Sea Shepherd veröffentlich unbearbeitetes Bildmaterial: Yushin Maru No. 3 rammt die Bob Barker

  1. Yushin Maru kreuzt den Bug der Steve Irwin in gefährlicher Distanz (00:15-00:30)
  2. Yushin Maru 2 kreuzt den Bug der Steve Irwin, wobei sie ein Propeller-sabotierendes Stahlseil hinter sich herschleppt (00:30-00:46)
  3. Yushin Maru 3 kollidiert mit der Bob Barker (00:46-01:06)
  4. Yushin 3 kollidiert mit der Bob Barker – Blick von der Brücke der Bob Barker (01:06-01:12)
  5.  Inwendiger Schaden am Schiffsrumpf der Bob Barker (01:12-01:15)

Montag, 03. Februar 2014 – Im Anschluß an die gestrige Attacke der drei Harpunenschiffe der japanischen Walfangflotte gegen die Sea Shepherd-Schiffe Bob Barker  und Steve Irwin hat Sea Shepherd zwingendes Beweismaterial herausgegeben, das eindeutig abbildet, wie die Yushin Maru No.3 die Kollision herbeigeführt und die Steuerbordseite der Bob Barker  gerammt hat. Das Harpunenschiff kreuzte den Bug und lenkte in die Bob Barker hinein, wobei sie versuchte, in einem von 86 solcher Angriffe, ihre Propeller zu sabotieren. Die Yushin Maru  rammte das Umweltschützerschiff mit hoher Geschwindigkeit und verursachte einen Schaden am Bug, auf der Steuerbordseite des Sea Shepherd-Schiffes.

Das ICR, die Stelle hinter der japanischen Walfangflotte, gab selbst Bildmaterial von der Kollision heraus, ohne Kontext oder sichtbaren Beleg, wie es zu dem Zusammenstoß der Schiffe kam. Das Bildmaterial von Sea Shepherd zeigt eindeutig fortgesetzte und wiederholte Akte der Aggression, einschließlich des Kurswechsels, den die Yushin Maru No. 3 durchführte und der die Kollision herbeiführte.

In seinem offiziellen Bericht an die NSI (niederländische Schifffahrtsaufsicht, Anm.d.Ü.), der die Ereignisse des 02.Februar 2014 vollständig dokumentiert, bezeichnete Captain Peter Hammarstedt von der Bob Barker den Angriff als „grundlos, skrupellos und vorsätzlich“.

An das NSI übermittelte Bilder des Schadens, den die Bob Barker an den Stahlträgern der Steuerbordseite des Bugs erlitten hat, nachdem sie am 02. Februar von der Yushin Maru No. 3 gerammt wurde. Photo: Marianna Baldo

Der Angriff, der am frühen Sonntag Morgen über neun Stunden andauerte, war eine eindeutige Eskalation der Aggression, die die Waljäger zeigen. Die Harpunenschiffe kamen kurz nach Mitternacht auf die Sea Shepherd-Schiffe zu und begannen, die Steve Irwin und die Bob Barker zu umzingeln, wobei sie sich durch die Schiffe hindurch und um sie herum drängten, um ihren Verfolgerkurs der Nisshin Maru zu unterbrechen.

Regel 13 der ‘Internationalen Regeln … zur Verhütung von Zusammenstößen auf See‘ regelt eindeutig: „… muß jedes Fahrzeug dem anderen beim Überholen ausweichen“. Außerdem: „Ein Fahrzeug gilt als überholendes Fahrzeug, wenn es sich einem anderen aus einer Richtung von mehr als 22,5 Grad achterlicher als querab nähert…“. Die japanischen Harpunenschiffe missachteten Regel 13 bei jedem ihrer 86 Manöver, bei denen sie versuchten, die Ruder und Propeller der Bob Barker  und der Steve Irwin zu beschädigen.

Im Verlauf der Attacke kreuzten die Harpunenschiffe 41 Mal vor den Bug der Bob Barker bzw. 45 Mal vor den Bug der Steve Irwin. Sea Shepherd ließ während des Vorfalls drei Schlauchboote zu Wasser, um gegen den Angriff vorzugehen und zu versuchen, die von den Harpunenschiffen geschleppten Stahlkabel zu kappen. Die Besatzung der Harpunenschiffe schleuderte Wurfgeschosse auf die Schlauchbootcrew der Steve Irwin und richtete Wasserkanonen auf die Schlauchbootcrew der Bob Barker.

Der Angriff war ein geplanter mitternächtlicher Hinterhalt mit dem Zweck, die Sea Shepherd-Schiffe von ihrer gewaltfreien Blockade der Gleitbahn der Nisshin Maru abzudrängen, wo sie dem Fabrikschiff die Möglichkeit nahmen, gewilderte Wale zu abzuschlachten und weiterzuverarbeiten. Die Sea Shepherd-Schiffe hatten diese Position für acht aufeinanderfolgende Tage gehalten und damit sichergestellt, dass keine Wale im antarktischen Walschutzgebiet getötet wurden.

Infolge der Attacke verloren die Sea Shepherd-Schiffe den Sichtkontakt zur Nisshin Maru. Dennoch kann Sea Shepherd die Verfolgung des Fabrikschiffs der Walfangflotte auf weite Distanz fortsetzen, indem sie den Helikopter der Steve Irwin einsetzt, der während der Operation Relentless bereits neun Mal erfolgreich die Nisshin Maru geortet hat.

In dieser Saison hat die direkte Aktion Sea Shepherds zu einem verheerenden Januar für die illegalen Operationen der japanischen Walfangflotte geführt. Das frühzeitige Abfangen und eine beständige Verfolgungsjagd haben es der Sea Shepherd-Flotte ermöglicht, die Walfangoperationen wirksam zu unterbrechen. Die drei Harpunenschiffe bleiben bei den Sea Shepherd-Schiffen. Während dieser Zeit kann Sea Shepherd zusichern, dass es der Walwildererflotte unmöglich ist, Wale zu töten.

Die japanische Walfangflotte operiert im Südpolarmeer unter Verletzung des weltweiten Moratoriums zum kommerziellen Walfang von 1986 und unter Zuwiderhandlung gegen das antarktische Walschutzgebiet, das 1994 eingerichtet wurde.

Hier klicken , um den vollständigen Bericht Captain Peter Hammarstedts an die NSI vom 02. Februar 2014 zu lesen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Sea Shepherd News veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.