungerten und verletzten Tümmler auf die gleiche ohrenbetäubende Weise, wie sie hereingetrieben worden waren, wieder aufs Meer hinausgetrieben wurden. In der verbliebenen Schule wurden zahlreiche Babies und Heranwachsende gesehen. Zu klein, um für die Quote Bedeutung zu haben und als untauglich für die Gefangenschaft erachtet. Viele dieser Delfine, die hinausgetrieben wurden, werden nicht überleben und werden demnächst, in den kommenden Tagen, an den Strand gespült aufgefunden werden.“

Dieses jüngste Massaker an Delfinen hat mehr Aufmerksamkeit erregt als je zuvor und die Geschichte und die Bilder des Horrors in Taiji war in den letzten fünf Tagen weltweit auf den Titelseiten und an der Spitze der Fernsehnachrichten.

Der Druck hält an, diese kleine Handvoll Fischer davon abzuhalten, mit ihrem sadistischen, skrupellosen Verhalten Schande über die japanische Nation zu bringen.

Was einst ein Geheimnis von Taiji, der Stadt ohne Erbarmen, war, liegt nun jeden Tag vor den Augen der ganzen Welt ausgebreitet, weil die Cove Guardians ihre Kameras auf diesen Horror gerichtet halten, den sie freiwillig dokumentieren, um zu verhindern, dass diese Tragödie in Vergessenheit gerät.

All den freiwilligen Cove Guardians weltweit, die in Taiji waren, gegenwärtig dort sind und beabsichtigen dorthin zu gehen, ist alles, was ich sagen kann: dank all Eurer Mühen hat dieses brutale Massaker die Aufmerksamkeit der ganzen Welt erlangt.

Dank auch an Louis Psihoyos, der die Dokumentation The Cove (Die Bucht) produzierte, die einen Oscar gewann und an Ric O’Barry für ihre Bemühungen, dieser Horrorshow ein Ende zu bereiten.

Und danke an die U.S.-Botschafterin Caroline Kennedy, den Botschafter Großbritanniens Timothy Hitchens, an Richard Branson, William Shatner, Wynona Judd, Kirstie Ally, Yoko Ono, Susan Sarandon, Martin und Charlie Sheen, Emilio Estevez, Juliette Lewis, Melissa Milano, Simone Reyes, David Blaine, Ricky Gervais, Pamela Anderson, Ian Somerhalder und so viele andere öffentliche und berühmte Stimmen, die weltweit dieses Massaker verurteilen.

Es wird jeden Tag deutlicher, dass die Fischer von Taiji stolz darauf sind, vor den Augen aller Welt Schande über ihre großartige Nation zu bringen. Ihr Vorgehen ist brutaler, sadistischer als jemals zuvor geworden und das Argument, sie würden bloß versuchen, ihre Familien zu ernähren, ist nachweislich gelogen. Sie sind die vermögendsten Leute von Taiji, wie dieses Bild ihrer neben ihren Fischerbooten geparkten Autos ganz deutlich zeigt.

Der frühere Leiter der Cove Guardians, Scott West, berichtete dass sie “durch die Stadt stolzieren und sich aufplustern wie Truthähne, sich selbst darstellen und mit ihrem Wohlstand brüsten“.

Das sind keine armen Fischer.

Das ist keine Tradition, und es hat nichts mit japanischer Kultur zu tun. Diese Fischer wollen, dass die ganze Nation ihre Gier im Namen der ganzen japanischen Kultur rechtfertigt.

Japan ist eine großartige Nation, die von einer kleinen Gruppe grausamer Gangster in Geiselhaft genommen wird, denen es offenbar gelungen ist, den Charakter Japans mit der unmenschlichen und brutalen Abschlachtung einer der intelligentesten, friedlichsten, in komplexen Sozialverbänden lebenden und sanftesten Spezies auf Erden gleichzusetzen.

Diese Tiere haben Menschenleben auf See gerettet. Das Image dieses Tieres wird gleichgesetzt mit Frieden, Liebe und Harmonie. Geliebt von der Mehrheit der Menschheit, wird es von einer kleinen Minderheit in Japan mißhandelt.

Diese Killer bringen Schande über die ganze Menschheit und es ist unsere Pflicht, Verantwortung und Schuld, alles in unserer Macht stehende zu tun, was im Rahmen der Gesetze liegt und gewaltfrei ist, um dieses fortgesetzte Morden an diesen Delfinen in japanischen Gewässern zu beenden.

Seht, was die Delfine mir eingebracht haben!

Seht, was die Delfine mir eingebracht haben!

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2 Antworten auf Update der Horrorshow in Taiji, Japan

  1. Viktor sagt:

    Eine Nation, die so ein Verbrechen ignoriert und nicht verhindert ist nicht großartig, sondern armselig

  2. Sabrina:-) sagt:

    Da stimme ich Viktor vollkommen zu. Taiji beobachten wir doch nicht erst seit gestern, sondern seit Jahren. Und nichts geschieht. Auch machen jedes Jahr neue Videoaufnahmen die Sache nicht besser. Es tut nur immer wieder mehr weh. Wo sind die entrüsteten Japaner vor Ort ???