Japan wird ins Südpolarmeer zurückkehren

Facebook-Kommentar von Captain Paul Watson

Trotz der Schau, die der japanische Außenminister abgezogen hat, dass Japan nicht zu seinen illegalen Walfangaktivitäten im antarktischen Walschutzgebiet zurückkehren werde.

Sie mögen in der Tat nicht in der Saison 2014/2015 zurückkehren, aber ich bin ganz sicher, dass sie in der Saison 2015/2016 zurückkehren.

Der Hauptgrund dafür ist simpel. Japan hat seinen Antrag auf ein Ersuchen um eine dauerhafte Unterlassungsverfügung gegen Sea Shepherd USA vor dem U.S.-Bundesgericht nicht zurückgezogen. Vielmehr präsentierten die Rechtsanwälte des Institute of Cetacean Research – auf das Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag folgend – dem U.S.-Gerichtshof einen Schriftsatz, dass sie beabsichtigten, fortzufahren.

Nun, was ist der Zweck einer Unterlassungsverfügung, Walfangoperationen zu stören, wenn es keine Walfangoperationen gibt?

Die japanische Regierung erkennt, dass die gegenwärtige Regierung Australiens nicht eingreifen wird, sollten die Waljäger in die Antarktis zurückkehren. Die gegenwärtige Regierung von Tony Abbott ist offen feindselig gegen Natur- und Umweltschützer eingestellt und sehr, sehr eifrig darauf bedacht, Japan glücklich zu machen, was internationale Handelsbeziehungen angeht.

Der japanische Premier Abe hat sehr deutlich gemacht, dass er unzufrieden mit dem IGH-Urteil ist.

Was sie sehr wohl tun könnten, ist, die nächste Saison auszusitzen, wobei sie erwägen werden, dass sie die sechs Monate nicht haben, die sie brauchen, um ihre Absichten bei der Internationalen Walfangkommission einzureichen. In der Zwischenzeit können sie ein völlig neues „wissenschaftliches“ Programm aufsetzen. Dann können sie zurückkehren. Australien mag sie anfechten oder nicht. Abbott wird nicht einschreiten, solange er nicht von der Wählerschaft unter Druck gesetzt wird.

Und sie werden denken, dass Sea Shepherd zu anderen Themen übergehen wird.

Ein Eingreifen würde bedeuten, dass Australien womöglich (wenn auch unwahrscheinlich) Japan erneut vor den IGH bringt, um eine weitere fünfjährige Wartezeit für ein zweites Urteil abzuwarten.

Japan hat eine Geschichte politischer und militärischer Doppelzüngigkeit.

Was das für Sea Shepherd bedeutet, ist, dass wir unsere Schiffe für zukünftige Einsätze reparieren und vorbereiten müssen. Das Jahr, das dieses Urteil uns gebracht hat, wird uns die Zeit geben, Spenden für ein schnelleres Langstreckenschiff aufzubringen, das unsere Flotte 100% effektiv macht.

Die Whale Wars im Südpolarmeer sind nicht vorbei und das Einzige, was mich überzeugt, dass die Japaner entschieden haben, sich aus dem antarktischen Walschutzgebiet zurückzuziehen, ist, wenn die Zivilklage um das Gesuch einer dauerhaften Verfügung fallengelassen wird.

Es macht wenig Sinn, weiterhin Geld für das Gesuch um eine Verfügung auszugeben, die nutzlos wäre, wenn es keinen Walfang gäbe, gegen den man vorgehen müßte.

Die Verfügung macht allerdings rechtlich wenig Sinn. Sea Shepherd USA ist im Südpolarmeer nicht involviert und steuert keine Spenden zu den Antarktis-Kampagnen bei. Die einstweilige Verfügung, die das ICR zur Zeit hat, unterbindet den Spendenfluß für die Südpolarmeer-Flotte, aber sie kann nicht verhindern, dass die Schiffe, die unter niederländischer Flagge fahren, von australischen Häfen aus operieren.

Das ICR will nicht, dass Sea Shepherd USA zur Spendenbereitstellung für die Kampagnen zurückkehrt und daher wird die Klage aufrechterhalten.

Das U.S.-Gericht des 9. Bezirks hat entschieden, dass die Waljäger legal vorgehen. Der internationale Gerichtshof hat entschieden, dass die Waljäger illegal vorgehen. Wird die Ansicht des internationalen Gerichtshof die des U.S.-Bundesgerichts aufheben? Theoretisch nein. Aber Japan führt Freudentänze auf, dass die U.S.-Gerichte den IGH nicht anerkennen werden.

Mich haben diese Woche Leute gefragt, warum ich keine Champagnerkorken knallen lasse und erfreut diesen Sieg feiere.

Auch wenn ich anerkenne, dass dies ein Sieg ist, der unsere rechtliche Position bestätigt und der bedeutet, dass es die Waljäger sind, die die Verbrecher sind, bleibt die Tatsache, dass diese Verbrecher auf jeden Fall immer noch die Absicht haben, das Töten der Wale fortzusetzen.

Die Grenzen des antarktischen Walschutzgebiets sind den Waljägern noch nicht verschlossen.

Wir brauchen ein weiteres Schiff und wir müssen unsere drei großen Schiffe bereit machen für eine erneute Rückkehr ins Südpolarmeer. Der internationale Gerichtshof hat uns die Zeit verschafft, diese Vorbereitungen zu treffen und ein viertes großes, schnelles Langstreckenschiff zu beschaffen.

Die Tore des antarktischen Walschutzgebiets werden weiter von Sea Shepherd bewacht sein, so lange, wie es dauert, um aus dem Schutzgebiet einen stabilen Schutzraum zu machen, wo die Wale ungestört von der Absicht der Kriminellen, sie zu ermorden, leben können.

Wenn die japanischen Waljäger zurückkehren, werden sie auf eine viel stärkere und vollständig vorbereitete Streitmacht zum Schutz der Wale treffen.

Wir werden vorbereitet sein und wir stehen bereit.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.