Die Mörder von Namibias Stränden herausfordern

Sea Shepherd Crewmitglieder auf der Flucht aus Namibia

Bericht von Captain Paul Watson

Cape fur seals on the Cape Cross Seal Reserve

Cape Pelzrobben im Cape Cross Robbenschutzgebiet

Es kommt nicht oft vor, dass eine kleine Umweltschutzorganisation beschuldigt wird, eine Bedrohung für die nationale Sicherheit eines ganzen Landes zu sein. Gerade erst ist meine Crew nach Abschluss der Operation Desert Seal, einer verdeckten Sea Shepherd-Mission in Namibia, sicher nach Südafrika zurückgekehrt. Am Freitag, den 22. Juli habe ich sie endlich in KwaZulu-Natal, Durban, wiedergetroffen.

Unsere Mission war es, das schreckliche Schlachten von Robbenbabys entlang der windigen, kühlen Wüstenstrände von Afrikas Südwestküste, zu dokumentieren und an die Öffentlichkeit zu bringen. Ich muss dazu sagen, dass es heutzutage wirklich schwierig ist, interviewt zu werden, besonders da unsere Fernsehshow Whale Wars selbst im Süden Afrikas sehr erfolgreich ist. Meine Aufgabe war es, vor Ort, im Cape Cross Robbenschutzgebietes Interviews zu geben und zwar an dem Tag, an dem das Abschlachten der Robbenbabys beginnen sollte. Ich habe wie geplant die Interviews gemacht, aber es war nicht ein einziger Robbenschlächter in Sicht. Offenbar hatten mich ziemlich viele Leute erkannt und daher war bekannt, dass Sea Shepherd an Namibias Küsten ist.

Aus diesem Grund war den Robbenschlächtern gesagt worden, sich vom Strand fern zuhalten und das diesjährige Töten verzögerte sich. Dieser Aufschub dauerte leider nur fünf Tage. Während dieser Zeit wurde das von uns gemietete Haus von Einbrechern überfallen und das, obwohl sich eines unserer weiblichen Crew-Mitglieder im Haus aufhielt. Glücklicherweise konnte sie entkommen. Als sie mit anderen Crew-Mitgliedern später zurückkehrte, stellten sie fest, dass die Kameras zerbrochen wurden und Reisepässe, Laptops und Geld verschwunden waren. An der Henties Bay wurden Kampagnenleiter Steve Roest und ein Mitglieder unseres Team von einer Bande Robbenschlächtern angegriffen. Als Steve aus einem Laden kam, sah er, wie eine unserer Crew-Mitglieder von einer Gruppe wütender Männer umzingelt und beschimpft wurde. Sie und Steve blieben jedoch ruhig und es gelang ihnen, ins Auto zu steigen und davonzufahren um in Sicherheit zu gelangen.

Crewmembers prepare for mission in the cover of the night

Im Schutz der Nacht bereiten unsere Crew-Mitglieder die Mission vor

Unsere Tarnung war aufgeflogen und wir waren gezwungen einen vorgetäuschten Rückzug zu inszenieren. Und damit dies auch glaubwürdig wirkte, musste ich das Land verlassen. Das tat ich dann auch durch die Wüste bis zum Flughafen von Windhoek mit der namibischen Geheimpolizei auf den Fersen. Der Rest des Teams teilte sich in Gruppen auf, um die Mission fortzusetzen.

Es war mein erster Besuch der Kolonie der Cape Pelzrobben in Namibia. Hier betreibt Hatem Yavuz, ein in Australien lebender türkischer Robbenpelzhändler das größte Robbenschlachten auf diesem Planeten, jährlich werden mehr als 90.000 Robben getötet.

Es war eine wunderschöne Erfahrung in Mitten von so vielen Robben zu stehen, in der größten Robbenkolonie die ich je in meinem Leben gesehen habe. Die Robbenbabys waren sehr niedlich und die enge soziale Bindung der Muttertiere zu ihren Jungen ist faszinierend. Aber den Babyrobben dabei zuzusehen, wie sie spielerisch mit ihren Altersgenossen herumtollten und gleichzeitig zu wissen, dass sie in den kommenden Tagen auf brutalste Weise tot geprügelt würden, brach mir fast das Herz. Auch die namibische Tourismusbranche weiß das, denn Cape Cross ist nicht nur ein Robbenreservat. Ironischer Weise ist es ebenfalls Namibias größte Touristenattraktion, die den Küstenregionen weit mehr Geld einbringt, als das Robbenschlachten.

Trotzdem bleibt das Problem, dass das Reservat nicht primär ein Touristenziel ist, sondern ein Ort des Massenschlachtens. Die Robbentotschläger kommen früh morgens und schlagen den Robbenbabys die Schädel ein. Gleich nach ihrer grausigen Arbeit kommt ein Bulldozer und überdeckt den blutigen Sand. Erst dann, wenn die Wahrheit sprichwörtlich und tatsächlich vergraben ist, ist es Touristen überhaupt erlaubt, das Reservat zu betreten, um sich das schöne und friedliche Schauspiel der Cape Robben in ihrer natürlichen Umgebung anzusehen.

Aber warum ist das so? Weil es Menschen wie Hatem Yavuz gelingt, mit Schmiergeldern an Regierungsangehörige und Polizei, weiterhin Konzessionen zur Robbenjagd in Namibia zu erhalten. Diese gesamte Jagd ist illegal und kann nur auf Grund der unverschämten Korruption namibischer Politiker, Bürokraten, Polizisten, und nun auch des Militärs weitergeführt werden.

Nachdem ich Namibia Anfang Juli verlassen hatte, gruppierten die Sea Shepherd Teamleiter, der Engländer Steve Roest und der Niederländer Laurens de Groot, ihre Mannschaften um, um ihren Plan, 15km offene Wüste bis zur Robbenkolonie an der Küste zu durchqueren in die Tat umzusetzen. Ihr Ziel war es, Kameras zu installieren und das grausame Treiben der namibischen Robbenschlächter aus der Ferne zu dokumentieren. Laurens führte ein Team mit einem Australier, mehreren Südafrikanern sowie einem namibischen Führer an. Die zweite Gruppe, das “Backup”-Team, bestand aus mehreren US-Amerikanern, einem Australier und zwei südafrikanischen Staatsbürgern.

(L to R) Laurens de Groot, Paul Watson, Steve Roest

(von links) Laurens de Groot, Paul Watson, Steve Roest

 

Die Crew grub sich in ihren gefütterten Schlafsäcken in den Sand des Strandes ein, um sich vor der Kälte zu schützen – es war alles andere als gemütlich. Eines der Crew-Mitglieder steckte in einem Loch und filmte gerade die Robbenschlächter wie sie in der Dunkelheit in Richtung Robbenkolonie fuhren, als er sich umdrehte und einen schwarzen Sahara-Skorpion erblickte, der seinen Stachel angriffslustig erhoben hatte, bereit jeden Moment zuzustechen. Nahezu Auge in Auge mit dem Skorpion, rollte er sich aus dem Loch, bis der Skorpion verschwunden war. Es war ihm nicht klar, dass Sahara-Skorpione ihr Gift auch spritzen können. So ungemütlich es auch war, gelang es dem Team doch, in der Dunkelheit ihre Positionen mit guten Blick auf den Ort des Schlachtens zu halten.

Es war ein guter Plan, aber letztendlich ist Sea Shepherd dem namibischen Militär nicht gewachsen. Unsere Crew wurde schließlich durch die Wärmebild-Kameras der vor der Küste liegenden Patrouillenboote entdeckt und Soldaten wurden in Richtung unseres Teams ausgeschickt. Durch ihre Nachtsichtgeräte konnten die Sea Shepherd Mitglieder die Soldaten erkennen und auch sehen, dass sie ebenfalls mit Nachtsichtgeräten ausgerüstet waren.

Seal clubbers taking a break

Robbenschlächter machen eine Pause

Es war ein langer und sehr anstrengender Lauf durch die Wüste und zurück zu den Fahrzeugen. Kurzzeitig ging ein Teilnehmer sogar verloren, da er kurz entschlossen in einer Salzmiene Unterschlupf suchte, um nicht entdeckt zu werden. Es gelang ihm aber, sich zur Gruppe zurück durchzukämpfen. Gerade als sie auf die Fahrbahn trafen, sahen sie schon die heranrasenden Polizeiwagen. Die Wagen fuhren dicht an ihnen vorbei, um so schnell wie möglich zum Strand zu gelangen, um unserer Crew dort den Fluchtweg abzuschneiden. Das Sea Shepherd Team nahm den Weg über die Berge. Die Fahrzeuge fuhren ohne Licht und mit Nachtsichtgeräten wurde Felsbrocken, Dünen und Klippen ausgewichen, bis sie sicher die Grenze Südafrikas erreichten. Es war eine gefährliche, anstrengende und unbequeme Fahrt, aber sie haben es geschafft, die südafrikanische Grenze zu erreichen, ohne geschnappt zu werden.

Und gerade noch rechtzeitig! Der namibische Präsident war aufgebracht; dies war nicht länger einfach nur Hausfriedensbruch. Präsident Hifikepunye Pohamba erklärte uns zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit und behauptete, dass die Robben abgeschlachtet werden müssen, damit sie nicht namibische Fische wegfressen. Und so endete unsere erste Aufklärungsreise an die blutigen Strände von Nam.

Warum mischt sich Sea Shepherd gerade jetzt ein? Weil wir, nach jahrelangem Kampf gegen das brutale Abschlachten der Robben in Kanada, feststellen konnten, dass der Markt für kanadische Robbenprodukte völlig zusammengebrochen ist. Obwohl das kanadische Ministerium für Fischereiwirtschaft die Quoten ständig erhöht, dieses Jahr sogar auf über 468.000 Robben, lag die Zahl der tatsächlich getöteten Tiere bei nur etwa 58.000. Damit ist nunmehr Namibia die Nummer 1 und führende Robbenschlacht-Nation des Planeten. Und wenn Sea Shepherd einmal ein Projekt begonnen hat, dann bleiben wir auch dabei, bis wir unsere Mission erfüllt haben. Unser erklärtes Ziel, den Markt für kanadische Robbenprodukte zu zerstören, haben wir erreicht und jetzt werden wir unsere Energien darauf verwenden, Namibia zu stoppen.

Police station in Namibia

Polizeistation in Namibia

Das wird nicht einfach werden. Ähnlich wie Kanada, hat auch Namibia Zivilisten verboten die Gräueltaten an den Stränden zu dokumentieren, um das Schlachten “unter dem Radar” zu halten. Aber im Gegensatz zu Kanada, drohen potentiell Zuwiderhandelnden in Namibia anstelle von Bußgeldern und leichter Prügel durch Polizeibeamte, schwere Gefängnisstrafen (und die Gefahr erheblicher, sogar lebensbedrohlicher körperlicher Misshandlungen). Namibia ist ein äußerst gefährliches Pflaster, sehr viel riskanter, als schwerer Eisgang oder die Verfolgung durch die kanadische Küstenwache. In Namibia wird das Robbenschlachten durch brutale Schlägertruppen verteidigt. Die namibischen Robbenschlächter lassen die Robbenschlächter Neufundlands und der Magdalenen Inseln im Vergleich wie friedfertige Hippies aussehen. Ebenso ist im Gegensatz zu Kanada die Korruption in Namibia extrem verbreitet. Die Regierung, die Polizei und das Militär ist käuflich und jeder weiß es.

Ein solch brutaler Gegner erfordert eine gänzlich andere Strategie, als in Kanada. Unser Ziel ist die Aufdeckung und Dokumentation, um mit den Beweisen wirtschaftlichen Druck zu erzeugen. Wir müssen uns auf den Tourismus konzentrieren, ganz besonders den von Deutschland aus. Wir müssen die Bilder namibischer Gräueltaten in die ganze Welt hinausschicken. Wir müssen, im Licht der internationalen Öffentlichkeit anprangern, dass eine kleine Gruppe gieriger Ausländer sich auf Kosten der unschuldigen namibischen Bevölkerung und des marinen Lebens an Namibias Küsten bereichert.

Namibia hat riesiges Potenzial ein Mekka für Touristen zu werden, mit einer gesunden Robbenpopulation als garantierten Anziehungspunkt. Die Robbenpopulation sinkt jedoch und die Größe der Kolonie ist bereits drastisch reduziert. Was einmal so prachtvoll war, ist jetzt bereits viel weniger geworden und nimmt jedes Jahr weiter ab. Bald wird es nur noch eine Handvoll Robben sein, das Interesse der Touristen wird schwinden und mit ihm der große Umsatz durch den Tourismus, von dem so viele hart arbeitende Namibier profitieren.

Sea Shepherd ist jetzt zum Kampf gegen dieses widerwärtige und illegale Robbenschlachten aufgestellt. Wir haben dieses Gefecht dramatisch und kämpferisch begonnen und wir werden mit einer angriffslustigen und unerschrockenen Kampagne weitermachen, bis wir unser Ziel erreicht haben: Und zwar den Verbrechen von Yavuz und seinen geschmierten, korrupten Politikern Einhalt zu gebieten und ihn daran zu hindern, mit dem Blutvergießen hunderttausender wehrloser Robbenbabys Profit zu machen.

Seal skinning factory

Fabrik, in der die Robben gehäutet werden

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Deutsch-französisches Possenspiel Streit um “Foie gras”

Auch wenn es nicht direkt Meeresschutz ist, so ist es doch zur Bewahrung vor Tierquälerei:

In Deutschland ist die Herstellung von Stopfleber verboten. Verkauft werden darf sie aber. In Frankreich gilt “Foie gras” als “gastronomisches Kulturgut”. Nun sorgt die Lebensmittelmesse Anuga für einen politischen Eklat: Sie will die Stopfleber offenbar boykottieren.
Frankreich erhöht wegen des Boykotts von Stopfleber bei der Kölner Lebensmittelmesse Anuga seinen Druck auf Deutschland: Der französische Außenhandel-Staatssekretär Pierre Lellouche bat den deutschen Botschafter Reinhard Schäfers zum Gespräch. “Diese Angelegenheit ist alles andere als anekdotenhaft”, sagte Lellouche nach dem Gespräch.
Er habe dem Botschafter gesagt, dass die Bundesregierung auf die Veranstalter der Anuga einwirken müsse, die bei der Nahrungsmittelmesse im Oktober keine Stopfleber-Erzeugnisse mehr im Warenverzeichnis aufführen wollen. Deutschland müsse dafür sorgen, dass die Messe sich an europäisches Recht halte und keine Ware diskriminiere.
“Boykott hätte weltweite Auswirkungen”
“Unsere Hersteller müssen vollständig im Warenverzeichnis der Messe vertreten sein”, forderte der Außenhandelsstaatssekretär. Von der Branche hingen in Frankreich immerhin 35.000 Arbeitsplätze ab. “Ein Boykott unserer Erzeugnisse hätte weltweite Auswirkungen”, warnte Lellouche. In Berlin sollte demnach am Mittwoch ein Treffen mit dem französischen Botschafter stattfinden.
Frankreichs Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte vor zwei Wochen gewarnt, dass er nicht zur Eröffnung der Kölner Messe kommen werde, wenn die Stopfmäster tatsächlich ausgeschlossen seien. Zuvor hatten bereits einige Hersteller und Regionalpolitiker im Südwesten Frankreichs gegen den geplanten Boykott bei der weltgrößten Nahrungsmittelmesse protestiert.
“Gastronomisches Kulturerbe”
Die Anuga betont ihrerseits, dass es kein Verbot gebe. Stopfleber sei nicht mehr im Warenverzeichnis aufgeführt – wenn ein Hersteller aber “Foie gras” neben anderen Produkten im Angebot habe, könne ihm die Messe dies gar nicht verbieten.
Stopfleber ist eine französische Spezialität, die offiziell zum gastronomischen Kulturerbe des Landes gehört. In Deutschland ist ihre Herstellung eine Straftat, weil die Tiere dabei gequält werden. Verkauft werden darf sie allerdings auch hierzulande.
Wichtigster Kunde im Exportgeschäft ist Spanien. Deutschland rangiert nach Belgien und Großbritannien an vierter Stelle. Traditionell werden die meisten Stopfleber-Produkte rund um das Weihnachtsfest verkauft. Dieses Geschäft macht allein bis zu 50 Prozent des Jahresumsatzes aus.
AFP/dpa

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SOS – “Rettet die Steve Irwin!” – Update und nochmaliger Spendenaufruf

Von Carla Robinson, Entwicklungsleiterin

Steve Irwin (current)

Die Steve Irwin (heute)

Im Namen von Captain Paul Watson und Sea Shepherd möchte ich allen von Herzen Danke sagen, die für die Rettung unseres Schiffes gespendet haben! Es steht jedoch immer noch im Hafen von Lerwick, Schottland unter Arrest und wartet darauf, dass wir geschätzte 1.411.692,87 US-Dollar aufbringen, um das Schiff vor der Pfändung zu bewahren.

Wie kam es dazu? Wie manche von euch wissen, wurde die Steve Irwin am späten Nachmittag des 15. Juli auf den schottischen Shetland-Inseln vom britischen Gericht aufgrund einer Zivilklage durch das maltesische Unternehmen Fish & Fish Limited unter Arrest gestellt. Es verlangt Schadensersatz für die Blauflossenthunfische, die wir aus ihren Netzkäfigen im Juni 2010 befreit hatten. Diese Fische waren aus unserer Sicht illegal, nach Ende der Saison gefangen worden, ohne dass sich ein Inspektor an Bord befand oder irgendwelche Papiere vorhanden waren, die die Gesetzmäßigkeit ihres Fanges dokumentiert hätten.

Seit unserem ersten Aufruf vor nur sechs Tagen erreichten uns rekordverdächtige Spenden von Meeresliebhabern, und wir sind von eurer großzügigen Spendenbereitschaft tief berührt. Bis zum Sonntag, 24. Juli sind bei uns Spenden von zirka 442.279,37 US-Dollar eingegangen. Das ist wirklich fantastisch, aber wir sind immer noch weit von unserem Ziel entfernt. Wir hoffen, dass diejenigen unter euch, die noch nicht gespendet haben, jetzt eine Möglichkeit finden dies zu tun.

The Westra, purchased in 2006

Die Westra, gekauft 2006

Ich arbeite jetzt seit 16 Jahren für Sea Shepherd und ich werde bei diesem Bemühen zur Rettung unseres Schiffs automatisch sentimental. Ich hoffe du teilst unsere Liebe für dieses Schiff, das so viel für die Verteidigung der Meeresbewohner geleistet hat. Die ungefähr 53 Meter lange Steve Irwin ist für uns sehr wertvoll! Als wir das Schiff im Herbst 2006 in Schottland fanden, diente es unter dem Namen Westra als schottisches Fischereischutzschiff. Sea Shepherd erwarb dieses Schiff mit Hilfe unserer großzügigen Spender, taufte es um in Robert Hunter (Captain Watsons guter Freund und Greenpeace-Mitbegründer) und fuhr damit in die Antarktis, um die illegalen japanischen Walfänger zu überraschen! Mit 16 Knoten war die Robert Hunter in der Lage, die Walmörder besser zu verfolgen, als dies in der Vergangenheit möglich war.

Im Jahre 2007 benannten wir das Schiff zu Ehren des verstorbenen australischen Umweltschützers offiziell in Steve Irwin um. Kurz vor seinem frühzeitigen Tod äußerte Steve die Absicht, mit uns in die Antarktis zu kommen, um mit Captain Paul Watson und seiner mutigen Besatzung Wale zu verteidigen. Deshalb fanden wir es passend, ihm die Möglichkeit zu geben, uns durch seinen Namen auf dem schnellsten und effektivsten Walschutzschiff der Welt im Geiste zu begleiten.

In der kurzen Zeit seit dem Kauf vor fünf Jahren war das Schiff auf über 30 Seereisen und beförderte hunderte von entschlossenen Besatzungsmitgliedern zu entfernten Orten dieser Welt, wo es galt die Meeresbewohner zu verteidigen. In dieses Schiff wurden unzählige Mannstunden in Form von Wartungs-, Reparatur- und Verbesserungsarbeiten investiert. Über diese geleistete Arbeit hinaus gab es eine Unzahl von materiellen Spenden, die von fürsorglichen Unterstützern auf das Schiff gebracht wurden, darunter Ersatzteile, Werkzeuge, Vorräte sowie sämtliche Arten von Nahrung (Man darf nicht vergessen, dass diese Leckerbissen unsere Mannschaft am Leben halten und sie dadurch tun kann, was sie am besten tut!).

The Robert Hunter, on campaign in 2006

Die Robert Hunter während der Kampagne 2006

Weil Captain Watson am Steuer der Steve Irwin ist und unsere Kampagnen von ihr aus führt, nennen wir sie unser Flaggschiff. „Die Steve“ dient während unserer Kampagnen als Kommando- und Kontrollzentrum und ist auch unser Hubschrauberstützpunkt. Seit wir die Steve gekauft haben, wurde am Heck eine spezielle Schutzhalle errichtet, die die empfindlichen Rotorblätter des Hubschraubers schützen und die Präzisionsmaschine vor dem Rosten durch das salzige Meerwasser bewahren soll – und vor der japanischen Walfangflotte!

Und das führt mich zu unserer jetzigen Notlage zurück! Die Steve Irwin muss das schottische Lerwick verlassen, damit sich das Schiff zu den Färöer-Inseln begeben kann, um seine nächste Mission zu erfüllen. Die Steve soll dort so bald wie möglich mit dem Trimaran Brigitte Bardot (früher Gojira) zusammentreffen und gegen das grauenhafte Grindwalgemetzel einschreiten, das die Färöer „das Grind“ nennen. Wenn diese Mission im Nordatlantik erfüllt ist, wird dieses nautische Arbeitspferd in das antarktische Walschutzgebiet zurückkehren, um die wehrlosen Wale wieder vor den rücksichtslosen Harpunen der illegalen japanischen Walfänger zu schützen.

Was wir mehr denn je brauchen, sind unsere Unterstützer, nämlich DICH, um mit der bevorstehenden Kampagne weitermachen zu können. Wenn du etwas spenden kannst, dann solltest du wissen, dass jede Summe, die du aufbringen kannst, wirklich etwas verändern kann. Wenn du schon gespendet hast, sagen wir vielen Dank für deine Hilfe bei der Rettung unseres Schiffes. Wenn du im Moment nichts spenden kannst, dann überlege, ob du diesen Aufruf mit deinen Freunden, deiner Familie und deinem Einflussbereich über Facebook, Twitter und/oder Email teilen kannst. Egal wie deine Unterstützung aussieht – sie ist in jeglicher Form von großer Hilfe für uns und auch bei dir bedanken wir uns herzlich!

Befreit die Steve!

Vielen Dank für deine Unterstützung der weltweiten Verteidigung von Meeresbewohnern,

Carla Robinson
Entwicklungsleiterin
Sea Shepherd Conservation Society

button-facebook-logo-40Bitte teile dies mit möglichst vielen deiner Familienmitglieder und Freunde!

 

The Steve Irwin, 2011, Operation No Compromise. Photo: Barbara Veiga

Die Steve Irwin, 2011, Operation No Compromise. Foto: Barbara Veiga

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SOS-Ruf von Captain Paul Watson: Rettet unser Schiff!

Bericht von der Brücke der Steve Irwin

red donation boxIch schreibe Euch von Bord unseres Schiffes in Lerwick, Schottland. Ich brauche Eure Hilfe, um unser Flaggschiff Steve Irwin zu befreien damit wir auf See zurückkkehren können.

Am Freitagnachmittag, 15. Juli, wurde die Steve Irwin auf den schottischen Shetland Inseln von der britischen Justiz auf der Grundlage einer Zivilklage festgesetzt, die das maltesische Fischereiunternehmen Fish and Fish Limited gegen uns erhoben hat. Sie beanspruchen Schadenersatz für die Blauflossen-Thuns, die wir im Juni 2010 aus ihren Netzen befreit haben. Wir sind überzeugt davon, dass diese Fische illegal nach Beendigung der Fangsaison gefangen wurden, ohne dass ein Fischerei-Inspektor an Bord gewesen ist oder irgendein Schriftstück die Rechtmäßigkeit Ihres Fangs nachgewiesen hat.

Wir haben eine Anwaltskanzlei, die uns vertritt, und wir gehen davon aus, dass wir die notwendigen Beweismittel haben, die unsere Sichtweise belegen. Das Gerichtsverfahren wird uns außerdem die Möglichkeit verschaffen, darzulegen, was wir als ungesetzliche Machenschaften von Fish and Fish sehen, und wir werden unseren Fall auf dieser Grundlage aggressiv verteidigen. Der Schutz des gefährdeten Blauflossen-Thuns ist für unsere Ozeane und die Menschheit äußerst wichtig, denn wenn die Meere sterben … sterben wir.

Photo: Bill Rankin

Foto: Bill Rankin

Wenn wir jetzt nicht eine Bürgschaft in Höhe von 1.411.692,87 US-Dollar hinterlegen, wird die Steve Irwin auf unbegrenzte Zeit festgehalten und möglicherweise verkauft. Das würde nicht nur Sea Shepherd hart treffen, sondern wichtiger noch, es könnte uns davon abhalten, die Färöer-Inseln zu erreichen um Grindwale zu schützen und unsere Voraussetzung gefährden, im Dezember die Wale im Walschutzgebiet des Südpolarmeeres gegen die japanische Walfangflotte zu verteidigen.

Ich bitte Euch dringend: Rettet noch heute unser Schiff! Wir müssen die 1.411.692,87 US-Dollar unbedingt aufbringen, um die Bürgschaft leisten zu können. Spenden erreichen uns bereits, aber es ist noch ein langer Weg. Ich bitte Euch dringendst, die größte Spende zu leisten, die Euch möglich ist – Eure Spende ist unglaublich wichtig und wird enorm viel dazu beitragen, das Leben bedrohter Wale zu retten.

Ihr alle habt bereits tausenden Walen und unzähligen anderen Lebewesen in den Meeren das Leben gerettet, aber wenn wir nicht schnell unser Schiff zurückbekommen, werden viele Wale einen tragischen Tod erleiden, weil wir ihnen dann nicht mit diesem Schiff zu Hilfe kommen können.

Bitte spendet um die Steve Irwin zu retten, damit wir auf See zurückkehren können um das zu tun, was wir am besten können – Leben in den Ozeanen verteidigen.

Niemals zuvor war Eure Hilfe und Eure Unterstützung wichtiger.

Danke.

Für die Ozeane und die Steve Irwin,

Captain Paul Watson

button-facebook-logo-40Bitte verbreitet dies weitflächig an eure Freunde und Familien!

Photo: Gerry Waneck

Foto: Deborah Bassett

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Werde ein Krieger für die Wale

Sea Shepherd hat mit den Vorbereitungen für Operation Devine Wind (Göttlicher Wind) begonnen und gibt nun jedem die Möglichkeit aktiv mitzuhelfen.

Werde selber zum Krieger für die Wale und hilf Spenden für Sea Shepherd zu sammeln.

www.seashepherd.org/whalewarrior

http://my.seashepherd.org/netcommunity/migaloo

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Wir sind Piraten!

Kommentar von Captain Paul Watson

„Ich bin nicht, was man einen zivilisierten Mann nennt, Professor. Mit der Gesellschaft bin ich, aus Gründen die mir plausibel erscheinen, fertig.“ ~Captain Nemo (von Jules Verne)

Sea Shepherd’s Jolly Roger flag with the Sun Laurel refueling tanker in the background. Photo: Simon Ager

Sea Shepherds Jolly Roger-Flagge mit dem Versorgungsschiff Sun Laurel im Hintergrund. Foto: Simon Ager

Oh, meine Freunde, wir sind Piraten!

Es bedarf eines Piraten, einen Piraten zu stoppen! Deswegen ist die Sea Shepherd Flagge die Jolly Roger-Flagge. Ja, wir sind Piraten! Ich werde nichts anderes behaupten. Auf hoher See sind wir in der Tat Schurken und wir segeln unter den Sternen, die wir bestimmt haben, unseren Bug dorthin zu leiten, wo wir am meisten gebraucht werden. Wir sind nur jenen Rechenschaft schuldig, denen wir Loyalität geschworen haben. In ihrem Namen stellen wir ihre Feinde, um ihr Leben und ihre Freiheit zu verteidigen.

Über die Jahre hat man uns viele Namen gegeben, manche waren zutreffend, aber ich habe nicht die Absicht darüber zu diskutieren. Weil man uns Piraten genannt hat, habe ich die Jolly Roger-Flagge angenommen. Ich habe sie verändert, damit sie zeigt wofür wir stehen. Der gekreuzte Hirtenstab und Neptuns Dreizack sind das Symbol für unsere Wache über die Lebewesen in den Ozeanen und unsere Entschlossenheit für sie zu kämpfen, damit sie frei in der See sein können wer sie sind. Der Totenkopf reflektiert den Tod, den die Menschheit den Ozeanen bringt. Ying und Yang – Wal und Delfin – hingegen repräsentieren unser Ziel, die See wieder ins Gleichgewicht zu bringen, die Anmut der Delfine und die Weisheit der Wale zu erhalten. Es war das Auge eines Wals, das mich dazu inspirierte Sea Shepherd vor so vielen Jahren zu gründen.

Schließlich war es auch nicht die britische Marine, die im 17. Jahrhundert die Piraterie in der Karibik beendete. Diese Ehre gebührt Henry Morgan – einem Piraten. Es war der Pirat Jean Lafitte, der mit Andrew Jackson 1814 New Orleans verteidigte. Es war der Pirat John Paul Jones, der vor zwei Jahrhunderten die Marine der USA und Russlands gründete. Es waren die Piraten Sir Francis Drake und Sir Walter Raleigh, die ehrenhaft Ihrer Majestät Queen Elizabeth I. dienten. Einfach gesagt: Piraten erledigen die Dinge, ohne die Bremse der Bürokratie.

Ja, wir sind stolz darauf Piraten zu sein, jedoch sind wir disziplinierte Piraten mit unserem eigenen, ganz speziellen Ehrenkodex. Dieser Ehrenkodex verlangt, dass wir unsere Gegner weder verletzen noch töten und uns im Rahmen internationaler Umweltschutzgesetze bewegen – das bedeutet, dass wir nur gegen die illegale Ausbeutung der Meereslebewesen vorgehen. Wir sind eine Organisation gegen Wilderei.

Wir sind Piraten, die Piraten jagen. Ähnlich wie Dexter aus der bekannten gleichnamigen Fernsehserie, wählen wir genau aus, wer unser nächster Gegner wird. Wir agieren nicht gegen den legale Betrieb, selbst wenn wir mit ihm nicht einverstanden sind. Wir sind keine Protestorganisation. Wir hängen keine Banner auf, wir gehen gegen illegale Aktivitäten direkt vor.

Deshalb hat man uns auch schon Selbstjustiz vorgeworfen. Und es stimmt tatsächlich, wir nehmen das Gesetz in die eignen Hände. Wenn es Gesetze gibt, sie aber nicht durchgesetzt werden, entsteht ein Vakuum, das nach Selbstjustiz verlangt. Unsere Rechtfertigung ist die UN World Charter for Nature, die es Nicht-Regierungsorganisationen und Privatpersonen gestattet, einzugreifen um internationale Umweltschutzgesetze zu wahren. Wir sind Piraten, die Selbstjustiz üben, jedoch gebunden an einen Ehrenkodex, der es uns verbietet andere zu verletzen oder zu töten.

Greenpeace verurteilt uns, weil wir Gewalt anwenden. Wir haben jedoch noch nie einen einzigen Menschen verletzt. Was wir allerdings getan haben, ist, Dinge zu zerstören, die dazu benutzt wurden illegal Leben auszulöschen. Wir halten solche Aktionen für gewaltfrei und bezeichnen sie als aggressive Gewaltlosigkeit. Sogar Dr. Martin Luther, Jr. bemerkte, Gewalt kann sich nicht gegen Gegenstände richten. „Ich weiß, es gibt viele, die vor einer Unterscheidung zwischen Dingen und Personen zurückschrecken, viele die beides für unantastbar halten. Meine Ansicht ist da nicht so starr. Ein Leben ist heilig. Gegenstände sind da, um dem Leben zu dienen und egal wie sehr wir sie mit Rechten und Respekt ummanteln, sie haben keine Menschlichkeit. Es ist ein Teil der Erde auf dem die Menschheit lebt; es hat keine Menschlichkeit.“ ~ Dr. Martin Luther King, Jr., The Trumpet of Conscience, 1967.

Deswegen ist das Zerstören einer Harpune, einer Schusswaffe, eines Robbentöters oder einer Langleine in unseren Augen ein Akt der Gewaltlosigkeit, denn es verhindert Grausamkeit, Leiden und Tod von fühlenden Geschöpfen.

Sea Shepherd hat noch nie ein Besatzungsmitglied verloren, noch wurde eines ernsthaft verletzt. Sea Shepherd wurde auch noch nie wegen einer Straftat verurteilt oder zivilrechtlich verklagt. Trotzdem bezichtigt uns Greenpeace gewalttätig zu sein. Und das, obwohl Greenpeace selbst Todesfälle und Verletzungen zu beklagen hatte, wegen Straftaten verurteilt wurde und diverse zivilrechtliche Klagen verloren hat.

Aber wir sind Greenpeace oder anderen etablierten Organisationen nicht wirklich böse, dass sie uns nicht leiden könne, denn, naja, die Wahrheit ist … wir sind Piraten! Und als Piraten sind wir wie die leichten Mädchen der Umweltschutzbewegung, im Geheimen finden uns alle gut, öffentlich will sich keiner dazu bekennen. Damit können wir leben.

Wir wurden auch schon Öko-Terroristen genannt. Aber heutzutage wird ja jeder, der mit der Meinung eines anderen nicht einverstanden ist, gleich als Terrorist bezeichnet. Früher bedeutete das Wort ‚Terrorist‘ noch etwas und es verbreitete Angst und Schrecken, aber jetzt wo sogar seine Heiligkeit der Dalai Lama offiziell von China als „Terrorist“ bezeichnet wird, stört es uns auch nicht, so genannt zu werden. Unsere Antwort darauf ist einfach. Wir verstecken uns nicht in afghanischen Höhlen, und unsere Ankläger könne uns entweder festnehmen oder der Rhetorik eine Pause gönnen, bevor sie die Sprache und solch ein Wort komplett verwässern. Nein, wir sind definitiv keine Öko-Terroristen. Der Beweis: Wir sind nicht im Gefängnis und wir sind nicht auf der Gehaltsliste von BP oder Mitsubishi.

Als stolze Sea Shepherd Piraten haben wir kein Problem damit, von den Zerstörungsmächten dieses Planeten verurteilt zu werden, diese Hetze ist ein dauernder Angriff von Walfängern, Robbenjägern, Haifischflossenjägern, Robbentotschlägern, Fischwilderern und Umweltverschmutzern. Je mehr Gegner wir im Lager der Öko-Kriminellen haben, desto erfolgreicher und glaubwürdiger werden wir.

Die Walfänger, Robbenjäger und andere zur See fahrende Wilderer hassen uns wie keinen anderen ihrer Gegner. Tatsächlich sind sie so fanatisch in ihrem Hass auf uns, dass ihre Versuche uns zu stoppen, nur noch lächerlich wirken. Wenn wir keine Bedrohung wären, wenn wir nicht so effektiv arbeiten würden, hätten wir auch nicht solch leidenschaftliche Feinde.

Einige der anderen Tier- und Umweltschutzorganisationen sind gegen uns, hauptsächlich weil wir nicht das sind, was wir ihrer Meinung nach sein sollten. Als wir die Grenze des Petitionenunterzeichnens, der Lobbyarbeit, des Demonstrierens und des Banneraufhängens überschritten, haben wir es uns mit den meisten „Grünen“ verscherzt. Unser Ziel aber ist, den Walfang zu stoppen, nicht dagegen zu protestieren. Wir dienen nicht der Tier- und Umweltschutzbewegung, wir dienen dem globalen Ökosystem, im Speziellen dem maritimen Ökosystem. Sea Shepherd hat nichts mit Befangenheit und Engstirnigkeit der so genannten Tier- und Umweltschutzbewegung gemein. Wir haben weder eine linke Agenda noch haben wir eine rechts gerichtete Agenda. Wir haben schlichtweg keine politische Agenda. Wir sind wohl nicht politisch korrekt aber wir geben unser Bestes ökologisch korrekt zu sein. Ökologisch korrekt zu sein bedeutet, im Einklang mit den drei grundlegenden Gesetzen der Ökologie zu stehen. (1) Das Gesetz der Artenvielfalt, (2) Das Gesetz der wechselseitigen Abhängigkeit und (3) das Gesetz des begrenzten Wachstums. Das bedeutet auch echte Ungereimtheiten aufzuzeigen und sie nicht unter dem Deckmantel der sozialpolitischen Korrektheit zu begraben.

Das Gesetz der Artenvielfalt besagt, dass die Dezimierung von Arten nicht im Interesse der Stabilität des weltweiten Ökosystems ist. Das Gesetz der wechselseitigen Abhängigkeit besagt, dass alle Arten von einander abhängig sind. Das Gesetz des begrenzten Wachstums besagt, dass es Grenzen beim Wachstum und bei der Tragfähigkeit des Ökosystems gibt. Dies bedeutet, dass das Überleben von Fischen, Walen, Würmern, Bakterien, Bäumen und Menschen gleichrangig ist. Es bedeutet auch, dass die Menschheit die Rechte anderer Arten in ihre Überlebenspläne für die Zukunft einbeziehen muss, und es bedeutet, dass das Problem der Überbevölkerung angegangen werden muss.

Sea Shepherd arbeitet unabhängig von Kulturen, Rassen, Nationalitäten und philosophischen Überzeugungen. Wir repräsentieren ausschließlich die Interessen der Meeresbewohner und wir tun dies von einem zutiefst ökologischen und biozentrischen Standpunkt aus. In anderen Worten, der Vorteil für die Menschheit ist für uns nicht relevant. Deshalb wurden wir schon menschenfeindlich genannt. Damit haben wir kein Problem.

Die Leute können uns nennen, wie die wollen, alles was ihnen einfällt, sie können uns aller möglichen Dinge bezichtigen. Das ist uns gleichgültig, ihre Meinung ist für uns irrelevant, denn schließlich sind wir Piraten und da interessiert es uns nicht, wenn Leute anderer Meinung sind.

Uns interessiert der Schutz der Lebewesen in den Ozeanen, die wir repräsentieren. Und solange wir dies im Rahmen der Gesetze tun und niemanden dabei verletzen, sind alle Bedenken, Meinungen, Beschuldigungen und Verurteilungen schlichtweg irrelevant.

Uns ist klar, dass wir nicht jedermanns Sache sind. Manche Menschen mögen nicht, was wir tun und gegen wen wir vorgehen, andere finden gut, was wir tun, mögen aber nicht, wie wir es tun. Das lässt uns jedoch völlig kalt, denn wir heißen die willkommen, die uns unterstützen und bleiben unbeeindruckt von jenen, die gegen uns sind. Wir versuchen nicht, es jedem recht zu machen, sondern bleiben uns selbst treu.

Wir sind Sea Shepherd und wir sind aggressive Streiter. Möglicherweise zerstören und beschlagnahmen wir Dinge, die benutzt werden um illegal Leben zu zerstören. Möglicherweise sagen wir Sachen, die andere nicht hören wollen. Wir werden unweigerlich Dinge tun, die manche Menschen nicht mögen. Und manchmal wenden wir Taktiken an, mit denen manche nicht einverstanden sind. Dementsprechend erwarten wir Widersacher.

Wir sind keine große Organisation und wir haben nicht die Absicht, eine solche zu werden. Wir sind eine Mannschaft Freiwilliger, Aktivisten und Seemänner mit dem Ziel die Ozeane vor uns Menschen zu schützen und der ökologischen Vernichtung der Menschheit zu verhindern. Wir lehnen eine bürokratische Struktur ab und wir haben kein Interesse daran, etabliert oder seriös zu werden. Ich meine – wer hat schon mal von einem seriösen Piraten gehört? Wir sind Aufrührer, Wagehalse, Störenfriede und, naja, Piraten – das waren wir schon immer und werden wir immer sein.

Wenn du diese Grundsätze unterstützt, kannst du mit uns ein Pirat sein. Willkommen an Bord, Kumpel.

Quelle: Sea Shepherd Deutschland

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Operation Divine Wind

Rückkehr ins Südpolarmeer: Antarktis–Walschutzkampagne 2011-2012

Operation Divine WindDer erste Hinweis, dass die japanische Walfangflotte im Dezember diesen Jahres ins Südpolarmeer zurückkehren könne, kam mit der kürzlichen Ankündigung, das japanische Fischereiministerium habe die japanische Küstenwache angefragt, ein Patrouillenboot zu entsenden, um der japanischen Walfangflotte Begleitschutz für ihre Rückkehr in das antarktische Walschutzgebiet zu geben.

Obwohl es keinerlei praktischen oder ökonomischen Nutzen für die japanische Walfangflotte ergibt, wenn sie in die antarktischen Gewässer zurückkehrt, scheint der nationalistische Aspekt das vorrangige Motiv für den anhaltenden Starrsinn der japanischen Walfänger zu sein, ihr verantwortungsloses und ungesetzliches Vorgehen im Südpolarmeer weiter voranzutreiben. Aber Hartnäckigkeit muss mit Hartnäckigkeit entgegengetreten werden und der Entschiedenheit der japanischen Walfänger, grausam Wale abzuschlachten, muss mit noch größerer Entschiedenheit seitens der Sea Shepherd Conservation Society begegnet werden, deren gesetzloses Vorgehen zum Schutz der Wale zu behindern und zu unterbinden.

Die Japan Times ließ verlautbaren “Die Walfangflotte stellte in der vergangenen Saison ihren Betrieb im Südpolarmeer aufgrund der Aktionen der Sea Shepherd Conservation Society ein, welche die vier Schiffe der Flotte zur Heimkehr im Februar zwang, nachdem sie weit weniger Wale gefangen hatte als geplant.“

Japan wird sich bemühen, das Vorgehen Sea Shepherds durch die Niederlande, die Vereinigten Staaten, Neuseeland und Australien anlässlich des jährlichen Treffens der International Whaling Commission (IWC), das auf den britischen Kanalinseln stattfindet, ausschalten zu lassen. Das Sea Shepherd – Schiff Brigitte Bardot wird während des IWC – Treffens auf der Insel Jersey, in den Kanalinseln, anlegen.

“Wir sind unbesorgt hinsichtlich der Drohungen Japans “, sagte Captain Paul Watson. „Japan verfügt über keine gesetzliche Grundlage, uns auszuschalten und die japanische Küstenwache hat keine Gesetzesgrundlage, im Dezember ein Patrouillenschiff ins Südpolarmeer zu entsenden. Das ist alles bloß Gebluffe und Getöse des japanischen Fischereiministeriums mit seinen ständigen Versuchen, seine illegalen Aktivitäten im Südpolarmeer zu rechtfertigen. Japanisches Patrouillenschiff hin oder her, wenn die Walfänger ins Südpolarmeer zurückkehren, werden die Sea Shepherd–Schiffe zurückkehren, um ihnen entgegenzutreten.“

Sea Shepherd sucht ein viertes Schiff, um seine Expeditionsstreitmacht für die Operation Divine Wind aufzustocken. „Wir benötigen ein großes Schiff für jedes der Harpunenschiffe. Die japanische Taktik, sich an unsere beiden Schiffe dranzuhängen, um unsere Position nach vorne an die Fabrikschiffe zu übermitteln, funktioniert, allerdings auf Kosten des Opfers der Walfangaktivitäten jedes Harpunenschiffes“, sagte Captain Locky MacLean. „Dieses Jahr war ihr Extra – Harpunenboot in der Lage, Wale abzuschlachten, während die beiden anderen die Steve Irwin und die Bob Barker verfolgten. Wir müssen gegen das dritte Harpunenschiff antreten und dafür brauchen wir ein weiteres Schiff.“

Zusätzlich zu der Verletzung internationaler Umweltschutzgesetze durch den Walfang wird Japan gegen die International Maritime Organization (IMO) verstoßen, wenn sie mit dem Fabrikschiff Nisshin Maru südlich des 60sten Breitengrades zurückkehren. Seit August 2011 ist es allen mit Schwerbenzin betriebenen Schiffen untersagt, in die Antarctic Treaty Zone einzudringen. Hinzu kommt, dass es allen Militärschiffen untersagt ist, in den Gewässern der Antarctic Treaty Zone zu operieren. Falls die japanische Küstenwache die Walfangflotte eskortiert, wird sie das illegaler Weise tun.

“Ich habe entschieden, die nächste Kampagne Operation Divine Wind zu nennen“, sagte Captain Watson. „Der japanischen Öffentlichkeit ist die Bedeutung des Begriffs’kamikaze’ wohlbekannt. ’Kami’, der ’Wind’, und ’kaze’, übersetzt mit’göttlich’ oder ’Wind der Götter’. Das bedeutet, dass wir die ’göttlichen Winde“zum Schutz der Wale gegen die Grausamkeit und die kriminellen tödlichen Vorgehensweisen der japanischen Walfänger anrufen.“

Sea Shepherd wird niemals zurückweichen oder aufgeben angesichts von Drohungen oder Widerstand der japanischen Walfänger und der japanischen Regierung. Die Schutzorganisation hat sich der Beendigung des illegalen Walfangbetriebs im Walschutzgebiet Südpolarmeer verpflichtet und wird jede und alle aggressiven gewaltfreien Strategien und Taktiken einsetzen, um dieses Ziel zu erreichen.

“Wir werden dem Walfang im Südpolarmeer ein Ende setzen”, sagte Captain Watson, „gleich, wie langwierig die Anstrengungen, wie gefährlich die Risiken oder die Opfer, die wir bringen müssen. Wir haben geschworen, unser Leben und unsere Freiheit einzusetzen für das Ende dieses Gemetzels und wir werden dieses hehre Ziel erreichen oder bei dem Versuch dazu unser Leben geben.“

Das Sea Shepherd – Flaggschiff Steve Irwin und die Brigitte Bardot werden in diesem Sommer Grindwale im dänischen Schutzgebiet der Färöer Inseln verteidigen, bevor sie auf die südliche Halbkugel zurückkehren, um sich der Bob Barker anzuschließen und erneut gegen die illegalen Aktivitäten der japanischen Walfangflotte vorzugehen.

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Wird Japan aufgeben oder wird der Krieg gegen die Walfänger im Südpolarmeer eskalieren?

Will Japan surrender or escalate the Whale WarsWird die japanische Walfangflotte ins Südpolarmeer zurückkehren? Logisch, die Gesetzes- und die Sachlage legen nahe, dass nicht. Wenn es jedoch zu Walfang kommt, handelt die japanische Regierung weder sachlich, noch gesetzestreu noch vernünftig, und daher ist die Zukunft des Walfangs im Südpolarmeer zu diesem Zeitpunkt unvorhersehbar.

In dieser Woche gab es mit dem Bericht der japanischen Regierung über die Prüfung der Entsendung eines Patrouillenschiffs der japanischen Küstenwache ins Südpolarmeer, zum Schutz der japanischen Walfangflotte vor der Sea Shepherd Conservation Society, einen Hinweis, dass Japan erneut alle Vernunft in den Wind schlagen würde. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, das Fischerei-ministerium habe die Küstenwache angefragt, ein Boot zu entsenden um die Walfangflotte während der Jagd in der bevorstehenden Saison zu beschützen. Aber die japanische Küstenwache ist vernünftiger, als das Fischereiministerium berichtet hat; sie sind unwillig, sich zu beteiligen und geben an, sie hätten keine gesetzliche Grundlage, solches zu tun.

Wenn die japanische Walfangflotte in das Walschutzgebiet im Südpolarmeer zurückkehrt, wird sie weitere Schulden durch die fortgesetzten Subventionen von der japanischen Regierung machen. Und zusätzlich zu der schamlosen Verletzung internationalen Umweltschutzrechts werden sie außerdem gegen das neue Gesetz verstoßen, das von der International Maritime Organization (IMO) erlassen wurde und den Gebrauch von Schwerbenzin unterhalb des 60sten südlichen Breitengrades verbietet.

Sea Shepherds Verfolgungsschiff für große Distanzen, die Bob Barker, liegt gegenwärtig in Australien, komplett überholt und bereit, jeden Augenblick ins Südpolarmeer aufzubrechen. Das Flaggschiff Steve Irwin und die Brigitte Bardot sind auf dem Weg in den Nordatlantik, um Grindwale vor den Färöer Inseln zu schützen. Allerdings werden beide Schiffe in der Lage sein, im Oktober, weit vor dem Beginn der Walfangsaison, ins Südpoalarmeer zurückzukehren.

Sea Shepherd erwägt außerdem den Einsatz eines zusätzlichen vierten, schnellen und eistauglichen Schiffes um die japanischen Walfänger und jedwedes Schiff der japanischen Küstenwache angehen zu können, falls diese sich entschließen sollte, die Flotte der Wilderer zu eskortieren.

Die Hinzuziehung eines Schiffes der japanischen Küstenwache wird einige interessante politische Dilemmata für Japan und Australien und die Unterzeichner des Antarktis – Vertrages hervorbringen, weil nämlich Militärschiffe im Geltungsbereich des Antarktis – Vertrages untersagt sind.

Der Gründer und Präsident von Sea Shepherd, Captain Paul Watson, ist voller Hoffnung, dass die japanische Walfangflotte im Dezember nicht in das Südpolarmeer zurückkehren wird, doch wenn sie es tun, wird Sea Shepherd bereit stehen, sie dennoch wieder zu blockieren. „Wir sind verhalten optimistisch“ sagte Captain Watson, „aber wir treffen Vorbereitungen, um in die Antarktis zurückzukehren – nur für alle Fälle“.

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Operation Ferocious Isles: Die Rechte der Wale auf den Färöer Inseln verteidigen

dead pilot whalesIn wenigen Tagen wird die Sea Shepherd Conservation Society ihre Segel in Richtung des dänischen Protektorats Färöer Inseln setzen. Mit an Bord ist ein verbesserter Plan um die jährlich stattfindenden schrecklichen Abschlachtungen tausender gefährdeter Grindwale beim sogenannten „Grind“ zu verhindern. Die 2011 Kampagne Operation Ferocious Isles (englisches Wortspiel, zu deutsch etwa: Operation Verrohte Inseln) markiert die ersten aktiven Aktionen gegen die Grinds seit über zehn Jahren. Operation Ferocious Isles ist eine Kooperation zwischen Sea Shepherd und der Brigitte Bardot Foundation.

Mit Sea Shepherds Gründer Captain Paul Watson am Steuer ihres Flaggschiffs Steve Irwin und mit der Unterstützung des schnellen Abfangschiffs Brigitte Bardot, gesteuert vom erfahrenen Captain Locky McLean, ist dieses Jahr ein großes Team gepaart mit wesentlich modernerer Technik im Einsatz und wird so wirkungsvoll vor den Färöer Inseln sein wie Anfang des Jahres beim verteidigen der Wale im Südpolarmeer. Die Umweltschutzorganisation beabsichtigt Tongeräte auszulegen um mit einem Geräuschvorhang die wandernden Wale von den Inseln fern zu halten. Sea Shepherd wird die auf den Färöer Inseln geschehenden Gräueltaten filmerisch dokumentieren und der Öffentlichkeit zur Bewusstseinsbildung über das Vorgehen zur Verfügung stellen. Diese Taktik zeigte sich als sehr erfolgreich beim Verteidigen von Großwalen.

„Es gibt etwas weitaus wichtigeres als Meinungsfreiheit und das ist das Recht zu leben“, sagte Captain Watson als Antwort auf die Stellungnahme des Premierministers der Färöer Kaj Leo Holm Johannesen über sein „Recht dagegen zu sein… und zu demonstrieren.“

Sea Shepherd ist nicht auf dem Weg zu den Färöer Inseln um zu protestieren oder sich gegen das grausame Abschlachten der Grindwale in einem barbarischen Ritual auf den Inseln, das sogenannte „Grindadrap“ oder einfach „Grind“, auszusprechen. Sea Shepherds Ziel ist es, mit aggressiven aber gewaltfreien Aktionen wenn immer möglich gegen den „Grind“ vorzugehen und ein größeres internationales Bewusstsein auf dieses Massenschlachten, welches noch blutiger und grausamer ist als das Delfinschlachten in Taiji auf welches der preisgekrönte Film Die Bucht hinweist, zu lenken.

„Wie können wir als Europäer das Schlachten von Delfinen in Japan kritisieren und dabei die grausamen Massaker an ganzen Schulen dieser zarten und schutzlosen Grindwale ignorieren?“ sagte Sea Shepherd Frankreich Präsident Lamya Essemlali.

„Unser Ziel ist es nicht von unserem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch zu machen, sondern das Abstellen dieser Grausamkeit. Petitionen, Proteste, Banner, Gespräche und Reden haben dieses Ziel nicht ansatzweise erreicht“, sagte McLean an Bord der Steve Irwin in Barcelona. „Reden hat sich als Zeitverschwendung herausgestellt. Während Menschen über Traditionen und Rechte labern werden intelligente, sozial komplexe und wunderschöne Grindwale gewaltsam in Buchten getrieben und grausam in einem Spektakel abgeschlachtet das in einer zivilisierten Welt keinen Platz mehr hat. Wir wollen nicht über dieses widerliche Gemetzel reden, wir wollen es stoppen. Das Recht der Wale zu leben steht über dem ‘Recht’ der Färöer sie zu ermorden.“

dead pilot whale and baby

toter Grindwal mit Baby

Sea Shepherd möchte unterstreichen, dass die Färöer Inseln von europäischen Subventionen profitieren, sich aber selbst eine Ausnahme beim europäischen Walfangverbot genehmigen. Sea Shepherd hofft auf eine Auseinandersetzung mit der dänischen Regierung um zu beweisen, dass Dänemark jene unterstützt, welche das europäische Gesetz verspotten. Wenn Island aufgrund des Walfangs der EU nicht beitreten kann, sollten die Färöer Inseln auch keine Vorteile daraus schlagen, während sie exakt das Selbe tun. Dies ist eine schlichte Diskriminierung Islands zum Vorteil der Färöer Inseln.

„Die Färöer sagen sie hätten das traditionelle Recht komplette Walschulen zu massakrieren“, sagte McLean, „jedoch habe kein Mensch das Recht ein fühlendes Wesen zu quälen und abzuschlachten. Was die Färöer ihr ‚Recht‘ nennen, nennen wir eine Falschdarstellung. Das ist als würde man verlangen Ted Bundy oder Charles Manson zu respektieren, und Sea Shepherd hat nicht die Intention die Rechte von grausamen Psychopathen zu respektieren. Man versucht nicht mir Psychopathen zu reden, man versucht sie zu stoppen bevor sie erneut töten.“

Seit den frühen 80er Jahren steht Sea Shepherd an der Front der Opposition gegen das Schlachten von Grindwalen auf den Färöer Inseln. Captain Watson hat 1985, 1986 und erneut im Jahre 2000 Kampagnen gegen das Jagen geleitet. Während Sea Shepherd um die Inseln patrouillierte wurde kein einziger Wal getötet. Sea Shepherd hat ebenso 20.000 Filialen zweier Supermarktketten in Deutschland zum Boykott färöischer Fischprodukte bewegt.

Im Sommer 2010 ergriff Sea Shepherd die Initiative und sendete einen verdeckten Ermittler auf die Färöer Inseln um Bilder und Filmmaterial vom grausamen „Grind“ zu erstellen; Bilder die später benutzt wurden um das Massenschlachten von Grindwalen der Öffentlichkeit zu zeigen. Sea Shepherd und die Brigitte Bardot Foundation testeten Tongeräte mit dem Ziel die Wale von den Inseln fernzuhalten. Während der Operation Ferocious Isles werden diese Geräte ausgebracht um einen Geräuschvorhang zwischen den Walen und ihren Mördern zu errichten.

Es wird davon ausgegangen, dass ungefähr 1.000 Grindwale jährlich dem „Grind“ zum Opfer fallen. Die Färöer erreichen diese indem sie die in Familienverbünden schwimmenden Tiere bei den Wanderungen abfangen und in flache Buchten treiben. Einmal entdeckt werden die Meeressäugerfamilien ans Ufer getrieben, wo Männer, Frauen und Kinder aller Altersstufen darauf warten sie niederzuknüppeln, aufzuspießen, aufzuschlitzen und aufzuschneiden, und ihnen damit einen langsamen Tod bereiten während sich das Wasser mit ihrem unschuldigen Blut rot färbt. In den Hochsommermonaten werden oft schwangere Grindwale aufgereiht und erleiden noch weitergehende Ungerechtigkeit wenn ihre Fötusse aus ihren Körpern geschnitten werden und neben den anderen hunderten Opfern zur Schau gelegt werden.

Heut zu Tage werden diese Massenmorde nicht aus Zweckdienlichkeit begangen sondern nur aus „kultureller Wichtigkeit“ für die Färöer Gemeinschaft. Tatsächlich werden die Wale, wenn die einheimischen mit dem Verstümmeln fertig sind, einfach unter vollkommener Missachtung des Wertes eines Lebens in ein Unterwassermassengrab entsorgt. Sea Shepherd beabsichtigt gegen den „Grind“ vorzugehen und wenn möglich den Verlust solch wertvoller Meereslebewesen zu verhindern.

historical Grind photo historical grind photo
historische Aufnahmen des Grinds

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Japanische Walfänger bald mit Militäreskorte?

Aufgrund massiver Behinderung durch Aktivisten von Sea Shepherd brach die japanische Walfangflotte ihre Walfangaktivitäten vorzeitig ab und konnte nur einen  Bruchteil der geplanten Quote erfüllen.

Nun hat das japanische Fischereiministerium bei der Küstenwache um ein Patrouillenschiff gebeten um gegen die Aktivisten in der kommenden Saison vorzugehen. Damit scheint dann wohl bestätigt, dass Japan nicht vorhat den Walfang in der antarktischen Walschutzzone aufzugeben und ihre “wissenschaftliche Arbeit” fortzusetzen.

Schon in der Vergangenheit waren bewaffnete Beamte der japanischen Küstenwache an Bord der Walfänger und setzten Schallkanonen und Blendgranaten ein.

http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110629b1.html

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