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Sea Shepherd Update: Bob Barker jagt die japanische Walfangflotte weiter

Mittwoch, den 24. Februar 2010

Sea Shepherd News:http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100223-1.html

Nach 18 Tagen ständiger Verfolgung der illegalen japanischen Walfangflotte und der Verhinderung, das irgendein Wal getötet wurde, bricht das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin ab und kehrt nach Hobart in Tasmanien zurück. Ihre geplante Ankunft wird am 6. März sein. „Wir haben unser Limit an Treibstoffreserven erreicht“, sagte Kapitän Paul Watson. „Uns bleibt nichts anders übrig, als zurückzukehren. Wir haben grade noch genug Treibstoff um nach Hause zu kommen.“

Obwohl die Steve Irwin aus dem Rennen ist, steht die japanische Walfangflotte immer noch vor einem Problem. Das Sea Shepherd Schiff Bob Barker verfügt über genügend Reservern um die Walfangflotte den Großteil der restlichen Fangsaison weiter zu jagen. Die Bob Barker verfolgt die Nisshin Maru momentan durch ein Packeis in die Cooperation See. Sea Shepherd vermutet, dass die drei Harpunenboote der Flotte dort im Süden auf das Fabrikschiff warten. „Jeder Tag an dem wir das Töten von Walen verhindern ist ein siegreicher Tag für uns“, sagte Kapitän Chuck Swift von der Bob Barker. “Meine Mannschaft hat sich darauf eingestellt, hier so lange wie möglich ihre illegalen Walfangaktivitäten zu verhindern. Sie haben nicht mehr viel Zeit und diese Zeit werden sie die Bob Barker an ihrem Heck haben um die Wale zu verteidigen.“

Das Institut für Walforschung  in Japan berichtete, dass Togo der Bob Barker die Registrierung entzogen haben soll.“ Sollte das stimmen, ist es sehr interessant, dass Japan das weiß, aber Sea Shepherd nicht. Das zeigt, dass Japan Druck auf Togo ausgeübt haben muss, und die Flagge zu streichen“, sagte Kapitän Paul Watson. „ Wir haben das erwartet, weil Togo eine der Marionettenstaaten ist, die an Japan ihre Stimme bei der Internationalen Walfang Kommission verkaufen. Wir haben die Registrierung absichtlich in Togo vornehmen lassen, um notfalls die imperialistische Verbindung Japans zu Togo aufdecken zu können. Wir haben die Registrierung von Togo genauso bekommen, wie Japan ihre Stimme.“

Die Sea Shepherd Conservation Society hat bereits mit dem Vorgang des Umflaggens begonnen, da man das Abflaggen von seitens Togos erwartet hat. „Wir erreichen, dass die Japaner um den Globus reisen um unsere Schiffe abzuflaggen und hinterlassen somit breite Spuren über unsere „seeräuberischen“ Aktivitäten gegen ihre Walwilderer“, sagte Kapitän Watson. „Aber somit verbreitet sich die Tatsache weiter, das wir jeden Tag die Wahrheit über das illegale Treiben Japans in der Walschutzzone des Südpolarmeeres aufdecken. Und was viel wichtiger ist, wir verderben ihre Quote an Waltötungen und kosten sie somit ein Vermögen von Zig-Millionen Dollar. Unser Ziel ist es, sie finanziell zu ruinieren und ich bin zuversichtlich, daß wie sie dieses Mal ökonomisch versenken.“ Sea Shepherds Kampagne Waltzing Matilda hat sich zu unserer erfolgreichsten Kampagnen aller Zeiten entwickelt. Sea Shepherd erwartet diese Saison, dass mehr Wale verschont bleiben, als bei allen anderen fünf Kampagnen bisher.

Kapitän Pete Bethune wird weiterhin als Gefangener auf dem Sicherheitsschiff Shonan Maru No. 2 gehalten und befindet sich auf dem Weg nach Japan. Er wird der erste Neuseeländer seit dem Zweiten Weltkrieg sein, der als Gefangener vom Südpolarmeer nach Japan gebracht wird.

Die Sea Shepherd Conservation Society geht keine Kompromisse ein, die ein weiteres Waltöten im Südpolarmeer gestattet. „Der einzige Grund, warum Japan Angebote erhält um Kompromisse einzugehen ist, weil sie eine reiche, starke Nation sind, die wiederum besondere Aufwendungen für Wilderer verteilt“, sagte Kapitän Paul Watson. „Ich sehe weder, dass die Welt mit Elefantenwilderen in Ostafrika Geschäfte macht noch mit Buschfleischhändlern in Westafrika. Afrikanische Wilderer werden eingesperrt oder erschossen. Japanische Wilderer machen was sie wollen, wann sie es wollen, wo sie es wollen und die Regierungen der Welt schrecken aus Angst, Japan zu beleidigen, zurück. Es ist beschämend, dass die Nationen, die Naturschutzübereinkommen unterzeichnen, den Wilderern das Sagen zu überlassen.

Sea Shepherd unterbindet die illegalen Walfangaktivitäten der Japaner

Montag, den 8. Februar 2010

Sea Shepherd News: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100208-1.html

Steve Irwin unterstützt die Jagd nach der Nisshin Maru

Position 63° 43’ Süd 81° 26’ Ost

Das Sea Shepherd Schiff Steve Irwin hat sich heute morgen um 7.00 Uhr (Sydney Zeit) dem Sea Shepherd Schiff Bob Barker angeschlossen. Beide Sea Shepherd Schiffe verfolgen nun das japanische Fabrikschiff Nisshin Maru.

Die japanische Flotte flüchtete schnell Richtung Nordost, nicht wissend, dass die Steve Irwin sich selbst auf südwestlichen Kurs befand und ihnen direkt entgegenkommt. Die Flotte machte ca. 15 Knoten und die Steve Irwin ebenso. Die Steve Irwin und die Flotte schlossen den Abstand mit 30 Knoten und halbierten somit den Zeitpunkt des Zusammentreffens.

Die Steve Irwin platzierte sich zwei Stunden regungslos hinter einem Eisberg in etwa 30 Meilen Abstand um der Nisshin Maru die Gelegenheit zu geben dichter an sich ranzukommen. Bei einem Abstand von 3 Meilen nahm die Steve Irwin Fahrt auf und fing die Nisshin Maru ab.

Als die Steve Irwin die Nisshin Maru überholte, nahm das Fabrikschiff seine Wasserkanonen in Betrieb. Doch die Besatzung war überrascht als die Steve Irwin mit einer stärkeren Wasserkanone zurückschoss. Einige Walfänger rannten zu den Türen der Brücke als das eiskalte Wasser das Brückendeck traf.

Die Steve Irwin beschattet gerade die Nisshin Maru und befindet sich einige Kabellängen hinter dem Fabrikschiff und leicht auf dessen Backbordseite. Gegenüber der Steve Irwin verfolgt die Bob Barker die Nisshin Maru auf der Steuerbordseite.

Im Kielwasser der Nisshin Maru befinden sich die japanischen Schiffe Shonan Maru 2, Yushin Maru 1 und Yushin Maru 2. Von der Yushin Maru 3 fehlt jede Spur.

Sechs Schiffe, von denen zwei zu Sea Shepherd und vier zur japanischen Flotte gehören, fahren mit voller Kraft Richtung Nordosten.

“Nicht ein einziger Wal ist gestorben seit die Bob Barker die Flotte am 6. Februar um 1 Uhr abgefangen hat. Bereits drei Tage hintereinander konnte die Flotte keinen Wal töten. Wir beabsichtigen diese drei walfangfreien Tage in drei walfangfreie Wochen zu verwandeln” sagte Kapitän Paul Watson. “Ich bin zuversichtlich, dass wir ihre Fangquoten stark reduzieren werden und sie wiederum keinen Profit machen können.”

Die Steve Irwin und die Bob Barker haben genug Treibstoff, um die Walfangflotte einen weiteren Monat zu verfolgen.

“Es spielt keine Rolle wohin sie fahren, egal ob nach Osten, Westen oder die antarktische Küste entlang” sagte Locky MacLean, 1. Offizier der Steve Irwin. “Wir werden uns wie Kletten an sie heften und nicht zulassen, dass auch nur ein einziger Wal auf das Deck dieses widerlichen Meeresschlachthauses gelangt.”

Auf der Steve Irwin befinden sich 41 Besatzungsmitglieder (29 Männer und 12 Frauen) aus Australien, von den Bermudas, aus Brasilien, Kanada, Estland, Frankreich, Japan, Ungarn, den Niederlanden, Neuseeland, Polen, Südafrika, Schweden, dem Vereinigten Königreich und den USA (15 Nationalitäten).

An Bord der Bob Barker sind 30 Besatzungsmitglieder (6 Frauen und 24 Männer) aus Australien, Neuseeland, den USA, Schweden, dem Vereinigten Königreich und Südafrika (6 Nationalitäten).

mit Rechtsklick- Grafik anzeigen- vergrößerte Ansicht

Brief an den Herausgeber des The Australian

Sonntag, den 24. Januar 2010

Freitag, 22. Januar 2010

Original unter: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-100122-2.html

Junichi Sato’s opinion piece vom 18. Januar 2010 rief Walfanggegner auf, die  öffentliche Meinung Japans für sich zu gewinnen und kritisierte die Taktiken der  Sea Shepherd Conservation Society als befremdlich für die japanische Öffentlichkeit.

Er sagte “viele wären überrascht, dass Greenpeace in den letzten zwei Jahren kein Schiff da runter und der Walfangflotte entgegen geschickt hätte“.

Ich bin sicher, dass Leute tatsächlich überrascht wären, besonders solche, die von Greenpeace-Spendensammlern auf der Straße angehauen wurden, die sich tatsächlich Sea Shepherd Kampagnen als ihren eigenen Verdienst angerechnet haben. Ich weiß das, weil solch ein Straßenhausierer das so zu mir selbst sagte, ohne zu wissen, wer ich war.

Sato sagt, dass wir die Herzen und die Köpfe der japanischen Öffentlichkeit gewinnen müßten und er sagt, die Herangehensweise von Greenpeace sei konstruktiver.

Allerdings war die Herangehensweise von Greenpeace,  ein vermutliches Verbrechen zu begehen indem sie in eine Posteinrichtung einbrachen und eindrangen und dort ein Paket Walfleisch stahlen, das an eine Privatperson adressiert war. Die Rechtfertigung von Greenpeace dabei war, das Walfleisch sei vorher von der Nisshin Maru gestohlen worden und hätte nun privat verkauft werden sollen.

Hierfür entschieden die Greenpeace-Mitglieder Toru Suzuki und Junichi Sato, dass die Aufdeckung eines Verbrechens wert sei, dafür selbst ein Verbrechen zu begehen. Sie wurden gefangengenommen und wegen Einbruchs, Hausfriedensbruchs und  Diebstahls angeklagt.

Und das Verbrechen, das sie aufgedeckt haben, war eine interne Unterschlagung innerhalb der Walfangindustrie, während doch das eigentliche Verbrechen die Walfangindustrie selbst ist.

Das ist wie wenn die australische Bundespolizei zum Nutzen von Gang-Anführern Verbrechen aufdeckt, die die kriminellen Mitglieder der Gang gegen ihre Gang-Anführer begehen. Die Walfangindustrie sagte, es sei gar kein Verbrechen begangen worden und bei den Abzweigungen der Crewmitglieder habe es sich lediglich um einen Bonus gehandelt.

Greenpeace hat daraufhin die zwei vermutlichen Diebe zu walrettenden Helden gemacht mit Multi-Millionen-Dollar direct mail-Bettelbriefen für ihre Verteidigung und das gab ihnen die Entschuldigung, kein weiteres ihrer teuren Schiffe mehr ins Südpolarmeer zu schicken, um Transparente hochzuhalten und sterbende Wale zu knipsen.

Greenpeace verurteilt die Sea Shepherd Taktiken, obwohl nicht eine einzige Sea Shepherd Aktion innerhalb der drei Jahrzehnte seit der Gründung von Sea Shepherd zu einer einzigen strafrechtlichen Verurteilung geführt hat

Der Greenpeace-Rekord beinhaltet Hunderte von Verhaftungen und Verurteilungen einschließlich schwerer Straftaten und zahlreicher erfolgreicher Gerichtsverfahren gegen Greenpeace. Greenpeace hat außerdem zahlreiche verletzte Aktivisten gehabt und sie hatten sogar Unglücksfälle auf ihren Schiffen.

Greenpeace erklärt, ihre Aufgabe sei, Zeugnis abzulegen; eine Quaker -Tradition, die aus den  Gründungszeiten von Greenpeace stammt und die besagt, dass das Böse überwunden werden kann, indem man davon Zeugnis ablegt.

Als Gründungmitglied von Greenpeace kannte ich das nicht. Diese revisionistische Philosophie war während des ersten Jahrzehnts von Operationen in den 70ern nicht Teil der Greenpeace-Aktionen. Sie wurde später angenommen und für mich ist es lediglich eine theologische Rechtfertigung für Feigheit.

Du gehst nicht eine Straße entlang, siehst, wie eine Frau angegriffen wird und tust nichts. Du gehst nicht eine Straße entlang, siehst, wie ein Kind belästigt wird und tust nichts und Du gehst nicht eine Straße entlang, siehst zu, wie ein Hündchen oder Kätzchen auf dem Gehweg totgetreten wird und tust nichts –außer ein Transparent hochzuhalten und Fotos von dem Verbrechen zu knipsen. Und deshalb betrachtest Du nicht einen Wal beim Sterben eines qualvollen Todes und hältst dabei Transparente hoch und knipst Fotos.

Ich halte Junichi Sato für weniger interessiert an der Rettung von Walen im Südpolarmeer als daran, die Greenpeace-Spenden für seine eigene Verteidigung gegen die Anklage einzusetzen, ein kleiner Dieb zu sein.

Greenpeace ließ die Wale im Ozean im Stich um in Japan eine Kampagne zur Veränderung des Bewusstseins der japanischen Öffentlichkeit zu führen. Es ist ein Fehlschlag. Die japanische Unterstützung für den Walfang ist fest verwurzelt. Sie haben null Fortschritte mit dieser erzieherischen Herangehensweise gemacht.

Sea Shepherd hingegen nimmt einen realistischeren Weg – den wirtschaftlichen! Wir müssen jedes Jahr ihre Fangquoten kappen, durch unser Eingreifen und Stören der Flotte.

Wir haben das über Jahre so gemacht. Und über vier Jahre lang hat die japanische Walfangflotte keinen Profit gemacht.

Das ist die Sprache, die sie verstehen – Profite und Verluste und wenn wir fortgesetzt ihre Profite beeinträchtigen, werden wir unser realistischeres Ziel erreichen, die japanische Walfangflotte ökonomisch zu versenken. Wir beabsichtigen, sie in den Bankrott zu treiben.

Ich würde die Hilfe von Greenpeace bei der direkten Intervention im Walschutzgebiet des Südpolarmeers begrüßen, immerhin bauen sie gerade ein 40 Mio.- Dollar-Schiff um ihre Flotte aufzustocken und das wäre zweckmäßig; jedoch seine Ressourcen in die Verteidigung zweier gemeiner Einbrecher zu leiten ist für eine so große Organisation, die ich in 1972 mitgegründet habe, einfach erbärmlich und Verrat an den Walen.

Kapitän Paul Watson

Kapitän Paul Watson ist Mitbegründer von Greenpeace (1972) und Greenpeace International (1979), der Gründer der Sea Shepherd Conservation Society und ist gegenwärtig Kapitän der Steve Irwin, die sich zur Zeit im Südpolarmeer aufhält und sich der japanischen Walfangflotte entgegenstellt.

Sea Shepherd kündigt ihre Mittelmeerkampagne gegen den Fang von Blauflossenthunfisch an

Samstag, den 23. Januar 2010

Freitag, 22.Januar 2010

Sea Shepherd News: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100122-1.html

Die Sea Shepherd Conservation Society wird nicht sehr zur Ruhe kommen, wenn die japanische Walfangsaison zusammen mit der Kampagne Waltzing Mathilda endet.

Beide Sea Shepherd Schiffe, die Steve Irwin und die Bob Barker , werden sich vom Südpolarmeer zum Mittelmeer aufmachen. Das Hauptziel ist die Blauflossenthunfischwilderer zu verfolgen und sich ihren ungesetzlichen Fangaktivitäten entgegenzustellen.

„Wir müssen die internationale Öffentlichkeit  auf das Problem hinweisen, das eine der einzigartigen Fischarten der  Welt, der Blauflossenthun, kurz vor der Ausrottung steht. Schuld daran sind die illegalen Fischereiflotten, die von Japans stetiger Nachfrage nach diesem teuren Fisch angetrieben werden“, sagte Kapitän Watson, Gründer und Präsident der Sea Shepherd.

Vor zwei Wochen wurde ein einziger Blauflossenthunfisch nach Japan für den Preis von 111.000 Britischen Pfund verkauft.

Bei einem so hohen Kopfgeld, sind die Tage die dieser Fischart noch zum Überleben bleiben gezählt. Je seltener der Fisch vorkommt, desto höher steigt sein Verkaufspreis. So arbeiten die Wirtschaft und die Politik an der Ausrottung.

Die Thunfischindustrie im Mittelmeerraum, die von mehreren zehn Millionen Euros an Beihilfen unterstützt wird, hat den Blauflossenthun an den Rand des Aussterbens gebracht. Man geht davon aus, dass die Population in drei Jahren zusammenbricht.

Momentan verhindern Korruption und der steigende Markt nach Blauflossenthunfisch jede Bemühungen, die zu dem Erhalt seines Bestandes nötig wären.

Die Konvention über internationalen Handel mit bedrohten Arten (CITIES) trifft sich im März, um über ein Verbot des Handels mit Blauflossenthunfisch zu beraten. Grund für die Durchführung des Treffens ist, das die Europäischen Union den Blauflossenthunfisch aus dem Erhaltungsprogramm genommen hat um Fischer in Frankreich, Malta, Italien und Griechenland zu verprellen.

Präsident Nicolas Sarkozy versuchte, den Blauflossenthunfischfang zu verbieten, wurde aber von den eigenen Fischern ausgehebelt.  Er versucht nun den Export von Blauflossenthunfisch nach Japan zu verbieten, was eine Menge helfen würde, aber französische Fischer drohten damit die Häfen mit ihren Booten zu blockieren, wenn man ihren Forderungen nicht nachkommt.

Dies ist ein wichtiges Jahr im Kampf um den Erhalt des Blauflossenthunfisches.

Die Sea Shepherd Conservation Society versucht die Wilderei zu stoppen und wird auch nicht vor Drohungen und Gewalt seitens der Fischer zurückweichen. Unsere Kampagnen im Südpolarmeer gegen die japanischen Walmörder haben uns die letzten sechs Jahre genug Erfahrung und Entschlossenheit gebracht um es mit den Gewalttätigkeiten von Wilderen weltweit aufzunehmen.

„Wir haben zwar ein Schiff verloren, aber was zählt der Verlust eines Schiffs zu dem Verlust des Blauflossenthunfisches als Art“, sagte Kapitän Watson.

Schiffe sind ersetzbar, Fischarten nicht.“

Cyber Wars – Internetkriege

Donnerstag, den 21. Januar 2010

Sea Shepherd Kommentare: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-100119-1.html

Dienstag, 19.Januar 2010

Kommentar von Kapitän Paul Watson

Es fällt einem schwer zu beschreiben, wie schwierig die Aufgaben der Sea Shepherd Conservation bei der Organisation unserer jährlichen Kampagnen gegen die gesetzlosen Walfangaktivitäten der japanischen Walfangflotte sind.

Zehntausende von Handwerkerstunden sind nötig, um die Schiffe sicher zu machen, vorzubereiten und in Stand zu halten, Proviant aufzunehmen und aufzutanken, um den Helikopter vorzubereiten, Spenden aufzubringen um die Kampagnen finanzieren,  sich um die Presse,  Regierungen, und Bürokratie zu kümmern und jedes auch noch so kleine Detail muss berücksichtigt werden, um eine Kampagne auf die Beine zu stellen und durchzuhalten.

Es ist genauso schwer, annähernd auszudrücken, wie gefährlich diese Kampagnen sind, und es legt Zeugnis über unsere Fähigkeiten ab, dass nach sechs Antarktiskampagnen mit insgesamt 24 Monaten auf See mit vier verschiedenen Schiffen  weder jemand von uns eine einzige schwerwiegende Verletzung erlitten haben noch das von uns eine einzige Verletzung an denen zugefügt worden ist, denen wir uns entgegenstellen.

Das ist beachtlich, denn wir führen diese Seereisen durch die  abgelegenen und meteorologisch feindlichen Gewässern der Welt. Wir fädeln uns auf unserem Weg durch Eisberge und Eisschollen, über Tausende von Meilen an kargen Küsten entlang. Es gibt keine Krankenhäuser dort unten, keine Polizei. Es gibt keinerlei Rettungsmöglichkeiten, falls irgendetwas schief gehen sollte. Wir sind buchstäblich zweitausend Meilen weg von allem, das uns helfen könnte, falls uns eine Katastrophe heimsuchen sollte.

Und so eine  Katastrophe könnte  in jeder Stunde eines jeden Tages passieren. Da wäre das Eis, das ein Loch in unsere Stahlwand reißen und uns versenken könnte. Da wären fürchterliche unvorhersehbare Wetterbedingungen, in denen wir unsere kleinen Boote oder unseren Helikopter verlieren könnten. Und dann wären dann noch die eiskalten Gewässer, in dem einem nur wenige Minuten zu Überleben blieben, falls einer meiner Crew über Bord ginge. Und schließlich ist da die gewaltbereite Feindseligkeit der japanischen Walfänger und der Sicherheitskräfte, die entsandt wurden um sie zu verteidigen. Diese Gewalttätigkeit hat jetzt schon, während dieser Saison, eines unserer drei Schiffe zerstört und versenkt, die Ady Gil.

Ich habe 76 andere Menschen in diesen Gewässern bei mir, 76 Menschen aus 16 verschiedenen Nationen, auf zwei Schiffen, Freiwillige, deren Leben in meinen Händen liegt.

Meine Entscheidungen wirken sich auf jeden Einzelnen von ihnen aus. Wenn ich einen Fehler mache, könnte jeder von ihnen – oder mehr als einer – ernsthaft verletzt oder getötet werden.

Das ist eine furchtbare Verantwortung und ich bin mir der möglichen Gefahren sehr wohl bewusst. Und jeder Einzelne meiner Crew ist sich der Risiken bewusst, die sie auf sich zu nehmen entschieden haben, als sie mit mir vereinbarten, hier herunter zu kommen um uns in die Schusslinie zu stellen und damit gefährdete Wale vor der grausamen Abschlachtung durch japanische Wilderer zu beschützen, die in das Walschutzgebiet des Südpolarmeers einfallen.

Die Realität ist, dass was wir hier tun, einer “Mission Impossible” nahe kommt, und das Eigenartige an diesen Kampagnen ist, dass wir dabei sogar gewinnen. Wir erreichen unsere Ziele durch puren Wagemut, Willensstärke und unsere Liebe zu den Ozeanen und diesen unglaublich schönen Geschöpfen, für die wir eintreten – den Walen.

Wir haben die selbstgesetzten Tötungsquoten der japanischen Walfangflotte in jedem Jahr über vier Jahre hinweg gekappt und die Walfänger für die letzten drei Jahre ihre Profite gekostet. Und wir haben der ganzen Welt die Verbrechen ins Bewusstsein gebracht, welche die japanische Walfangflotte in diesen einsamen abgeschiedenen Gewässern begeht. Wir haben über 1400 Wale gerettet und die Walfänger mehrere zehn Millionen Dollar gekostet und wir haben die Angelegenheit in eine politische Debatte hineingedrängt, unter Einbeziehung Dutzender Nationen. Die Kampagnen waren effektiver als wir es uns jemals hätten vorstellen können.

Wir haben sehr wohl gewusst, dass diese Kampagnen langwierig, hart und herausfordernd sein würden. Wir sind eine kleine Nicht-Regierungs-Organisation, die es mit einer der mächtigsten wirtschaftlichen Supermächte unseres Planeten aufnimmt – Japan.

Wir stellen uns einer Flotte von mehr als einem halben Dutzend Schiffen entgegen, alle schneller und stärker als wir und bemannt wurde mit Hundertschaften von professionellen Mannschaften einer Schifffahrtsgesellschaft, die von der japanischen Yakuza kontrolliert wird.

Wir stellen uns einem Feind entgegen, der über 120 Millionen US-Dollar an Fördermitteln von der Regierung erhalten hat. Es ist ein Feind mit hoch bezahlten Public-Relations-Firmen zur Meinungsmache und er hat das Geld und ausreichend Leute auf der Lohnliste um uns auf jeder Ebene zu schlagen.

Dieser Feind kann nautische “Experten” anheuern wie alte Admiräle und Kapitäne, damit sie schwören, dass die Zerstörung der Ady Gil nicht die Schuld der Japaner war. Er kann lächerliche Medienveröffentlichungen absondern, die Sea Shepherd beschuldigen, tödliche Waffen zu haben, wohl wissend dass es einige Abnehmer geben wird, die den Unsinn auflesen und veröffentlichen.

Eine der heimtückischsten und hinterhältigsten Attacken war die Fähigkeit der japanischen Walfangindustrie, Internetkriege einzusetzen. Wir haben Grund zur Annahme, dass sie sich (zumindest zeitweise)  mit böswilligen Angriffen Zugang zu unserer Website verschafft und allgemeine Internetforen und Websites infiltriert haben. Und das nur um mit einer großzügig finanzierten Kampagne der Desinformation und Strategie unsere Moral zu untergraben und unsere Unterstützung durch ein Trommelfeuer von Lügen, persönlicher Angriffe, Rufmord und Internetmobbing zu schwächen.

Manche dieser Eindringlinge sind schlichtweg angeheuert oder freiwillige Cybergun – Schützen aus Japan.  Andere sind ahnungslose aber leicht zu manipulierende und selbstverliebte Trolle, die durch psychologische Manipulation so verdreht wurden, dass sie nicht nur mich selbst oder meine Crew attackieren, sondern noch weit widerlicher, feige unsere Familien und unsere Lieben zu Hause ins Visier genommen.

Wie eine Armee hirnloser Zombies können diese Eindringlinge losgelassen werden, indem man einfach Köder in verschiedenen allgemeinen Netzwerkseiten wie MySpace, Facebook oder in Internetforen auslegt oder diese Trolle motiviert, Websites oder allgemeine Netzwerkseiten einzurichten, die dazu bestimmt sind, uns persönlich anzugreifen.

Dieser Köder reicht von fingierten Anschuldigungen von Rassismus und Korruption bis zu extrem persönlichen Attacken auf das Aussehen, die Motivation, Taktiken und Persönlichkeiten meiner selbst, meiner Crew und unserer Freunde und Familien.

Bedauerlicherweise sind außer den wohlwollenden Individuen die allgemeinen Netzwerke im Internet voll von frustrierten, selbst verachtenden, eifersüchtigen und Hass speienden Leute, für die sich die Bezeichnung Trolle entwickelt hat. Das entspringt der Volkssage von dem Troll, der unter der Brücke lebt und darauf wartet, ausnahmslos jeden auszuplündern, der oben vorbeikommt.

Der einzige Weg, mit diesen Trollen umzugehen ist sie zu ignorieren und ihren parasitären Drang zurückzuweisen, sich von ihren Opfern zu nähren indem sie ihnen Verletzungen und Skandale zufügen.

Wir haben den Verdacht, dass japanische Cyber Gangs entdeckt haben, dass sie Sea Shepherd attackieren können, indem sie die umher treibende Armee von Trollen benutzen, die nichts Besseres zu tun haben als hinter ihrer Tastatur zu sitzen und nach Opfern zu suchen um ihr schwaches Selbstwertgefühl zu regulieren.

Wenn ihr darüber nachdenkt, sind die einzigen Leute, die Zeit und Energie damit vergeuden können, andere Leute , die sie nicht einmal kennen, in Internetforen zu attackieren, Leute ohne Job, ein gesundes Sozialleben oder Stabilität – mit anderen Worten, Leute, die ein eigenes Leben bräuchten.

Was wirklich aufschlussreich an den persönlichen Angriffen gegen uns war, ist, dass dieser Typ von Zombies, die gegen uns aufgehetzt wurden, tatsächlich glaubt, dass sie Wale und andere Tiere schützen indem sie unseren Kampagnen die Schlagader herauszureißen und versuchen alles zu sabotieren, was wir tun um tatsächlich  Wale zu schützen.

Und sie sind betrügerisch. Vor einigen Monaten lud mich eine Frau, die sich selbst als Moderatorin eines Internetforums beschrieb, dazu ein, einige Fragen von “Fans” auf der Seite zu beantworten. Sie sagte, es gebe eine Notwendigkeit, die Wale vor den Fürsprechern des Walfangs zu schützen. Ich machte den Fehler, ihre Einladung anzunehmen, nur um herauszufinden,  welche Frage ich auch immer beantwortete, diese doch  ignoriert wurde, und ich stellte fest, dass ich nur persönlich angegriffen wurde. Ich merkte sehr bald, dass eine vernünftige Debatte nicht möglich war, und ich mich lediglich zum Ziel hasserfüllter und hämischer Attacken gemacht hatte. Zusätzlich fand ich heraus, dass diese Frau tatsächlich selbst Pro-Walfang und eine selbsternannte Moderatorin war.

Ich hatte auch den Fehler begangen eine persönliche Seite bei Myspace einzurichten , wo sich innerhalb eines Jahres fast 10.000 „Freunde“ um mich scharrten, die ich leichtsinnigerweise akzeptierte ohne zu dem Zeitpunkt zu bemerken, das viele von ihnen keine Freunde waren. Als die persönlichen Angriffe begannen, blieb mir keine Wahl als jeden von dieser Liste zu streichen, um zu verhindern, das meine persönlichen Einträge in jedes noch so niederträchtige Forum der virtuellen Welt verbreitet wurde.

Einige der 10.000 Leute auf MySpace haben mir nicht einmal eine Nachricht geschickt, ich habe auch keine Ahnung wer sie waren. Unter ihnen war aber eine Menge von Trollen die sich als Unterstützer ausgaben, mutwillig Gerüchte und  falsche Informationen verbreiteten und mich aus dem Zusammenhang zitierten. Ich beschloss, dass es keinen Sinn machte diese 10.000 Leute virtuell um mich zu haben. So gibt es eine offizielle Sea Shepherd MySpace Seite und die Sea Shepherd Webseite die alle mit Informationen über Sea Shepherd und unsere Kampagnen informiert.

Ich fand heraus, das meine unbeteiligte Freundin und ich selbst von so genannten „ Sea Shepherd Unterstützern“ aufs Korn genommen wurden, weil sie über die Löschung auf der MySpace Seite ärgerlich waren. Anscheinen hatten sie den Eindruck, ich würde ihr Eigentum sein, und somit ein Anrecht auf die Freundschaft haben.

Ich bekam die wohl seltsamsten Nachrichten von Leuten, die mich als das darstellen wollten was ich ihrer Ansicht war. In ihren wirren Köpfen war ich alles, vom KGB ausgebildeten Attentäter bis zum verkappten Walfleischhändler der durch seine Aktionen nur den Walfleischpreis hochtreiben will. Mal ernsthaft, mir ist noch nie untergekommen wie Leute so abgedreht und durchgeknallt sein können. Es war keine schöne Erfahrung und es machte mir klar das MySpace und Facebook eine moderne Form der Büchse der Pandora ist. Einmal den Deckel angehoben und reingeblickt und Ströme von Widerlichkeiten, Hass und Hinterlist ergießen sich daraus. Die eigenen privaten und persönlichen Miteilungen werden wie eine Ware gepackt und manipuliert, und das von den übelsten und perversesten Gemütern die dieser Planet hergibt, Menschen denen man durch die moderne Technologie einen Schlüssel zu unseren Herzen, unsern Köpfen und unseren Seelen gegeben hat.

Seit ich zu dieser Kampagne ausgelaufen bin, habe ich noch nie eine solche ungezügelte, gemeine Welle von virtueller bösartiger Einschüchterung erlebt – schamloses Morden von persönlichen Eigenschaften. Die Heftigkeit und Gemeinheit dieser Angriffe ist beunruhigend und nicht nachzuvollziehen, da sie von fremden Leuten kommen die weder mich, meine Crew oder unsere Lieben zu Hause kennen.

Aber wie Feiglinge nun mal sind, gingen sie uns an die Kehle und begannen ihr Pogrom des Hasses nachdem ich schon auf See war um die Wale zu verteidigen, und das Verwirrende daran ist, diese Menschen sich Unterstützer von Sea Shepherd oder/und Walschützer nennen.

Während sie wie Jäger hinter der Maske ihrer Tastatur lauern und ihren Hass in  Wellen von selbst gerechten Empörung aussenden, riskiert meine Crew und ich selber unser Leben um Wale zu beschützen, in dem Wissen, das diese „Unterstützer“ versuchen uns zu demoralisieren und unsere Bemühungen durch persönliche kriminelle Angriffe über das Internet zu sabotieren.

Die Kanonen dieser japanischen Internetkriminalität wissen genau was sie tun müssen, um diese Abläufe  so zu manipulieren, damit die zombieähnlichen Energien dieser verlorenen Internettruppe, frustriert, verstreut und manchmal einfach nur durchgeknallt so gelenkt werden, damit sie sich durch psychologische Kriegsführung auf die Störung unserer Aktionen konzentrieren können.

Es ist so einfach zu hassen. Es ist einfach zu kritisieren. Es ist einfach Lügen zu verbreiten und es ist einfach ein krimineller Netztyrann zu sein. Man braucht nicht mehr als einen Computer und schon stehen einem alle Wege zur Verfügung.

Schauen wir uns das mal genauer an. Da gibt es sieben Milliarden Menschen auf diesen Planeten, und nur 77 von ihnen sind in diesem Moment hier unten, in dieser abgelegenen Gegend, um Wale zu beschützen. Stören in diesem Moment die  illegalen Walfangaktivitäten der Japaner und heben sich somit aus der Masse ab.

Es gibt mehrere zehntausend Menschen die Sea Shepherd Conservation Society finanziell unterstützen.

Und es gibt nur eine handvoll Internettrolle  die versuchen uns durch Lügen und Has zu demoralisieren.

Alles was ich dazu sagen kann, ist das ich damit zufrieden bin die explodierenden Harpunen der japanischen Walfänger abzufangen und keiner dieser Mitleid erregenden und hinterlistigen Verlierer sein zu müssen.

Mein Dank geht an alle die Unterstützer und geliebten Menschen die aufrecht und stolz solchem Hass die Stirn bieten. Euer Mut belebt uns und durch Euch werden wir dieses Jahr hunderte Wale retten und die Operation Waltzing Mathilda wird ein voller Erfolg werden.

Auf den Fersen der erbarmungslosen Mörder im Antarktischen Ozean

Donnerstag, den 14. Januar 2010

Originaltext: http://www.seashepherd.com.au/forum/showthread.php?t=6946

Auf den Fersen der erbarmungslosen Mörder im Antarktischen Ozean

von Captain Paul Watson

13. Januar 2010

Ironischerweise ist die erfolgreichste Taktik, welche die Sea Shepherd anwendet, um Wale im Südpolarmeer zu retten, fast untätig zu sein.

Unsere Auseinandersetzungen mit den japanischen Walfängern sind dramatisch, besonders in diesem Jahr. Wir haben bereits eines unserer drei Schiffe verloren und lieferten uns mit den japanischen Sicherheitskräften Wasserkanonen- und Lasergefechte.

Es ist jedoch das Verfolgen der Walfangflotte, das die Fangquoten der Japaner beeinträchtigt, weil ihre Schiffe keine Wale töten können, während sie flüchten.

Und die japanische Walfangflotte flieht derzeit wirklich vor uns und tut das, was sie nach jeder größeren Auseinandersetzung mit Sea Shepherd macht. Wir können immer damit rechnen, dass sie einfach ein paar tausend Meilen von der einen Seite ihres Jagdgebietes zur anderen flüchten.

Seit dem Versenken der Ady Gil in der letzten Woche wurde kein einziger Wal getötet.

Dieses Jahr begannen die Walfänger auf der Ostseite ihres Jagdgebietes, das sie als JAPRA IV bezeichnen. Dieses Gebiet liegt bei 174° östlicher Länge. Sie fliehen jetzt an die äußerste Westseite von JAPRA IV bis zu 70° östlicher Länge. Dies ist ein Korridor, der sich über ungefähr 2500 Meilen erstreckt und zirka 300 Meilen breit ist.

Die Verfolgungsjagd führt unsere Schiffe Steve Irwin und Bob Barker durch einen Irrgarten aus Eisbergen jeglicher Form und Größe. Wir fahren dabei um gefährlich lauernde Eisblöcke, durch dichten Nebel und Schneestürme mit eiskaltem Regen, Graupeln und Hagel und über wogende Wellen gegen den klirrend kalten Wind.

Und es sind gerade diese Verfolgungsjagden, durch die Wale gerettet werden. Dutzende wären in der letzten Woche bereits gestorben, wenn die Nisshin Maru und ihre Gruppe von Harpunenschiffen nicht schnell so weit wie möglich nach Westen fliehen würden, mit dem Ziel, dass uns bei der Verfolgungsjagd der Treibstoff ausgeht. Und wenn sie anhalten, werden wir zuschlagen und es wird es eine neue Runde von Gefechten und dramatischen Zusammenstößen geben.

Und sie werden wieder fliehen. Doch dieses Jahr haben wir, im Gegensatz zu den Vorjahren, zwei große schnelle Schiffe, um die Nisshin Maru zu jagen und sie in die Fersen zu beißen, um sie weiterhin zur Flucht zu zwingen.

Ein amerikanischer Marine-Veteran beschrieb den Krieg mit den Japanern im Pazifik als “lange Phasen der Langeweile, unterbrochen von Momenten blanken Entsetzens.” Wir können diese Gefühle nur zu gut nachvollziehen.

Es ist schwer die Weite des Gebietes zu beschreiben, in dem wir die japanische Walfangflotte jagen. Auf jeden Fall ist es riesig und wir durchqueren einen 2500-Meilen-Korridor auf dem offenen Meer und durchsuchen ein Gebiet von über 750.000 nautischen Quadratmeilen.

Das ist genauso, wie von Sydney nach Perth durch den australischen Outback zu fahren, auf der Suche nach einer Karawane von acht Fahrzeugen. Wenn man sich dazu noch Sandstürme, Gewitter und Buschfeuer vorstellt, weiß man ungefähr, welche Herausforderungen wir zu bestehen haben.

Aber es ist mein großer Vorteil, dass ich ein eigenartiges Gespür dafür habe, wo sich die Walfänger befinden. Seit 1975, als meine Mitstreiter und ich das erste Mal die russische Walfangflotte im nördlichen Pazifik fanden, habe ich immer eine unerklärbare Fähigkeit zu wissen, wo die Wale und die Walfänger sind. Es ist schwer zu beschreiben, aber in Bezug auf die Walfänger spüre ich sie vor mir, hinter mir oder wo auch immer sie sein mögen, als eine kalte Decke des Bösen, die mir einen stillen Schauer über den gesamten Rücken laufen lässt.

Diese Flotte ist jetzt in Sichtweite. Wir werden sie im Auge behalten, sie abfangen und sie schikanieren. Wir werden alles tun, was im Rahmen von Gesetz und Moral liegt, um sie dabei zu behindern, den sanftesten und intelligentesten fühlenden Lebewesen des Meeres den Tod zu bringen.

Kapitän Paul Watson antwortet Japans Außenminister Katsuya Okada

Freitag, den 11. Dezember 2009

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-091210-1.html

Dienstag den 10 Dezember 2009
Kapitän Paul Watson antwortet Japans Außenminister Katsuya Okada

Japans Außenminister Katsuya Okada

*Von: The Australian

*11. Dezember 2009 0:00

Ergänzte Abschrift eines Interviews vom Donnerstag zwischen dem japanischen Außenminister Katsuya Okada, The Australian und ABC.

Frage: Die größten diplomatische Spannungen die sich regelmäßig zwischen Japan und Australien wiederholen betrifft Japans wissenschaftliches Walfangprogramm. Wie ist die politische Sicht der Hatoyama Regierung zum wissenschaftlichen Walfang und der Unterstützung durch Subventionen der Regierung und öffentlichen Anleihen? Und hat das Programm die Standpunkte der vorherigen Bürokraten übernommen?

Katsuya Okada: Als erstes, in Empfehlung zu diesem Thema, denke ich sollten wir dieses Thema in einer ruhigen, nicht emotionalen Weise diskutieren. Durch unsere Vorfahren haben wir hier in Japan eine Tradition Walfleisch zu essen. Selbstverständlich wäre das eine ganz andere Geschichte wenn es sich um bedrohte Arten handeln würde die am Rand der Ausrottung stünden. Aber wenn nicht denke ich, dass der durchschnittliche Japaner Walfleisch auch in der Zukunft weiter konsumieren möchte.

Während Sie im Westen keine Tradition zum Essen von Walfleisch zu haben scheinen, halte ich Essen für ein wichtiges Element von Traditionen und daher ist es wichtig die Traditionen beider Seiten gegenseitig zu respektieren.

Es wird sicherlich Sachen geben, die Australier essen würden aber Japaner nicht, dass ist dann Ihre Tradition und die der europäischen Nationen, die respektiert werden sollte. Ich denke wir sollten diesen Punkt gegenseitig respektieren und von hier anfangen eine Diskussion dieser Art zu führen.

Kapitän Paul Watson: Herr Okada gibt mit dieser Aussage zu, dass der wahre Grund dafür ist, dass Wale getötet werden der Konsum und nicht die sogenannte wissenschaftliche Forschung ist. Ich glaube nicht, dass es falsch ist beim Abschlachten eines großartigen und empfindenden Wesens emotional zu werden. Diese Art der Einstellung ist dass was die Gräuel an Menschen im zweiten Weltkrieg erlaubte. Wenn Emotionen abgelehnt werden, werden alle Arten von Horror zulässig. Herr Okada liegt falsch, wenn er behauptet es sei eine japanische Tradition Walfleisch zu essen. Einige wenige Dörfer haben Walfleisch seit Jahrhunderten gegessen aber der durchschnittliche Japaner nicht. Küstenbasierter kommerzieller Walfang in Japan wurde 1911 durch die Norweger eingeführt und es war der amerikanische General Douglas MacArthur der die modernen Antarktischen Walfangflotten eingeführt hat.

Der Westen hatte eine Tradition Wale zu töten. Die Walfangflotte der Nordstaaten war die größte Walfangflotte der Welt und Amerika setzt ist nun hingebungsvoll gegen das Töten von Walen ein. Australien hat den Walfang 1978 beendet und ist nun das leidenschaftlichste Land der Welt, das sich dagegen einsetzt.

Japan respektiert nicht unsere Passion für lebende Wale warum wird dann von uns erwartet, dass wir diese sogenannte Tradition zum töten von Walen respektieren?

Japanischer Walfang ist eine barbarische und unbarmherzige Hinterlassenschaft der Vergangenheit, die keinen Platz im 21. Jahrhundert hat.

Frage: Es gibt also kein politisches Überdenken (durch die Regierung)?

Katsuya Okada: Wir glauben nicht, dass es nötig ist die Politik zu diesem Zeitpunkt zu überdenken.

Kapitän Watson: Ich glaube, dass der Weg um Walfang zu beenden das Bankrottieren der Industrie ist und das ist der Grund warum wir bei ihren Tötungsoperationen eingreifen. Durch Sea Shepherd hat Japan finanzielle Verluste für drei Jahre in Folge hinnehmen müssen. Wir reduzieren ihre Tötungsquote und folglich damit auch ihre Gewinne.

Frage: Was ist mit den Strukturen der Walfangindustrie, Unterstützung und Subventionen der Regierung und Amakudari (Jobs wurden an ehemalige Regierungsbeamte vergeben)?

Katsuya Okada: Ich denke dass bei dem was Sie beschreiben etwas übertrieben wird. Sie sprachen Amakudari an und wir sind gegen Amakudari. Meinem Verständnis nach gibt es nicht viele Fälle von Amakudari im Bezug auf wissenschaftlichen Walfang. Es mögen einige sein aber meinem Verständnis nach nicht viele. Aber wenn es einige Sachen gibt, die korrigiert werden müssen, müssen sie korrigiert werden.

Wie ich bereits ausführte sollten wir die Essenskultur des Anderen respektieren und nur weil es Walfang ist und „alles was mit Walfang zu tun hat schlecht ist“ ist so wie ich es sehe unakzeptabel.

Als ich mich mit Ihrem Außenminister Herrn Smith traf sagte ich ihm als ich die Situation erläuterte: „Für die Japaner ist Walfang mit dem australischen Rindfleisch gleichzusetzen.“ Ich mag etwas überspitzt ausgedrückt haben, vielleicht hätte ich es auch gar nicht sagen sollen.

Kapitän Watson: Ich denke es wäre etwas genauer das australische Rindfleisch mit japanischem Kobe-Rindfleisch zu vergleichen. Kein Schlachthaus dieser Welt würde eine solche Grausamkeit an Kühen tolerieren, die die Japaner den Walen zufügen. Letztes Jahr filmten wir wie ein Minkewal sich durch das Wasser und sein eigenes Blut windete, in einem Todeskampf von fünfundzwanzig Minuten, während die Walfänger Kugel über Kugel in den zuckenden Leib des Wales mit Hochleistungsgewehren abfeuerten. Herr Okada hat scheinbar noch keine Aufnahmen davon gesehen, was seine Harpunen diesen Wesen zufügen. Unsere Position ist, dass ja alles was mit Walfang zu tun hat ist schlecht. Es ist eine barbarische Tradition die wie andere ökonomische Aktivitäten wie die Sklaverei veraltet ist.

Was Herr Okada immer wieder ignoriert ist, dass japanischer Walfang illegal ist. Seine Walfänger nicht nichts anderes als Wilderer. Sie zielen auf bedrohte Wale in einem bestehenden Walschutzgebiet, missachtend dem globalen Moratoriums für Walfang und in Missachtung des Antarktisvertrages ab. Sie missachten ebenso eine Anweisung des australischen Bundesgerichtes und fahren fort Wale in der australischen antarktischen Zone zu töten.

Das Sea Shepherd Dilemma Down Under

Freitag, den 9. Oktober 2009

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-091006-1.html
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Dienstag, 6. Oktober 2009
Das Sea Shepherd Dilemma Down Under

Von Kapitän Paul Watson

Im Jahre 2007 habe ich tausende Australier dazu ermuntert für Kevin Rudd und Peter Garrets Labor Party zu stimmen. Warum? Weil sie versprachen hart gegen den illegalen japanischen Walfang vorzugehen. Sie versprachen Japan vor Gericht zu bringen. Sie versprachen ein Schiff ins Südpolarmeer zu bringen um die illegalen Walfangaktivitäten zu überwachen. Sie haben die vorherige Howard Regierung heftig dafür kritisiert, weil sie nicht genug getan habe.

Seit dem haben Rudd und Garret gezeigt, dass sie noch weitaus weniger für die Wale getan haben, als der ehemalige Umweltminister Ian Campbell.

Unter Campbell hatte Australien die schärfsten Worte auf den jährlichen Treffen der Internationalen Walfangkommission. Unter Garret spielen die Wale eher eine untergeordnete Rolle, was die Sorgen angeht. Unter Campbell bekam die Sea Shepherd Conservation Society Zuspruch und Unterstützung. Unter Garrett wurden wir verunglimpft und nun werden damit belästigt, dass die Rudd Regierung versucht den Einsatz von Sea Shepherd, die Wale zu schützen, zu sabotieren.

Peter Garrett will nicht, dass unser Schiff die Steve Irwin im Dezember ins Südpolarmeer zurückkehrt. Warum? Weil die japanische Regierung bei der australischen Regierung darum gebeten hat einzuschreiten um uns davon abzuhalten ins Südpolarmeer zurück zu kehren.

Rechtlich können sie die Steve Irwin nicht daran hindern zur Antarktisküste aufzubrechen, aber es scheint sie haben einen Weg gefunden unsere Mission zu sabotieren.

Und somit wurden meinem ersten Offizier Peter Hammarstedt aus Schweden und mir die Visa um Australien zu betreten entzogen und unser neuer Antrag wurde abgewiesen. Mein Bootsmann, Dan Bebawi aus Großbritannien wurde aufgefordert aus seinem Flugzeug in London Heathrow wieder auszusteigen und ihm wurde dann gesagt, dass sein Visum nicht länger gültig sei. Nach einer Woche und einem teuren Wiederaustellen seines Tickets, bekam er ein beschränktes Visum.

Die Geschichte ist für Peter Hammarstedt und mich nicht ganz so einfach.

Die Einwanderungsbehörde verlangen nun, dass Peter und ich Polizeizeugnisse von Norwegen, Kanada und den Vereinigten Staaten vorweisen um mit den Visaanträgen fortzufahren. Sobald diese Berichte vorliegen werden wir über weitere Notwendigkeiten informiert.

Mit anderen Worten, sie werden uns alle behördlichen Hürden für Monate in den Weg stellen, um uns daran zu hindern auf unser Schiff in Australien zurückzukehren.

Ich wurde wegen keines einzigen Verbrechens in irgendeinem Land dieser Welt verurteilt. Es gibt keinen einzigen Haftbefehl gegen mich. Selbst von Japan nicht. Die Niederlande, die die Nation unserer Schiffsflagge ist hat uns weder angezeigt noch wegen irgendetwas beschuldigt. Ich habe Australien dutzendweise betreten und wiederbetreten ohne irgendeinen Vorfall, aber nun nach ein paar Wochen nachdem der australische Außenminister Stephen Smith von Japan ein Ultimatum gesetzt wurde, um Sea Shepherd zu stoppen, mussten Peter Hammarstedt und ich feststellen, dass uns die Rückkehr zu unserem eigenen Schiff ohne jegliche Begründung verweigert wurde.

Die diesjährige Kampagne wurde Operation Waltzing Mailda genannt als Anerkennung für die Tatsache, dass die Sea Shepherd Conservation Society von der australischen Bevölkerung eine überwältigende Unterstützung erfahren hat.

Australien war nun unser Stützpunkt für Operationen gegen Japans illegale Walfangoperationen seit 2005 und die Australier haben gezeigt, dass sie die leidenschaftlichste Nation der Erde sind, wenn es darum geht die großen Wale vor den illegalen und grauenhaft unbarmherzigen Walfangaktivitäten der japanischen Walfangflotte zu beschützen.

Leider wird diese Unterstützung der Menschen für die Wale nicht von der Vorgehensweise der australischen Regierung wiedergespiegelt.

Die Rudd-Regierung hat den „Hart durchgreifen für die Wale Versprechen“ den Rücken zugewandt, die sie vor der Wahl noch gemacht haben und sind nun mehr zu braven gefügigen Diener der Ansprüche der japanischen Regierung geworden, als dass sie den Sorgen der Australier dienlich werden, die sie gewählt haben.

Die Steve Irwin hat Brisbane diesen Monat verlassen um eine Tour um Australien zu machen um Unterstützung für die Operation Waltzing Matilda zu sammeln. Unter dem Kommando des holländischen Kapitän Alex Cornelissen liegt das Schiff zurzeit am Circular Quay in Sydney vor Anker, nahe der Sydney Oper.

Es ist geplant, dass die Steve Irwin Brisbane und Hobart besucht, bevor sie Fremantle besucht, von wo das Schiff im Dezember in die Antarktis aufbrechen wird.

Leider kann ich zur Zeit nicht an Bord meines eigenen Schiffes während dieser Tour sein, bevor das Visum ausgestellt wird. Eine Sache welche einfach und routinemäßig bis letzten Monat erledigt wurde. Doch nun wurde ich vom australischen Visum-Büro darüber informiert, dass diese „Schikane“ Routine ist. Sie müssten sicherstellen, dass ich einen „guten Charakter“ habe bevor sie ein Visum ausstellen können.

Selbstverständlich könnte und wahrscheinlich hat die australische Bundespolizei bereits alle Einträge die mich betreffen bekommen die sie benötigen. Trotz alledem werde ich hunderte von Dollar und Wochen an Zeit opfern müssen um die Polizeizeugnisse über meinen „Charakter“ zu bekommen.

Komischerweise ist es leichter ein Polizeizeugnis zu bekommen, wenn man in den Polizeiakten vermerkt ist, als wenn man überhaupt keine Einträge hat. Dadurch, dass ich niemals in den USA wegen einer Straftat verurteilt wurde, wurde mir gesagt, dass es nötig wäre einen FBI Bericht vorzuweisen, der bestätigt, dass ich niemals wegen einer Straftat in den USA verurteilt wurde. Das macht es notwendig, dass Fingerabdrücke genommen werden und ein langes Formular ausgefüllt wird nur um ein Dokument zu erhalten, welches bestätigt, dass es keine polizeilichen Einträge gibt. Wenn das wirklich Routine ist, würde wohl niemand Australien je besuchen wollen.

Japan hat jegliche bürokratische Möglichkeit ausgeschöpft um uns daran zu hindern sich ihrer Wal-Wilderer-Flotte dieses Jahr entgegenzustellen. Sie übten Druck auf die niederländische Regierung aus um uns die Flagge zu entziehen. Sie üben Druck auf die australische Regierung aus um gegen uns einzuschreiten. Sie haben Anfragen an die Vereinigten Staaten und Kanada gesandt um Sea Shepherd und mich daran zu hindern unsere Anstrengungen, die Wale zu schützen, fortzusetzen.

Trotz alledem sind wir nach wie vor auf Zielkurs um anfang Dezember auszulaufen und ich werde dabei sein, Visum oder nicht. Peter Hammarstedt wird ebenso dabei sein. Keine Macht auch mit Gewalt wird uns daran hindern im Dezember ins Südpolarmeer zurückzukehren um erneut die illegale japanische Quote zu zerstückeln und ihre verbotenen Profite zu vereiteln.

Operation Waltzing Matilda ist auf Zielkurs und dieses Jahr stößt zu der Steve Irwin noch die Earthrace. Das wird der ambitionierteste und aggressivste Einsatz um das Abschlachten der Wale im Südpolarmeer zu verhindern, den es bisher je gegeben hat.

Die Sea Shepherd Conservation Society organisiert zurzeit eine Petition um die Charakter-Erfordernisse für Peter Hammarstedt und mich zu unterstützen.

Wir haben weniger als zwei Monate um unsere Visa zu sichern, die uns erlauben das Kommando des einzigen Schiffes dieses Planeten zu übernehmen , dass das Leben von hunderten von wehrlosen und bedrohten Walen im Südpolarmeer retten kann.

Ich bin davon überzeugt, dass das australische Volk seine Stimme gegen Canberra erheben wird um uns und die Wale zu unterstützen. Rudd und Garrett müssen daran erinnert werden, dass es nicht die japanischen Walfänger waren, die sie an die Macht gewählt haben, es waren die australischen Bürger und die Australier wollen, dass das blutige Abschlachten im Südpolarmeer endlich endet.

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Dreihundertfünf Wale durch die Operation Musashi gerettet

Mittwoch, den 15. April 2009

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-090413-1.html
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Montag, 13. April 2009
Dreihundertfünf Wale durch die Operation Musashi gerettet

Japanische Walfänger sind “erzürnt” über Sea Shepherd

Das Institut für Cetaceenforschung hat ihre Jagdstatistiken für das Walschlachten 2008/2009 in den Südlichen Ozeanen veröffentlich. Sie haben 679 von anvisierten 935 Zwergwalen und lediglich einen bedrohten Finnwal von 50 geplanten Walen abgeschlachtet.

Sea Shepherd hat also in der letzten Saison 305 Wale davor gerettet, einen qualvollen Tod durch die explosiven Harpunen der japanischen Walfangflotte zu sterben. Das japanische Fischereiamt wirft das Versagen. ihre Quote zu erreichen, der Störung durch die Sea Shepherd Conservation Society vor.

“Die diesjährigen Fänge waren reduziert als Ergebniss durch die Störung von Demonstranten,” sagte Shigeki Takaya, ein Sprecher des Fischereiamts.

Die japanischen Walfänger erweiterten ihre Walfangsaison um zwei Wochen in der Bemühung, die Verluste wett zu machen. Trotzdem erhielten sie gerade mal 2% ihrer Finnwalquote und 72% ihrer Zwergwalquote. Der geschätzte Profitverlust geht in die zehn Millionen Dollar. Mit gestiegenen Kosten durch die Sicherheitsmaßnahmen hätte die japanische Walfangindustrie 700 Wale fangen müssen, um keine Verluste zu machen. Sie haben versagt, ihre 700 benötigten Wale zu fangen.

Wieder ein mal hat die Sea Shepherd Conservation Society die Profite der südlichen Walfangflotte zunichte gemacht.

“Wir werden weiterhin die eine Sprache sprechen, die diese Walpiraten verstehen,” sagte Captain Paul Watson. “Profit und Verlust: Wir müssen ihre Verluste weiterhin hoch und ihre Profite niedrig halten. Wir werden diese Killer mit agressiv angewandter Volkswirtschaft schlagen.”

Drei Schiffe der japanischen Flotte dockten am Montag in Shimonoseki an, eine Hafenstadt ungefähr 800 km südwestlich von Tokyo, das Mutterschiff wird laut Behörden am Dienstag einlaufen. Zwei andere Schiffe kehrten vor zwei Wochen nach Japan zurück.

Kazuo Yamamura, Präsident von Kyodo Senpaku Kaisha, welche die Walfangflotte operiert, erklärte Reportern am Montag, dass er verärgert über den angeblich von Sea Shepherd verursachten Schaden sei.

“Ich bin erzürnt und mein Blut kocht vor Wut,” sagte er.

Die Firma hat Sea Shepherd für ihr Geplänkel auf dem Meer beschuldigt und sagen, dass die Demonstranten die Angriffe eskalieren liesen indem sie zwei japanische Schiffe rammten und Walfänger mit Flaschen voller ranziger Butter bewarfen.

“Wir haben kein einziges Walfangschiff gerammt,” sagte Captain Watson. “Wir haben ihren Verladebetrieb geblockt und als sie versuchten, an uns vorbei zu kommen, verursachte das Harpunenschiff die Kollision. Die Harpunenschiffe sind schneller und bei weitem manövrierfähiger als die Steve Irwin. Anzunehmen, dass wir sie rammten ist absurd. Drei verschiedene Kollisionen passierten, als sie versuchten, an uns vorbei zu kommen um ihre Wale abzuladen.

Dieses Jahr jagte Sea Shepherds Boot die Flotte über 3200 km durch die eisigen Gewässer des Antartischen Ozeans bevor sie sich im Februar zurückzog.

“Ich bin erfreut, dass Yamamuras Blut kocht,” sagt Captain Watson. “Ich bin erfreut, dass er erzürnt ist und ich bin absolut erfreut, dass die japanischen Walfänger dieses Jahr null Profite machten und am meisten erfreut bin ich darüber, dass wir 305 Leben gerettet haben. Das ist das dritte Jahr in Folge, in dem wir ihre blutigen Profite zunichte gemacht haben. Wir haben vor, ein viertes Jahr folgen zu lassen, wenn wir im Dezember wieder ein mal in die Südlichen Ozeane zurückkehren und die illegalen Aktivitäten der japanischen Walfangflotte stören.”

Sea Shepherds Operation Musashi war ein Erfolg. “Wir haben das Beste gegeben, was wir mit den uns verfügbaren Resourcen tun konnten,” sagte Captain Watson. “Wenn wir die Geldmittel für ein zweites, schnelleres Schiff aufbringen, werden wir fähig sein, nächste Saison noch besser zu sein.”

Die gesamte Kampagne wurde von Animal Planet für ihre Erfolgsshow Whale Wars dokumentiert. Die zweite Staffel, welche Operation Musashi dokumentiert, soll in den USA am 5. Juni um 21 Uhr auf Animal Planet laufen.

“Jeder gerettete Wal ist ein Erfolg und 305 gerettete Wale ist ein großer Triumph, zusätzlich den Walfängern ihre Profite für diese Saison gekostet zu haben ist ein unglaublicher Sieg,” sagte Sea Shepherds erster Offizier Peter Hammarstedt aus Schweden.

Das Jagen der Jäger am Ende der Welt

Mittwoch, den 11. Februar 2009

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/editorial-090201-1.html
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Sonntag, 1.Februar 2009
Das Jagen der Jäger am Ende der Welt

Kommentar von Captain Paul Watson

Zwölf Stunden lang verfolgte unser Schiff, die Steve Irwin dem Todesstern der Wale, das japanische Waltötungsfabrikschiff die Nisshin Maru.

Jede Stunde brachte uns näher an diese monströse Tötungsmaschine, dem mechanisierten, schwimmendem Walschlachthof.

Wir sind umgeben von der Yushin Maru #1 Steuerbord und der Yushin Maru #3 Backbord. Beide Schiffe sind eine Meile von uns zu jeder Seite entfernt.

Zuvor kamen sie in Versuchung uns anzustacheln, uns an die Verfolgung der Harpunenschiffe zu machen. Wir schluckten den Köder nicht und konzentrierten uns stattdessen auf das Fangen des Mutterschiffs.

Und jede Stunde haben wir den Abstand um eine halbe Meile verkürzt. Morgen, früh am Morgen, werden wir Seite an Seite mit ihnen sein und weiter hinterherjagen. In den letzten zwölf Stunden haben wir sie 150 Meilen in den Westen getrieben. Morgen früh um 9:30 Uhr werden es 300 Meilen sein.

Wir haben keine Ahnung, wo wir hinsteuern. Die japanischen Waljäger bewegen sich und wir folgen und das ist für uns in Ordnung, denn solange sie sich bewegen, töten sie keine Wale.

Es ist ein seltsamer Anblick. Vier große Schiffe fahren mit höchster Geschwindkeit an der Spitze der Ross See in einer der abgelegensten und feinseeligsten Gebiete des Planeten.

Den ganzen Tag haben wir Wale an der Oberfläche neben uns gehabt und jedes Mal konnten wir die Harpunen der Harpunenbediener an uns vorbeiführen sehen. Harpunen, welche die Bediener nicht riskieren abzufeuern mit uns hier. Sie wissen, was wir tun werden, wenn sie versuchen einen Wal zu töten.

Unser bestes Abwermittel ist unsere Geschichte und mit acht versenkten Waljagdschiffen und zahlreichen anderen Gerammten, gibt uns unser Ruf als Walschützer eine Menge Respekt in den Augen dieser Jäger. Sie jagen und töten Wale und wir jagen und töten Walfangschiffe.

Heute wurden die Jäger die Gejagten und sie rennen, wie jede Beute.

Wir wollen sie nicht versenken, wir wollen nur ihre Harpunengewehre ruhighalten und sie weiterrennen lassen.