Die Verbrecher könnten trotz des IGH-Urteils in das Südpolarmeer zurückkehren

Kommentar von Captain Paul Watson

Masayuki Komatsu, der sich auf die Zwergwale als “Kakerlaken der Meere” beruft, erklärt nun, dass Japan einen Weg finden werde, das Urteil des Internationalen Gerichtshofs zu umgehen. Das japanische Außenministerium sagt, Japan werde dem Urteil Folge leisten. Das japanische Fischereiministerium sagt, sie könnten zurückkehren.

Wichtig ist, dass wenn sie zurückkehren, sie das als Verbrecher unter Verletzung der Rechtsprechung des IGH und als Gesetzesabtrünnige tun.

Und Sea Shepherd wird gerechtfertigt vor Anklagen, wir wären die Verbrecher, zurückkehren. Wir kommen zurück mit gestärkter Glaubwürdigkeit und moralischer Autorität.

Die Sea Shepherd-Schiffe werden vorbereitet und ich beabsichtige, einen Spendenaufruf zu starten, um ein Langstreckenschiff anzuschaffen, das die Geschwindigkeit der Harpunenschiffe übertrifft. Das wird rund 5 Millionen Dollar kosten, aber wenn wir dieses Schiff bereitstellen können, werden wir eine Flotte haben, die zu 100% effektiv sein kann bei den Interventionen gegen diese Hochsee-Wilderer.

Unsere Position ist klar. Die japanischen Waljäger können nicht Wale in einem international ausgewiesenen Walschutzgebiet töten und die Sea Shepherd-Schiffe und ihre Crews sind die Wächter des antarktischen Walschutzgebiets.

Das IGH-Urteil ist ein überwältigender Erfolg, aber der Kampf geht weiter.

In diesem Sommer werden wir Schiffe und Crew zu den Färöer-Inseln bringen, um gegen die Abschlachtung von Grindwalen vorzugehen.

Die Schiffe Steve Irwin, Bob Barker und Sam Simon werden einer ausgiebigen Überholung unterzogen, um Schäden zu reparieren und ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Die Wale haben eine Streitmacht und dank des IGH-Urteils ist unsere Streitmacht machtvoller und glaubwürdiger als jemals zuvor.

Quelle: Sea Shepherd Australia

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Animis Opibusque Parati (Bereit an Geist und Mitteln)

Facebook-Kommentar von Captain Paul Watson

Das Urteil des Internationalen Gerichtshofs ist ein grandioser Sieg, aber es ist nicht das Ende der Whale Wars.

Sea Shepherd wird fortfahren, die Schiffe für eine Rückkehr in das antarktische Walschutzgebiet im Dezember vorzubereiten.

Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass Japan die Entscheidung des IGH ignorieren wird. Wenn sie das tun, müssen wir für sie bereit sein.

Die japanische Regierung hat gesagt, sie werde den Urteilsspruch befolgen, aber Japan hat im Lauf der Geschichte immer wieder das eine gesagt und das andere getan.

Daher rüsten sich die Sea Shepherd-Schiffe für eine Rückkehr ins Südpolarmeer im Dezember.

Das wird kein vergeblicher Aufwand gewesen sein, falls Japan nicht zurückkehrt. Das würde einfach bedeuten, dass die Schiffe bereit sind, dazu überzugehen, woanders Wale zu schützen, entweder im Nordpazifik vor der japanischen Walfangflotte oder im Nordatlantik zum Schutz der Wale vor dem illegalen Vorgehen der norwegischen, isländischen und färinger Waljäger.

Was das IGH-Urteil bedeutet, ist, dass Sea Shepherd in jedem Jahr, das wir unten im Südpolarmeer waren, rechtmäßig gegen die illegalen Walfangoperationen vorgegangen ist.

Wir wurden gerechtfertigt.

Und daher werden wir fortfahren in unserem Bestreben, im Namen unserer Klienten – der großen Wale und Delfine – die Welt vom Walfang zu befreien.

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DIE WALE HABEN GEWONNEN! – INTERNATIONALER GERICHTSHOF WERTET JAPANISCHEN WALFANG IM SÜDPOLARMEER ALS ‘NICHT WISSENSCHAFTLICH‘

Sea Shepherd zollt dem Weltgerichtshof Anerkennung für den Schutz der Wale im antarktischen Walschutzgebiet

Internationaler Gerichtshof. Photo: Wikimedia Commons

31. März 2014 – FRIDAY HARBOUR, Washington – In einem überwältigenden Sieg für die Wale hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) heute seinen rechtskräftigen Beschluss in dem bahnbrechenden Prozess verkündet, der feststellt, dass Japans Walfangprogramm JARPA II in der Antarktis keinen wissenschaftlichen Zwecken dient und anordnet, dass alle Zulassungen, die unter JARPA II erteilt worden sind, zurückgenommen werden müssen. Die Neuigkeit wurde von der Sea Shepherd Conservation Society USA und Sea Shepherd Australien, die beide in direkten Aktionen gegen die japanischen Walfänger im Südpolarmeer eingeschritten waren, mit Beifall bedacht und gefeiert.

Als Repräsentanten Sea Shepherds zur Verkündung des historischen Urteilsspruchs waren Captain Alex Cornelissen, Geschäftsführender Direktor von Sea Shepherd Global und Geert Vons, Direktor der Sea Shepherd Niederlande, im Gerichtssaal anwesend. Sie wurden begleitet von dem niederländischen Rechtsberater von Sea Shepherd Global.

Die Klage gegen Japan wurde im Juli letzten Jahres vom IGH angehört, um eine Entscheidung zu fällen, ob Japan mit der Durchführung seines „Forschungs“programms JARPA II im Südpolarmeer gegen seine internationalen Verpflichtungen verstoße und anzuordnen, dass Japan die Durchführung von JARPA II einstelle und alle damit in Verbindung stehenden Genehmigungen zurücknehme, bis Japan zusichern könne, dass sein Vorgehen mit internationalem Recht vereinbar sei.

In einer Abstimmung von 12 zu 4 entschied der IGH, dass die wissenschaftlichen Genehmigungen, die Japan für sein Walfangprogramm erteilt hat, keine wissenschaftliche Forschung darstellten, wie sie unter den Bestimmungen der Internationalen Walfangkommission definiert sind. Er ordnete an, dass Japan die für JARPA II erteilten wissenschaftlichen Genehmigungen zurücknimmt und es unterläßt, irgendwelche weiteren Genehmigungen für dieses Programm zu erteilen.

Vor dem Gerichtsurteil hatte es einige Spekulationen gegeben, dass der IGH die Jagd auf gefährdete Finnwale und Buckelwale nicht gestatten würde, aber hinsichtlich der Zwergwale einen Vergleich schließen und deren Jagd zulassen würde. Jedoch war es all die Zeit Sea Shepherds Anliegen, dass – unabhängig von der Art – gar keine Wale getötet werden sollten, ganz besonders nicht in einem Schutzgebiet. Schutzgebiet (Sanktuarium) bedeutet „Ort der Zuflucht und Sicherheit; ein Naturschutzgebiet“, wo Tiere geschützt werden. Das Töten in einem international ausgewiesenen Schutzgebiet zu erlauben, bedeutet, internationale Übereinkünfte zu verhöhnen, die von den Ländern, die das Schutzgebiet 1994 einrichteten, getroffen wurden. Zum damaligen Zeitpunkt unterstützten 23 Länder die Vereinbarung und Japan war das einzige IWC-Mitglied, das sich dem entgegenstellte.

Selbst der Botschafter Japans in den USA, Kenichiro Sasae, hatte während eines öffentlichen Treffens in Los Angeles im Dezember 2013, das von Repräsentanten von Sea Shepherd USA besucht worden war, folgendes über Wale und Walfang zu sagen: „Als Privatmann liebe ich Wale und wenn man hinausfährt und Wale beobachtet, dann gibt es keinen Grund für uns, dieses herrliche Tier zu töten. Aber es ist Tradition und es geht um Politik, würde ich sagen. Es gibt eine kleine Anzahl Menschen in Japan, die erreichen wollen, dass diese Sicht Oberhand gewinnt. Aber die meisten Japaner essen kein Walfleisch mehr.“ Bei dem gleichen Treffen erklärte Botschafter Sasae, dass Japan dem IGH-Urteil Folge leisten werde.

Die internationale Freiwilligen-Crew der Sea Shepherd Conservation Society stand acht Jahre in den lebensfeindlichen und abgelegenen Gewässern der Antarktis an der Front und dann nahm Sea Shepherd Australien für die vergangenen zwei Jahre die Herausforderung an und wird den japanischen Walfängern in der Antarktis entgegentreten, bis wir ein für alle Mal die Schlächterei in dieser international ausgewiesenen „Sicherheitszone“ für Wale zu einem Ende bringen können. Im Verlauf der letzten Jahre war Sea Shepherd die einzige Organisation, die mit direkten Aktionen gegen Japans illegalen kommerziellen Walfang vorgegangen ist, der unter dem Vorwand der Forschung durchgeführt wurde, wobei die Behauptung der Forschung weltweit in Frage gestellt wurde. Allerdings war Sea Shepherd das Einzige, was zwischen den majestätischen Walen und den Harpunen der Walfänger stand, während diese international geschützte Art – viele von ihnen trächtig – jährlich durch die antarktischen Gewässer wandern.

Mit dem heutigen Urteil hat der IGH einen fairen und gerechten Standpunkt auf der richtigen Seite der Geschichte eingenommen, der die Wale des antarktischen Walschutzgebiets und des lebenswichtigen marinen Ökosystems der Antarktis schützt, eine Entscheidung, die Auswirkungen auf die internationale Gemeinschaft und zukünftige Generationen hat“, sagte Captain Alex Cornelissen von Sea Shepherd Global.

Obwohl Japans unbarmherzige Harpunen fortgesetzt viele Arten von Walen in Richtung Aussterben getrieben haben, hat Sea Shepherd die Hoffnung, dass in Folge des IGH-Urteils der Walfang in die Geschichtsbücher verbannt wird“, sagte er.

Trotz des Moratoriums zum kommerziellen Walfang hat Japan fortlaufend das Leben Tausender dieser sanften Meeresriesen gefordert, an einem Ort, der ihnen ein Zufluchtsort sein sollte“, sagte der Gründer Sea Shepherds, Captain Paul Watson. “Sea Shepherd und ich hoffen gemeinsam mit Millionen besorgter Menschen auf der ganzen Welt, dass Japan dieses Urteil des internationalen Gerichtshofs respektieren und die Wale in Ruhe lassen wird.“

Sea Shepherd Global wird seine Schiffe für die Rückkehr im Dezember 2014 in das Südpolarmeer bereithalten, sollte sich Japan entschließen, dieses Urteil zu ignorieren. Wenn die japanische Walfangflotte zurückkehrt, wird die Sea Shepherd-Crew da sein, um dieses Urteil gegenüber den Piraten-Waljägern aus Japan aufrecht zu erhalten.

s.a. http://www.icj-cij.org/docket/files/148/18162.pdf

Quelle: Facebook

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Unnachgiebig bis zum Schluß – Operation Relentless Update

 

Captain Peter Hammarstedt, Bob Barker  Photo: Simon Ager

Während Operation Relentless in die zweite Märzwoche geht, sind die Tage, die der japanischen Walwildererflotte noch bleiben, gezählt. Die hellen Nächte des antarktischen Sommers sind eine weit zurückliegende Erinnerung; Dunkelheit breitet sich aus, so schnell, wie das Rossmeer wieder zuzufrieren beginnt. Walsichtungen werden seltener, während die Überlebenden der letzten Schlachtsaison beginnen, zu ihrem alljährlichen Aufenthalt zu den Küsten Australiens zurückzukehren. Während die Herbstwanderung der Wale beginnt, gibt es dank des Einschreitens der einzigen Seestreitmacht zu ihrem Schutz – der Sea Shepherd-Flotte – viele Überlebende.

Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass die japanische Walwildererflotte sich im Vorfeld eines Gerichtsentscheids durch den internationalen Gerichtshof in Den Haag auf den Walfang im Ross-Nebengebiet beschränkt, um einen diplomatischen Zwischenfall mit Australien zu umgehen.

Operation Relentless ist und war der Kampf für das Rossmeer.

Zwei Mal versuchte die japanische Walwilderer-Flotte in das Rossmeer einzudringen und beide Male wurden sie an dem Tag aufgefunden, an dem sie versuchten, ihre illegalen Walfangoperationen wieder aufzunehmen. Sea Shepherd ist wegen des Wetters und der Position, auf der das Fabrikschiff gefunden wurde, davon überzeugt.

Operation Relentless war nie im Begriff, zu der Kampagne zu werden, während derer die Sea Shepherd-Flotte die gesamte Walfangsaison über an der Gleitbahn des Fabrik-Walfangschiffes hätte bleiben können. Vorangegangene Kampagnen haben den Walwilderern gezeigt, dass Sea Shepherd die Umladung toter Wale und das ungesetzliche Nachtanken auf See unmöglich macht. Daher wußten wir, dass wir sehr wahrscheinlich immer wieder angegriffen werden würden, weil die Verzweiflung der japanischen Walwilderer sich gesteigert hat.

Folglich begannen die Walwilderer einen Tag, nachdem der Bevollmächtigte der Berufungsinstanz am Berufungsgericht des neunten Bezirks in Seattle seine Rechtsauffassung bekannt gegeben hatte, dass Sea Shepherd USA und Captain Paul Watson nicht gegen die im letzten Jahr gegen sie erwirkte Verfügung verstoßen hätten und neun Tage, nachdem die Sea Shepherd-Flotte begonnen hatte, die Gleitbahn der Nisshin Maru zu blockieren, damit, grundlose und aggressive Angriffe gegen die Steve Irwin und die Bob Barker zu fahren. Die Attacken waren ein unerhörter, noch nie dagewesener Ausdruck einer verzweifelten, sterbenden Industrie.

Die japanische Walwildererindustrie ist Sea Shepherd sowohl hinsichtlich materieller als auch finanzieller Ressourcen überlegen. Die japanischen Harpunenschiffe sind schneller und manövrierfähiger als die Sea Shepherd-Schiffe. Die Regierung Japans billigt und rechtfertigt Akte der Gewalt gegen die Sea Shepherd-Mannschaft und aufgrund des Bekenntnisses der Sea Shepherd-Crew zu gewaltfreiem direktem Einschreiten kann und wird die Sea Shepherd-Crew nicht in gleicher Weise zurückschlagen.

 

Captain Peter Hammarstedt hält Wache im Kampf für das Rossmeer Photo: Simon Ager

Doch wo wir unseren Gegner nicht mit physischer Stärke schlagen können, werden wir sie mit Mut und Strategie besiegen. Wir werden die Walwilderer bei jeder Gelegenheit überlisten, weil unsere Kapitäne über eine Leidenschaft, Kreativität und Scharfsinnigkeit verfügen, die die antiquierte Walwildererindustrie nicht hat.

Vier Mal hat die Sea Shepherd-Flotte das japanische Walfang-Fabrikschiff Nisshin Maru in dieser Saison ausfindig gemacht. Das ist eine in unseren vorangegangenen neun antarktischen Walschutzkampagnen unerreichte Leistung. Drei Mal wurde die Nisshin Maru von dem Helikopter der Steve Irwin gerade dann entdeckt, als sie mit ihren illegalen Walfangoperationen für den Tag begann.

Drei Mal haben die Harpunenschiffe grundlose Attacken gegen die Sea Shepherd-Flotte gefahren, doch jeder Attacke wurde mit bestimmter und standhafter Verteidigung begegnet. Und während diese drei Angriffe darin resultierten, dass die Sea Shepherd-Flotte die Nisshin Maru vom Radar verlor, hielt das Sea Shepherd nicht davon ab, die Walwilderer-Flotte auf der Flucht zu halten. Und jedes Mal, wenn die Walwilderer vor der Steve Irwin, der Bob Barker und der Sam Simon flohen, waren sie nicht in der Lage, auch nur einen Wal zu töten. Im Angesicht solcher Widrigkeiten hat die Sea Shepherd-Flotte unnachgiebig weiterhin die Nisshin Maru verfolgt und gejagt, wobei sie ihre Möglichkeit, Wale zu wildern, erheblich beeinträchtigt hat.

Erfolg wird nicht dadurch erreicht, wie oft man zurückgeschlagen wird, sondern wie oft man den Kampf wieder aufnimmt.

Der Rumpf der Bob Barker trägt noch die Narben, die bei der Kollision mit der Yushin Maru No. 3 auftraten, als sie beim Kreuzen meines Bugs mit einem Stahlkabel im Schlepptau ihren Abstand unterschätzten.

Als die japanischen Harpunenschiffe die Bob Barker mitten in der Nacht angriffen, riskierten Schlauchbootteams, trotz der Gefahr, ihr Leben, um über zehn Stunden in stockfinsterer Nacht die Attacke abzuwehren.

Als die Yushin Maru und die Yushin Maru No. 3 die Bob Barker angriffen, während das Sea Shepherd-Schiff noch 40 Seemeilen von der Nisshin Maru entfernt war, wurde eins der Schlauchboote der Bob Barker bei den mutigen Versuchen lahmgelegt, das Stahlkabel zu durchtrennen, das die Harpunenschiffe mit der Absicht, Ruder und Propeller der Bob Barker zu beschädigen, hinter sich herzogen.

Die Attacken der Harpunenschiffe werden die Regierung etwas kosten – die japanischen Walwilderer haben der Welt gezeigt, dass sie tatsächlich die Ganoven und Kriminellen sind, zu denen Sea Shepherd sie seit Jahren erklärt.

Eine der Strategien im Krieg ist, seinen Gegner zu isolieren. Das unberechtigte Eindringen der Yushin Maru No. 3 in das australische Walschutzgebiet bei der Verfolgung der Bob Barker zur Macquarie Insel und das unberechtigte Eindringen der Shonan Maru No. 2 in neuseeländische Gewässer, während sie die Steve Irwin bedrängte, haben, mit den Worten des neuseeländischen Außenministers, die diplomatischen Beziehungen belastet.

 

Sea Shepherd rechnet mit einer verheerenden Saison für die Waljäger und einem großartigen für die Wale Photo: Marianna Baldo

Wir schlagen die japanischen Walwilderer im Krieg der Medien, wir gewinnen in jeder gerichtlichen Auseinandersetzung gegen sie und in diplomatischen Kreisen ist die Regierung von Japan ohne Verbündete.

Doch am bedeutendsten ist, wir gewinnen an der Front, indem wir alles tun, was wir mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen tun können, niemals nachgiebig, stets unnachgiebig.

Die Sam Simon kehrt nun nach Australien zurück, weil sie nur noch wenig Treibstoff hat. Die Steve Irwin wird von der Yushin Maru No.2 verfolgt und die Bob Barker wird von der Yushin Maru No.3 verfolgt, was bedeutet, dass bis zu dem bevorstehenden Ende der Walfangsaison zwei Drittel der Harpunenschiffe außer Gefecht gesetzt sind. In der Zwischenzeit werden die Steve Irwin und die Bob Barker fortfahren, im Rossmeer zu patrouillieren, in den wenigen Arealen mit gutem Wetter, die so spät in der Saison noch übrigbleiben, was bedeutet, dass die Nisshin Maru entweder zu uns kommen muss oder in Wetterverhältnissen stecken bleibt, die zu schrecklich sind, um Wale zu wildern.

Alles, worauf es am Ende der Kampagne ankommt, ist, wieviele Wale durch die Interventionen Sea Shepherds gerettet wurden. Ich bin zuversichtlich, dass, wenn sich die Gischt gelegt und die Wogen geglättet haben, wir den Walwilderern erneut eine verheerend niedrige Abschussquote beschert haben werden; eines, woran wir unseren Erfolg messen können, ist die Zahl der Wale, die bald in Australiens warmen Gewässern ihre Kälber auf die Welt bringen werden, weil ihr warmes Blut nicht in die eisigen Gewässer der Antarktis vergossen wurde.

Quelle: Sea Shepherd Australia

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Weitere Wale im Walschutzgebiet abgeschlachtet – Bob Barker zum dritten Mal angegriffen

Ein geschützter Zwergwal, gewildert im antarktischen Walschutzgebiet von der japanischen Walfangflotte

*UPDATE* Seit 05:15 Uhr ostaustralischer Sommerzeit hat die japanische Walfangflotte einen Angriff auf die Bob Barker unternommen, wobei die Yushin Maru und die Yushin Maru No.3 ein Stahlkabel vor dem Bug des Sea Shepherd-Schiffes herzogen, in dem Versuch, deren Propeller und Ruder lahmzulegen. Die Nisshin Maru war bei Beginn des Angriffes 40 Seemeilen von der Bob Barker entfernt. Die letzten zwei Attacken hatten neun Stunden und sechs Stunden angedauert, daher bereitet sich die Crew der Bob Barker auf eine lange Nacht vor.

Heute, am Sonntag, 02. März gegen 10:05 Uhr ostaustralischer Zeit hat Sea Shepherd das Fabrikschiff der japanischen Walfangflotte, die Nisshin Maru bei 74° 23‘ Süd und 178° 55‘ Süd innerhalb des Ross-Nebengebiets entdeckt, mit einem toten, geschützten Zwergwal an Bord und von der Schiffsseite rinnendem Blut. Auch Schwarten von Walfleisch wurden auf dem Deck photografiert, neben dem abgetrennten Kopf eines kürzlich abgeschlachteten Wals.

Das Fabrikschiff war von dem Helikopter der Steve Irwin ausgemacht worden, der die Walfangflotte bereits vier Mal in dieser Saison gefunden hat. Die Steve Irwin und die Bob Barker schließen nun zum Fabrikschiff auf.

Der Captain der Bob Barker, Peter Hammarstedt, sagte:“Jedes Mal, wenn wir die Nisshin Maru geortet hatten, wurde die Sea Shepherd-Flotte von den Waljägern in nächtlichen Attacken aus dem Hinterhalt angegriffen. Wenige Stunden vor Einbruch der Dunkelheit, während wir die Distanz zur Gleitbahn der Nisshin Maru verringern, sind wir uns sehr wohl dessen bewußt, dass sehr wahrscheinlich demnächst Harpunenschiffe unseren Bug kreuzen und Stahlseile hinter sich her ziehen werden, und der großen Wahrscheinlichkeit, dass unsere Schiffe in den heimtückischen und eiskalten Gewässern der Antarktis unbrauchbar gemacht werden könnten. Nachdem wir zwei zermürbende Angriffe erleiden mußten, glauben wir, dass eine dritte Attacke der Walfangflotte droht. Wir haben 38 Australier und drei Neuseeländer an Bord der Sea Shepherd-Schiffe. Wir appellieren an die Regierungen Australiens und Neuseelands, sich gegen die japanische Regierung zu behaupten und eine klare Botschaft zu senden, dass sie eine grundlose Attacke gegen ihre Staatsbürger, die internationale Gesetze aufrechterhalten, nicht hinnehmen werden.“

 

Blut fließt aus den Speigatten der Nisshin Maru, daneben der abgetrennte Kopf eines Zwergwals und ein gewilderter Zwergwal, den die Schlachtung erwartet

Zum zweiten Mal im Verlauf dieser Walfangsaison hat Sea Shepherd die japanische Walfangflotte auf frischer Tat bei der Walwilderei im antarktischen Walschutzgebiet dokumentiert. Am 05. Januar veröffentlichte Sea Shepherd zur Überführung ausreichende Bilder und Filmmaterial von drei toten geschützten Zwergwalen, die im Schutzgebiet getötet worden waren. Die blutbesudelten Decks des Fabrikschiffs waren verschmiert von den Überresten eines vierten Wals, einschließlich eines Kopfes und einer Wirbelsäule.

Es ist das zweite Mal innerhalb von sechs Tagen, dass Sea Shepherd die japanische Walfangflotte geortet hat. Die Waljäger sind außerhalb ihrer bevorzugten selbsternannten Jagdgründe des Rossmeers geblieben, wegen Sea Shepherds unnachgiebiger Patrouille und Überwachung der Region. Sea Shepherd glaubt, dass die Waljäger bei der ersten Gelegenheit, die sie hatten, um ihre Operationen wieder aufzunehmen, erfolgreich wieder beim Walfang unterbrochen wurden.

Im Juli 2013 haben die Regierungen Australiens und Neuseelands die Rechtmäßigkeit von Japans sogenanntem “wissenschaftlichen Forschungs“-Walfang vor dem Internationalen Gerichtshof angefochten. Eine Entscheidung in dem Fall steht noch aus.

Der Captain der Steve Irwin, Siddarth Chakravarty, sagte: “Es ist nicht genug für die Politiker, deren Verpflichtung es wäre, diese Wale am Leben zu halten und zu schützen, ihre internationale Verantwortung und die Wünsche ihrer Wähler zu ignorieren. Ich fordere den australischen Umweltminister Greg Hunt und den neuseeländischen Außenminister Murray McCully mit allem Nachdruck auf, sich diesen toten Zwergwal anzusehen, brutal abgeschlachtet in einem international anerkannten Walschutzgebiet, dem verpflichtet zu sein sowohl Australien als auch Neuseeland behaupten, und sich zu fragen, ob sie wirklich glauben, dass sie und ihre Regierungen alles in ihrer Macht stehende getan haben, um diese illegale Abschlachtung zu stoppen.“

Sea Shepherd bleibt die einzige Organisation im Südpolarmeer, die sich verpflichtet, die Unversehrtheit des Walschutzgebiets aufrechtzuerhalten, indem sie direkt gegen die illegalen Operationen der japanischen Walfangflotte vorgeht.

Alle Photos: Eliza Muirhead

Quelle: Sea Shepherd

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Operation Relentless Update 26.02.2014

Heute morgen gegen 07:35 Uhr ostaustralischer Sommerzeit fing die Sam Simon bei 68° 02’ Süd und 170° 55’ Ost, 135 Seemeilen Ostsüdost von den Balleny-Inseln, die Shonan Maru No. 2 ab, das Gefahrenabwehrschiff der japanischen Walfangflotte. Sie befinden sich 230 Seemeilen Nordnordwest von der Position, auf der die Nisshin Maru aus dem Radar der Bob Barker verschwand.

Das bedeutet, dass die Sea Shepherd-Flotte sich in großer Nähe zur Nisshin Maru aufhält – dem Fabrikschiff der japanischen Walfangflotte und strategisches Ziel unserer Walschutzkampagne. Sea Shepherds Gegenwart in der Region hat bedeutet, dass die Waljäger nicht in der Lage waren, zu ihren bevorzugten Walfanggründen im Rossmeer zurückzukehren.

Während das MV Sam Simon, das MV Bob Barker und das MV Steve Irwindie Walfangflotte weiterhin auf der Flucht halten, sind die Waljäger nicht in der Lage, ihre illegalen Walfangoperationen wieder aufzunehmen. Sea Shepherd hat seit dem 23. Februar wirksam die Wilderei der Walfangflotte stillgelegt, trotz des rücksichtslosen nächtlichen Überfalls aus dem Hinterhalt vor 3 Tagen.

Die Sea Shepherd-Flotte bleibt wie immer fokussiert und unnachgiebig bei unserem Schutz der Wale des antarktischen Walschutzgebiets, während sich das Netz um die Waljäger zuzieht.

Quelle: Facebook

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Captain Peter Hammarstedt – offener Brief an Greg Hunt

„24. Februar 2014

An den ehrenwerten Greg Hunt
Umweltminister

Sehr geehrter Herr Minister,

mit jedem Jahr, in dem es auf die Walfangsaison in der Antarktis zugeht, fordern die Regierungen Australiens, Neuseelands, der Niederlande und der Vereinigten Staaten beide Parteien in dem Kampf um die Unverletzlichkeit des antarktischen Walschutzgebietes dazu auf, Zurückhaltung zu zeigen. Das ist ein einfacher Weg, die Übernahme jeder wirklichen Verantwortung für die Zusammenstöße, zu denen es in der Antarktis kommt, zu umgehen – warum den Gesetzen gegen Wilderer Geltung verschaffen, wenn es so viel bequemer ist, sie einfach zu bitten, nett miteinander umzugehen?

Ich gestehe, dass ich einen Funken Hoffnung hatte, als Sie ein Wahlversprechen gaben, dass in dieser Saison ein australisches Zollschiff in das Südpolarmeer entsandt werden solle. Das war ein begrüßenswerter Schritt, der für mich sehr tröstlich war, insbesondere nachdem mein Schiff, die Bob Barker, im vergangenen Jahr wiederholt von dem sehr viel größeren Fabrik-Walfangschiff Nisshin Maru gerammt worden war. Doch dieses Versprechen wurde von der Abbott-Regierung ausgehöhlt, indem das Versprechen für ein Schiff zu dem für ein Flugzeug schrumpfte, das zu einem Flugzeug verwandelt wurde, das nur einmal  im Verlauf der gesamten Saison einen Überflug durchführte.

Nun, Herr Minister, ich glaube, dass ich in dieser Saison Zurückhaltung gezeigt habe, in dem guten Glauben, wir stünden unter dem Schutz der australischen Regierung. Doch nachdem ich zwei aufeinanderfolgende und komplett grundlose Attacken hinnehmen mußte, einige der skrupellosesten Angriffe in der Geschichte von Sea Shepherds Walschutzkampagnen in der Antarktis, verliere ich die Hoffnung.

Wenn die Waljäger schwere Metallgegenstände nach meiner Crew werfen, weise ich sie an, nichts zurückzuwerfen – nicht einmal in Selbstverteidigung. Als die Harpunenschiffe mein Schiff das erste Mal in dieser Saison angriffen, suchte ich im Bestreben, sie abzuschütteln, den Schutzbereich der Macquarie Insel auf, statt eine Schlauchbootaktion nach der anderen zu starten, in der Bemühung, diese Verbrecher loszuwerden, die mir nachstellten. Und doch kann ich jetzt nicht einmal in Sichtweite des Fabrik-Walfangschiffs gelangen, bevor die Harpunenschiffe wiederholte Versuche unternehmen, mein Ruder und meine Propeller zu lädieren.

Am 23. Februar 2014, als die japanischen Harpunenschiffe Yushin Maru und Yushin Maru No.3 Hunderte Meter Stahlkabel quer vor meinen Bug schleppten, informierte ich sie über Funk, dass ihre Aktionen illegal seien. Ich teilte ihnen mit, dass ich neun australische Staatsbürger an Bord habe und hißte sogar die australische Flagge an meinem Fockmast, um das Wesentliche herauszustellen. Ich habe eindeutig klargestellt, dass die australische Regierung informiert worden ist. Und dennoch hat sie das nicht von ihren Attacken abgehalten. Jedes knappe Verfehlen meines Propellers erinnerte mich daran, dass dieses australische Zollschiff den Angriff hätte verhindern können.

Mir blieb keine andere Wahl als meine Festrumpfschlauchboote (RHIBs) zur Verteidigung meines Schiffs zu Wasser zu lassen. Am Tag darauf gaben Sie eine weitere Stellungnahme ab, in der Sie alle Beteiligten aufriefen, internationales Seerecht zu beachten und behaupteten, dass die Fakten, was sich ereignet habe, weiterhin unklar seien.

Nun, dieses trügerische australische Zollschiff hätte jede entsetzliche Minute dieser Tortur, die einem das Blut in den Adern gefrieren ließ, dokumentieren können und wenn es das getan hätte, bin ich sicher, dass ihnen ebenso klar geworden wäre, welch großer Unterschied besteht zwischen zwei Wildererschiffen, die 250 Meter Stahlkabel hinter sich herziehen, mit dem Ziel, absichtlich Ruder und Propeller eines Umweltschutzschiffes zu beschädigen; und einem Umweltschutzschiff, das kleine Schlauchboote in dem Bemühen einsetzt, sich selbst vor einer Attacke zu schützen, die ihm widerfährt. Das Ziel der Walwilderer ist es, das Gesetz zu unterwandern, während unseres ist, das Gesetz aufrechtzuerhalten. Ich habe meine RHIBs nicht abgesetzt, bevor ich nicht die australische Regierung und den neuseeländischen Such- und Rettungsdienst alarmiert hatte, dass ich unter Angriff stünde.

Herr Minister, ich habe keine Zweifel, dass Sie ein engagierter Fürsprecher der Wale sind und ich gratuliere Ihnen zu Ihren starken Stellungnahmen zu deren Schutz. Ich erkenne sogar an, dass, wenn die Entscheidung bei Ihnen, und bei Ihnen allein gelegen hätte, dann wahrscheinlich sogar ein australisches Zollschiff entsandt worden wäre. Aber abgesehen davon, unter der Abwesenheit jeder Art von Gesetzesvollstreckung hier unten und während Versprechen gebrochen wurden, wird mein Schiff ramponiert und bezieht meine Mannschaft Prügel. Im Interesse meiner australischen Crewmitglieder muss ich mich fragen, wie viele Übergriffe werden von uns hinzunehmen erwartet, bevor Tokyo deutlich gemacht wird, dass die australische Regierung keine grundlosen Attacken gegen ihre Staatsbürger hinnehmen wird?

Ich bin mir darüber im Klaren, dass sich der Angriff auf mein Schiff außerhalb des australischen Antarktis-Territoriums ereignete, aber die Sicherheit australischer Staatsbürger, selbst außerhalb australischer Gewässer, liegt in der Verantwortlichkeit der australischen Regierung.

Ich möchte Sie dringend bitten, der japanischen Regierung unmissverständlich deutlich zu machen, dass grundlose Attacken gegen australische Staatsbürger und gegen Schiffe, die diese an Bord haben, von der australischen Regierung nicht länger hingenommen werden.

Die Sea Shepherd-Flotte hat das Fabrik-Walfangschiff in dieser Saison drei Mal gefunden. Wir werden sie wieder finden. Und wenn das geschieht, wird das Wetter rauer und werden die Nächte länger sein. Wenn die australische Regierung einen dritten Angriff nicht verhindert, werde ich keine andere Wahl haben, als mich mit der Realität abzufinden, dass die australische Regierung das antarktische Walschutzgebiet japanischen Walwilderern anstandslos überlassen hat.

Ich kann nicht mit gutem Gewissen nicht eingreifen, wenn vor meinen Augen ein Verbrechen begangen wird, in diesem Fall die Abschlachtung bedrohter, gefährdeter und geschützter Wale.

 

In Abwesenheit von Gesetzesvollstreckern habe ich keine andere Wahl, als diese Lücke im Gesetzesvollzug zu füllen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Peter Hammarstedt
Kapitän M/Y Bob Barker

Walschutzgebiet Südpolarmeer
Antarktis“

Quelle: Sea Shepherd Australia Original-Brief

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Nächtliche Attacke gegen Sea Shepherd aus dem Hinterhalt – Regierungen bleiben untätig

Die Harpunenschiffe Yushin Maru und Yushin Maru No.3 kreuzten im Verlauf des Überfalls insgesamt 33 Mal mit knappem Abstand den Bug der Bob Barker und schleppten jeweils ein 250 Meter langes und ein 150 Meter langes Stahlkabel hinter sich her, quer vor dem Bug derBob Barker her, in dem Versuch, die Propeller und Ruder des Umweltschutzschiffes lahm zu legen.

Die Bob Barker fuhr bei 73° 08‘ Süd und 175° 33‘ Ost sechs Seemeilen hinter demFabrikschiff , der Nisshin Maru her, als der Angriff begann. Die Attacke war ein Versuch, dieBob Barker von der Blockade der Gleitbahn der Nisshin Maru abzuhalten, wo sie den Walfängern die Möglichkeit nehmen würde, gewilderte Wale aus dem antarktischen Walschutzgebiet an Bord zu nehmen.

Die Nisshin Maru war am frühen Sonntag Morgen zum dritten Mal in dieser Saison von dem Helikopter der Steve Irwin geortet worden. Jedoch schoben die Walfangschiffe ihre Attacke auf die Bob Barker bis Sonntag Nacht auf und starteten ihren Angriff auf das Umweltschutzschiff im Schutze der Dunkelheit.

Captain Peter Hammarstedt von der Bob Barker berichtet: „Ich funkte die Harpunenschiffe an, um sie wissen zu lassen, dass unser Vorgehen absolut legal sei und dass jede aggressive Handlung ihrerseits an die australische Regierung und den neuseeländischen Such- und Rettungsdienst berichtet werden würde und dass der australische Umweltminister Greg Hunter kontaktiert worden sein. Ich habe neun Australier und einen Neuseeländer als Teil meiner tapferen Crew an Bord, die dieser fahrlässigen Attacke ausgesetzt waren. Wir behalten unser unerschütterliches Engagement im Angesicht zunehmend bösartiger Angriffe der Wilderer bei, als letzte Verteidigungslinie zwischen diesen Kriminellen und den geschützten Walen, auf deren Abschlachtung sie es abgesehen haben.“

Die Harpunenschiffe kreuzten den Bug der Bob Barker während des Angriffs fünfzehn Mal von Backbord nach Steuerbord unter Verstoß gegen die Internationalen Regeln zur Verhütung von Zusammenstößen auf See (COLREGS).

Die Crew der Walfangflotte warf Eis auf die Schlauchbootcrew der Bob Barker, die abgesetzt worden waren, um das Umweltschutzschiff gegen den Angriff zu verteidigen. Die Waljägerblendeten außerdem die Brücke der Bob Barker mit starken Suchscheinwerfern, womit sie die Sicht beeinträchtigten und die Navigation gefährdeten. Um 01:00 Uhr ostaustralischer Sommerzeit verlor die Bob Barker die Nisshin Maru vom Radar.

Die Bob Barker befindet sich gerade in der Nähe der Yushin Maru und der Yushin Maru No. 3und kann bestätigen, dass die beiden Harpunenschiffe nicht in der Lage sind, Wale zu jagen. Seit sie die Nisshin Maru am frühen Sonntag Morgen geortet hatte, konnte die Sea Shepherd-Flotte das Fabrikschiff aus dem Rossmeer hinausjagen. Die Steve Irwin und die Sam Simonsind frei von Verfolgern und verfolgen ihrerseits die Nisshin Maru.

Es ist bereits das zweite Mal in diesem Monat, dass die Bob Barker grundlos von der japanischen Walfangflotte angegriffen wurde. Am 02.Februar wurde das Umweltschutzschiff während eines neunstündigen Angriffs auf die Sea Shepherd-Schiffe von der Yushin MaruNo.3 gerammt. Während dieses Angriffs hatten die Harpunenschiffe insgesamt 86 Mal knapp vor dem Bug der Sea Shepherd-Schiffe gekreuzt.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte sich die australische Regierung verpflichtet, ein Flugzeug zu entsenden, um die diesjährigen Walfangoperationen zu überwachen. Anfangdiesen Monats hat Neuseelands Außenminister, Murray McCully, auf eine mögliche „Verschlechterung der diplomatischen Beziehungen“ zwischen Neuseeland und Japan hingewiesen. Diese wären eine Folge des unberechtigten Eindringens der Shonan Maru No.2, des Gefahrenabwehrschiffes der japanischen Walfangflotte, in neuseeländische Gewässer.

Der geschäftsführende Direktor von Sea Shepherd Australien, Jeff Hansen, sagte: “Die Bob Barker ist im Südpolarmeer um das antarktische Walschutzgebiet gegen die illegalen japanischen Waljäger zu verteidigen. Sowohl Australien als auch Neuseeland sind Parteien des Schutzgebiets. Sowohl Australien als auch Neuseeland haben die japanischen Walfangoperationen vor dem Internationalen Gerichtshof rechtlich angefochten. Wo also sind diese Regierungen jetzt, wenn ihre Staatsbürger und das Schutzgebiet  von diesen Wilderern angegriffen werden?“

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Update zu Operation Relentless

Die Yushin Maru 3 hält gerade Wache bei der Bob Barker und meldet deren Position an die Nisshin Maru weiter, was derNisshin Maru ermöglicht, zu fliehen. Aber die Probleme für die Walfangflotte sind weit davon entfernt, vorbei zu sein.

Die Sam Simon hat gerade die Bob Barker getroffen und verfolgt weiter die Spur der Nisshin Maru in Richtung Nordwesten, während die Bob Barker im westlichen Randgebiet des Rossmeers patrouilliert. Die Nisshin Marukann schlichtweg nicht stoppen, weil sie sonst riskieren, in die Sam Simon hineinzulaufen.

Die Steve Irwin, die die ganze Nacht über die Bob Barker flankiert hat, allerdings außerhalb der Radarreichweite der Walfangflotte, entdeckte das Gefahrenabwehrschiff der Walfangflotte, die Shonan Maru 2, gegen 02:00 Uhr heutemorgen auf dem Radar. Ausweichmanöver vollführend, eilte die Steve Irwin nach Osten und fährt gegenwärtig Richtung Nordwest, wobei sie Helikopterflüge auf der Suche nach derNisshin Maru durchführt. Wenn die Nisshin Maru nach Osten abdreht, in dem Versuch, nach Süden zurückzukehren, um mitdem Walfang zu beginnen, laufen sie in die Steve Irwin hinein.

Mit dieser gestaffelten und strategischen Vorgehensweise ist garantiert, dass die Walfangflotte nicht zu den Walfanggründen zurückkehren kann, ohne in ein weiteres SeaShepherd-Schiff hineinzustolpern.

Vorerst hat das antarktische Walschutzgebiet seinen Frieden, weil die Waljäger fliehen und ihre Harpunen zugedeckt haben,sie stampfen durch schäumende See, in dem Versuch, Abstand zu den Sea Shepherd-Schiffen zu gewinnen und sind zu ängstlich, nach Süden abzudrehen, aus Furcht, gefunden und wieder gejagt zu werden.

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Sea Shepherd ortet Walwilderer-Flotte und bereitet sich auf Eingriff vor

Nisshin Maru auf der Flucht, eskortiert von Harpunenschiff Photo: Tim Watters

Das Fabrikschiff Nisshin Maru wurde, gemeinsam mit allen drei Harpunenschiffen der japanischen Walfangflotte, von dem Helikopter der Steve Irwin ausfindig gemacht. Die Harpune der Yushin Maru No. 2 war zu dem Zeitpunkt, als die Flotte geortet wurde, nicht abgedeckt. Adam Meyerson, der Kapitän der Sam Simon, berichtete, dass seine Crew im Meer treibende Wal-Eingeweide gesichtet habe, was bestätigt, dass Sea Shepherd Walfangoperationen unterbrochen hat.

Der Kapitän der Steve Irwin, Siddarth Chakravarty, sagt: “Zum dritten Mal in diesem Jahr hat der Helikopter der Steve Irwin unser Ziel erreicht, die Nisshin Maru zu orten, trotz ihrer größten Bemühungen, sich der Verantwortung für ihre eklatante Mißachtung internationalen Rechts zu entziehen. Während die Waljäger vor den Sea Shepherd-Schiffen fliehen, sind wir stolz, dass heute ein Tag ist, den wir für die Wale wahrgenommen haben um den Frieden im antarktischen Walschutzgebiet wieder herzustellen.“

Seit sie von der Sea Shepherd-Flotte entdeckt wurden, haben sich alle drei Harpunenboote um das Heck der Nisshin Maru formiert.

Die vorrangige Strategie der Sea Shepherd-Walschutzkampagnen ist es, sich direkt hinter die Nisshin Maru zu setzen und die Gleitbahn des Fabrikschiffs zu blockieren, um ihm die Möglichkeit zu nehmen, abgeschlachtete Wale zum Zerlegen zu laden. Alle drei Umweltschutzschiffe von Sea Shepherd, die Sam Simon, die Bob Barker und die Steve Irwin befinden sich in ausreichender Entfernung zur Nisshin Maru, um eingreifen zu können und holen gerade zum Fabrikschiff auf.

 

Die Überreste eines gewilderten Wals, gefunden von der Sam Simon   Photo: Andrew J Correll

Zuvor, am 22. Februar um 22:45 Uhr, war die Bob Barker bei 74° 00‘ Süd und 176° 19‘ West auf die Shonan Maru No. 2 getroffen, das Gefahrenabwehrschiff der Walfangoperationen. Das alarmierte die Sea Shepherd-Flotte für die Wahrscheinlichkeit, dass die übrigen Schiffe der Walfangflotte sich innerhalb von 50 Seemeilen von dem Standort entfernt aufhalten würden, an dem das Gefahrenabwehrschiff entdeckt wurde. Die Steve Irwin begann mit Hubschraubereinsätzen und ortete in Folge den Rest der Walfangflotte.

In der letzten Woche herrschte im Rossmeer ein Tiefdruckgebiet, das schwere Wetterbedingungen mit sich brachte, die der Walfangflotte den Walfang erschwert haben müßten. Aufgeklartes Wetter hat es in den vergangenen 24 Stunden sowohl den Waljägern ermöglicht, den Walfang wieder aufzunehmen, als auch Sea Shepherd, die Wilderer zu orten.

Der Kapitän der Bob Barker, Peter Hammarstedt, sagte: “Wir haben noch nie dagewesene Eskalationen in den Aggressionen der japanischen Walfangflotte gesehen und erwarten gefährliche Manöver aus Verzweiflung, weil die Wilderer versuchen, eine sterbende Industrie am Leben zu erhalten. Trotz der Risiken und des fahrlässigen Vorgehens der Waljäger, die am 02. Februar eine Kollision mit meinem Schiff herbeiführten, wird Sea Shepherd tun, was wir zu tun gelobt haben: internationales Recht aufrechterhalten, wo die Regierungen versagen und diese gefährdeten und geschützten Wale verteidigen.“

Die japanische Walfangflotte operiert im Südpolarmeer unter Verletzung des weltweiten Moratoriums zum kommerziellen Walfang von 1986 und entgegen den Grundsätzen des antarktischen Walschutzgebiets, eingerichtet im Jahr 1994.

Nisshin Maru, gegenwärtig auf der Flucht und unfähig, Wale abzuschlachten Photo: Tim Watters

Die Steve Irwin verfolgt zur Zeit die Nisshin Maru Photo: Tim Watters

Quelle: Sea Shepherd Australia

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