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Steve Irwin behält die niederländische Tri-Color

Donnerstag, den 3. Dezember 2009

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-091130-1.html
migaloomad1son
Montag, 30. November 2009
Steve Irwin behält die niederländische Tri-Color

Forderung der Japanischen Walfänger die niederländische Flagge einzustreichen gescheitert.

news_091130_1_2_EC_0175769Verkehrsministerin Tineke Huizinga hat eine Beschwerde und Nachfrage der japanischen Regierung, die niederländische Flagge vom Sea Shepherd Schiff Steve Irwin zu entfernen, abgelehnt.

Der japanische Premierminister brachte dies dem niederländischen Premierminister Jan Peter Balkenende vor einem Monat zur Ansprache als Balkenende bei einem Besuch in Japan war.

Balkenende betonte anschließend, dass die Niederlande nicht mit dem japanischen Ansichten über Walfang übereinstimmen. Unter dem Druck der japanischen Regierung gab es jedoch im niederländischen Außenministerium Anzeichen dafür, dass versucht würde, die Gesetzgebung dahin zu ändern, das die Regierung der Niederlande die niederländische Flagge der Steve Irwin löschen könne. Trotz der Tatsache, dass keine Anklage gegen die Steve Irwin oder Sea Shepherd, weder von Seiten der niederländischen, japanischen oder australischen Regierung, im Zusammenhang mit Sea Shepherds Bemühungen um ein Ende der illegalen japanischen Walfang im Wal-Schutzgebiet des Südpolarmeer , erhoben wurde.

Untersuchungen der Ermittler von der niederländischen Schifffahrtsaufsichtsbehörde zeigten das beide Seiten die internationale See-Regeln verletzt hätten, sagte die Ministerin. Da die japanische Regierung sich weigerte, mit der niederländischen Schifffahrtsaufsichtsbehörde zusammenarbeiten war somit eine vollständige Untersuchung der Vorfälle in den Südlichen Ozean nicht möglich.

Die japanische Flotte lief am 19. November aus Japan Richtung Südlichen Ozean aus. Die Sea Shepherd Schiffe Steve Irwin und die Ady Gil sollen am 7. Dezember von Australien auslaufen.

news_091130_1_1_AL_0036426Die Mainichi Daily News of Japan stellte folgende Frage an diesem Wochenende:
Ob die Gruppe durch ihren “modus operandi” immer heftiger reagieren kann und damit das Ende des Walfangs in Japan bringt?

Ihre Aktivitäten haben verursacht ,das die Fänge in den letzten zwei Jahren auf knapp 60-75 Prozent der erwarteten Zahlen gesunken sind. In diesem Jahr, sagte Watson, will er diese Zahl bis auf mindestens die Hälfte bekommen.

Mit der Anerkennung der Wirkung von Sea Shepherds Interventionen in den japanischen Medien sieht die Prognose der Wal-Verteidiger für die Walfang Saison 2009/2010 vielversprechend aus .

“Wir müssen den finanziellen Druck auf die Walfangflotte halten”, sagte Kapitän Paul Watson. “Wir haben sie ihre Gewinne der letzten drei Jahregekostet und wir haben sie wirtschaftlich schon in den Seilen. Ich bin zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr den Knock-out-Schlag liefern und diese Wilderer bankrott machen. ”

Sea Shepherd wird das Thema für die dritte Staffel der Animal Planet’s Serie Whale Wars sein.

Sea Shepherd fordert Taten von den Niederlanden

Donnerstag, den 29. Oktober 2009

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-091028-1.html
migaloothomas2
Mittwoch der 28. Oktober 2009

Sea Shepherd fordert Taten von den Niederlanden

In einer Nachrichtenveröffentlichung heute, hat der niederländische Ministerpräsident erklärt, dass er eine Änderung eines holländischen Gesetzes unterstützt, welches es vereinfachen würde, Schiffen die Registration zu entziehen. Das holländische Sea Shepherd Vorstandsmitglied Laurens De Groot antwortete „Wir haben ein holländischen Schiff mit einem holländischen Kapitän und holländischen Crewmitgliedern und wir fordern, dass die niederländische Regierung einschreitet um unsere Sicherheit vor den gefährlichen und illegalen Attacken der japanischen Walfänger im Südpolarmeer zu schützen.“

De Groot ist ehemaliger Rotterdamer Polizist, der nun an Bord des in Rotterdam registrierten Meeresschutzschiffes Steve Irwin für Sea Shepherd dient.

Die Steve Irwin soll am 7. Dezember 2009 von Fremantle in West Australien auslaufen um wieder einmal gegen illegale Walfangoperationen vorzugehen und ihnen zuzusetzen.

Die japanischen Walfänger zielen auf geschützte Wale in einem bestehenden internationalen Walschutzgebiet ab, missachtend eines globalen Moratoriums von kommerziellen Walfang und in Verletzung des Antarktisvertrages.

„Ich bin entsetzt, dass der Ministerpräsident Jan Peter Balkenende zugestimmt hat holländisches Gesetz zu verändern um dem einzigen Schiff auf diesem Planeten, dass wirklich etwas gegen den illegalen Walfang unternimmt, die Flagge zu entziehen“, sagte De Groot. „Wir haben niemanden verletzt, wir wurden wegen keiner Zuwiderhandlung angeklagt. The japanischen Walfänger haben versucht uns zu töten und trotzdem verweigert der Ministerpräsident es sich unsere Version der Geschichte anzuhören. Er ist mehr daran interessiert die kriminellen Machenschaften der japanischen Walfänger zu beschönigen als daran die Sicherheit von Niederländern zu schützen. Wir fordern als Niederländer auf einem niederländisch beflaggten Schiff, dass unsere Regierung die Regierung von Japan warnt, dass die gewaltsamen Angriffe gegen die Crew des Sea Shepherd Schiffes Steve Irwin zu einzustellen und zu beenden sind.“

Ministerpräsident Balkenende antwortete auf die vom Premierminister von Japan geäußerten Sorgen, „zum Walfang habe ich erklärt, dass die niederländische Regierung daran arbeitet eine Änderung im Gesetz vorzunehmen, die es ermöglicht angemessene Schritte gegenüber in den Niederlanden registrierte Schiffe zu unternehmen, wenn diese ungesetzliche Taten begehen.“

Die Wahrheit ist, dass die Crew der Steve Irwin keine ungesetzlichen Taten begangen hat. Die niederländische Regierung hat weder gegen die Sea Shepherd Conservation Society, den Kapitän oder die Crew der Steve Irwin wegen irgendwelche Zuwiderhandlungen etwas zum Ausdruck gebracht. Die Regierungen von Japan und Australien haben bisher Sea Shepherd nicht wegen irgendwelchen Zuwiderhandlungen angeklagt.

„Das ist alles Politik und es ist für den niederländischen Ministerpräsidenten nicht angebracht bedroht zu werden um eine Gesetzgebung voranzubringen um einem Schiff die niederländische Flagge zu entziehen, das niemals deswegen angeklagt wurde, weil es etwas falsches getan hat,“ sagte Kapitän Paul Watson, der Gründer und Präsident von Sea Shepherd, „Der Ministerpräsident sollte mehr um den Schutz der Sicherheit der Niederländer besorgt sein als um den Schutz der Interessen der japanischen Walwilderer.“

Die diesjährige Wal-Verteidigungs-Kampagne von Sea Shepherd nennt sich Operation Waltzing Mathilda und wird die sechste Expedition sein um gegen den illegalen japanischen Walfang vorzugehen. Während den Zusammenstößen haben die japanischen Walfänger militärische Akkustikwaffen, Blendgranaten verwendet und sogar auf die Sea Shepherd Crew geschossen. Eine Kugel traf Kapitän Paul Watson in die Brust und wurde nur durch seine Kevlarweste aufgehalten.

„Ich denke der Ministerpräsident sollte sich mehr Sorgen um die japanische Gewalt machen als über unsere nicht gewalttätigen Maßnahmen um den illegalen Walfang zu beenden“, sagte De Groot.

Link zur englischen Meldung von AFP

Das Sea Shepherd Dilemma Down Under

Freitag, den 9. Oktober 2009

Original: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-091006-1.html
migaloothomas2
Dienstag, 6. Oktober 2009
Das Sea Shepherd Dilemma Down Under

Von Kapitän Paul Watson

Im Jahre 2007 habe ich tausende Australier dazu ermuntert für Kevin Rudd und Peter Garrets Labor Party zu stimmen. Warum? Weil sie versprachen hart gegen den illegalen japanischen Walfang vorzugehen. Sie versprachen Japan vor Gericht zu bringen. Sie versprachen ein Schiff ins Südpolarmeer zu bringen um die illegalen Walfangaktivitäten zu überwachen. Sie haben die vorherige Howard Regierung heftig dafür kritisiert, weil sie nicht genug getan habe.

Seit dem haben Rudd und Garret gezeigt, dass sie noch weitaus weniger für die Wale getan haben, als der ehemalige Umweltminister Ian Campbell.

Unter Campbell hatte Australien die schärfsten Worte auf den jährlichen Treffen der Internationalen Walfangkommission. Unter Garret spielen die Wale eher eine untergeordnete Rolle, was die Sorgen angeht. Unter Campbell bekam die Sea Shepherd Conservation Society Zuspruch und Unterstützung. Unter Garrett wurden wir verunglimpft und nun werden damit belästigt, dass die Rudd Regierung versucht den Einsatz von Sea Shepherd, die Wale zu schützen, zu sabotieren.

Peter Garrett will nicht, dass unser Schiff die Steve Irwin im Dezember ins Südpolarmeer zurückkehrt. Warum? Weil die japanische Regierung bei der australischen Regierung darum gebeten hat einzuschreiten um uns davon abzuhalten ins Südpolarmeer zurück zu kehren.

Rechtlich können sie die Steve Irwin nicht daran hindern zur Antarktisküste aufzubrechen, aber es scheint sie haben einen Weg gefunden unsere Mission zu sabotieren.

Und somit wurden meinem ersten Offizier Peter Hammarstedt aus Schweden und mir die Visa um Australien zu betreten entzogen und unser neuer Antrag wurde abgewiesen. Mein Bootsmann, Dan Bebawi aus Großbritannien wurde aufgefordert aus seinem Flugzeug in London Heathrow wieder auszusteigen und ihm wurde dann gesagt, dass sein Visum nicht länger gültig sei. Nach einer Woche und einem teuren Wiederaustellen seines Tickets, bekam er ein beschränktes Visum.

Die Geschichte ist für Peter Hammarstedt und mich nicht ganz so einfach.

Die Einwanderungsbehörde verlangen nun, dass Peter und ich Polizeizeugnisse von Norwegen, Kanada und den Vereinigten Staaten vorweisen um mit den Visaanträgen fortzufahren. Sobald diese Berichte vorliegen werden wir über weitere Notwendigkeiten informiert.

Mit anderen Worten, sie werden uns alle behördlichen Hürden für Monate in den Weg stellen, um uns daran zu hindern auf unser Schiff in Australien zurückzukehren.

Ich wurde wegen keines einzigen Verbrechens in irgendeinem Land dieser Welt verurteilt. Es gibt keinen einzigen Haftbefehl gegen mich. Selbst von Japan nicht. Die Niederlande, die die Nation unserer Schiffsflagge ist hat uns weder angezeigt noch wegen irgendetwas beschuldigt. Ich habe Australien dutzendweise betreten und wiederbetreten ohne irgendeinen Vorfall, aber nun nach ein paar Wochen nachdem der australische Außenminister Stephen Smith von Japan ein Ultimatum gesetzt wurde, um Sea Shepherd zu stoppen, mussten Peter Hammarstedt und ich feststellen, dass uns die Rückkehr zu unserem eigenen Schiff ohne jegliche Begründung verweigert wurde.

Die diesjährige Kampagne wurde Operation Waltzing Mailda genannt als Anerkennung für die Tatsache, dass die Sea Shepherd Conservation Society von der australischen Bevölkerung eine überwältigende Unterstützung erfahren hat.

Australien war nun unser Stützpunkt für Operationen gegen Japans illegale Walfangoperationen seit 2005 und die Australier haben gezeigt, dass sie die leidenschaftlichste Nation der Erde sind, wenn es darum geht die großen Wale vor den illegalen und grauenhaft unbarmherzigen Walfangaktivitäten der japanischen Walfangflotte zu beschützen.

Leider wird diese Unterstützung der Menschen für die Wale nicht von der Vorgehensweise der australischen Regierung wiedergespiegelt.

Die Rudd-Regierung hat den „Hart durchgreifen für die Wale Versprechen“ den Rücken zugewandt, die sie vor der Wahl noch gemacht haben und sind nun mehr zu braven gefügigen Diener der Ansprüche der japanischen Regierung geworden, als dass sie den Sorgen der Australier dienlich werden, die sie gewählt haben.

Die Steve Irwin hat Brisbane diesen Monat verlassen um eine Tour um Australien zu machen um Unterstützung für die Operation Waltzing Matilda zu sammeln. Unter dem Kommando des holländischen Kapitän Alex Cornelissen liegt das Schiff zurzeit am Circular Quay in Sydney vor Anker, nahe der Sydney Oper.

Es ist geplant, dass die Steve Irwin Brisbane und Hobart besucht, bevor sie Fremantle besucht, von wo das Schiff im Dezember in die Antarktis aufbrechen wird.

Leider kann ich zur Zeit nicht an Bord meines eigenen Schiffes während dieser Tour sein, bevor das Visum ausgestellt wird. Eine Sache welche einfach und routinemäßig bis letzten Monat erledigt wurde. Doch nun wurde ich vom australischen Visum-Büro darüber informiert, dass diese „Schikane“ Routine ist. Sie müssten sicherstellen, dass ich einen „guten Charakter“ habe bevor sie ein Visum ausstellen können.

Selbstverständlich könnte und wahrscheinlich hat die australische Bundespolizei bereits alle Einträge die mich betreffen bekommen die sie benötigen. Trotz alledem werde ich hunderte von Dollar und Wochen an Zeit opfern müssen um die Polizeizeugnisse über meinen „Charakter“ zu bekommen.

Komischerweise ist es leichter ein Polizeizeugnis zu bekommen, wenn man in den Polizeiakten vermerkt ist, als wenn man überhaupt keine Einträge hat. Dadurch, dass ich niemals in den USA wegen einer Straftat verurteilt wurde, wurde mir gesagt, dass es nötig wäre einen FBI Bericht vorzuweisen, der bestätigt, dass ich niemals wegen einer Straftat in den USA verurteilt wurde. Das macht es notwendig, dass Fingerabdrücke genommen werden und ein langes Formular ausgefüllt wird nur um ein Dokument zu erhalten, welches bestätigt, dass es keine polizeilichen Einträge gibt. Wenn das wirklich Routine ist, würde wohl niemand Australien je besuchen wollen.

Japan hat jegliche bürokratische Möglichkeit ausgeschöpft um uns daran zu hindern sich ihrer Wal-Wilderer-Flotte dieses Jahr entgegenzustellen. Sie übten Druck auf die niederländische Regierung aus um uns die Flagge zu entziehen. Sie üben Druck auf die australische Regierung aus um gegen uns einzuschreiten. Sie haben Anfragen an die Vereinigten Staaten und Kanada gesandt um Sea Shepherd und mich daran zu hindern unsere Anstrengungen, die Wale zu schützen, fortzusetzen.

Trotz alledem sind wir nach wie vor auf Zielkurs um anfang Dezember auszulaufen und ich werde dabei sein, Visum oder nicht. Peter Hammarstedt wird ebenso dabei sein. Keine Macht auch mit Gewalt wird uns daran hindern im Dezember ins Südpolarmeer zurückzukehren um erneut die illegale japanische Quote zu zerstückeln und ihre verbotenen Profite zu vereiteln.

Operation Waltzing Matilda ist auf Zielkurs und dieses Jahr stößt zu der Steve Irwin noch die Earthrace. Das wird der ambitionierteste und aggressivste Einsatz um das Abschlachten der Wale im Südpolarmeer zu verhindern, den es bisher je gegeben hat.

Die Sea Shepherd Conservation Society organisiert zurzeit eine Petition um die Charakter-Erfordernisse für Peter Hammarstedt und mich zu unterstützen.

Wir haben weniger als zwei Monate um unsere Visa zu sichern, die uns erlauben das Kommando des einzigen Schiffes dieses Planeten zu übernehmen , dass das Leben von hunderten von wehrlosen und bedrohten Walen im Südpolarmeer retten kann.

Ich bin davon überzeugt, dass das australische Volk seine Stimme gegen Canberra erheben wird um uns und die Wale zu unterstützen. Rudd und Garrett müssen daran erinnert werden, dass es nicht die japanischen Walfänger waren, die sie an die Macht gewählt haben, es waren die australischen Bürger und die Australier wollen, dass das blutige Abschlachten im Südpolarmeer endlich endet.

news_091006_1_1_The_Sea_Shepherd_Dilemma_Down_Under

Denn sie wissen nicht was sie tun…

Dienstag, den 21. Juli 2009

Denn sie wissen nicht was sie tun…..

Kommentar von Thomas Buiter

Warum ist der Mensch der Herrscher der Welt und warum handelt er nicht seiner Verantwortung entsprechend?

Diese ist eine der Kernfrage, die sich ein Außenstehender wohl stellen würde, wenn er die Möglichkeit hätte uns und unser Tun unvoreingenommen zu betrachten. Wenn man versucht objektiv die Geschehnisse zu beurteilen, kann man kaum zu einem anderen Schluss kommen, als dass die Spezies Mensch ein verlogenes, selbstsüchtiges und selbstzerstörerisches Wesen ist. Wir sehen uns selbst als Krönung der Schöpfung, in stiller Hoffnung, dass es einen Gott gibt, der uns am Ende alles verzeiht und unsere Fehler irgendwie wieder geradebiegt. Wenn es einen Gott gibt, hat er scheinbar anderes zu tun, als in sein „Experiment Erde” einzugreifen und lässt uns damit schalten und walten, wie es uns gerade gefällt.
Wir beobachten im Moment einen Wandel, den unser Klima durchlebt und versuchen panisch Probleme, die sich seit mehr als 100 Jahren angesammelt haben innerhalb weniger Monate, sogar zum Teil binnen weniger Wochen zu lösen. Ich möchte hier ein auf ein Beispiel der jüngeren Vergangenheit eingehen.

Problem:
CO² Konzentration steigt an und sorgt für eine Erhöhung des Treibhauseffektes der Erde.
Lösung:
Es werden, ohne die wirklichen Konsequenzen abschätzen zu können, Tonnen von Eisensulfat ins Meer verklappt, mit der Hoffnung eine Algenblüte würde Kohlendioxyd aus der Luft binden und zusammen damit zum Meeresboden sinken.
Fazit:
Die erwünschte Algenblüte trat ein, allerdings vermehrten sich auch Kleinkrebse so rasant, dass es am Ende zu einer Erhöhung der CO² Konzentration kam. Selbst wenn es nicht zu einer Vermehrung der Krebse gekommen wäre und wirklich ein gewisser Teil an Kohlendioxyd auf diese Weise auf den Meeresgrund verbracht werden könnte, bleibt immer noch die Frage, nach den langfristigen Folgen. Das Meer ist unser größter Speicher für CO² und wird bereits ohne von Menschenhand zusätzlich ins Meer verbrachtes CO² zusehendes saurer (sinkender PH-Wert, was massive Auswirkungen auf Korallen und Schalentiere hat). Bei einer weiteren Erwärmung der Meere ist damit zu rechnen, dass die Ozeane das am Meeresgrund gebundene Kohlendioxyd aufnehmen und es dann keine Möglichkeit mehr gibt, dieses zu stoppen.

Wer oder was gibt uns das Recht so massiv in den Kreislauf unseres Planeten einzugreifen? Der gesunde Menschenverstand kann es jedenfalls nicht sein. Sind wir wirklich so sehr von unserer geistigen und technischen Überlegenheit überzeugt, dass Vernunft nicht mehr von Nöten ist? Sind wir wirklich Gottes Geschenk oder doch eher der Fluch der Erde?

Viele machen sich Sorgen um die Zukunft der Rohstoffe und denken dabei primär an fossile Brennstoffe. Dabei sollte auch einmal über unsere wichtigste Ressource, das Wasser, nachgedacht werden. Große Teile unserer Welt sind bereits stark von Dürre und langfristigen Wassermangel bedroht auch wenn wir in den Industriestaaten davon noch nicht soviel mitbekommen. Das Wasser kommt hierzulande ja sauber und trinkbar aus dem Wasserhahn, dem ist aber woanders kaum so. Entweder finden wir einen Weg, Wasser aus dem Eis der arktischen Gebiete für unsere Zwecke zu gewinnen oder wir müssen endlich lernen sparsamer mit diesem kostbaren Gut umzugehen. Es ist nicht das tägliche Duschen oder wöchentliche Baden damit gemeint sondern eher der versteckte Wasserverbrauch. Kaum einer möchte oder kann sich die ungeheuren Wassermengen vorstellen, die zur Papier, Aluminium, Kunststoff oder Futtermittelherstellung verbraucht werden. Was wir beim offensichtlichen Verbrauch an Wasser verwenden macht nur einen Bruchteil von unter 1% der tatsächlichen verbrauchten Wassermenge aus. Das soll nun kein Freibrief zum ungenierten Wasserverschwenden in den heimischen vier Wänden sein, denn auch ein Bruchteil ist ein Teil des Ganzen. Wie sagt uns eine Weisheit: „steter Tropfen höhlt den Stein”.

Welche Mengen wir in der Zukunft brauchen werden, lässt sich schwer abschätzen, eines ist aber sicher, es wird nicht für alle und alles ausreichend sein. Wie können wir also dem Prozess entgegenwirken? Das fängt schon beim Einkauf von Lebensmittel an. Jute statt Plastik war schon vor über 20 Jahren ein Slogan mit dem versucht wurde, die Menschen dazu zu bewegen ihre Einkaufstaschen wiederzuverwenden und trotzdem ist die Tragetasche aus Kunststoff nach wie vor einer der mit am meisten verkauften Artikel des Lebensmitteleinzelhandels. Die Generation die zwischen 1950-1980 geboren wurde, ist häufig was diese Problematik angeht recht aufgeklärt, wenn man sich aber die darauffolgende Generation anschaut fällt auf, dass wegen jeder Kleinigkeit um eine kostenlose kleine Tragetasche gebeten wird. Wer hat dort versagt? Das Elternhaus oder doch die Schule, auf die gerne die Aufgaben der Eltern abgeschoben werden, wenn der Fernseher nicht weiterhilft?

Beim Thema Kunststoff fällt auch auf, dass man kaum noch, von Bier mal abgesehen, Mehrwegflaschen aus Glas sieht. Das Problem vor dem Einwegpfand, welches nicht nur alleine vom Wortsinn her aus ökologischer Sicht für Verwirrung sorgte, war dass der Weg von Mehrwegflaschen zu Einwegflaschen ging und unsere Regierung dieses, ohne es konkret langfristig zu durchdenken, verhindern wollte. Das Ende vom Lied kennen wir alle. Einwegflaschen wohin das Auge im Supermarkt oder Discounter auch nur blickt. Der Mehrweggedanke ist dem Recycling gewichen. Weniger Müll sieht man aber aufgrund des Einwegpfandes auf den Straßen nicht, die Wegwerfmentalität scheint sogar eher noch weiter angestiegen zu sein.
Aber Ökologie, Ökonomie und Politik sind ohnehin drei Gebiete, die kaum bis überhaupt nicht unter einen Hut zu bringen sind. Die Politik ist in erster Linie auf Machterhalt aus, während die Ökonomie sich eine Ausweitung von Erträgen auf die Fahnen geschrieben hat. Der ökologische Aspekt findet nur dann Beachtung, wenn keiner der beiden vorherigen Punkte gestört wird. Die Politiker im Parlament sollten eigentlich die Stimme des Volkes sein, doch warum versteht das Volk diese Stimme immer weniger? Niemand schafft es mit sovielen Worten nichts zu sagen als ein Politiker und dazu noch in einer Sprache, die dem Laien suggerieren soll, dass diese Herren und Damen alles fest im Griff haben und wissen wovon sie reden und dass wir uns um die Zukunft keine Sorgen machen müssen. Es spielt dabei keine Rolle welche der Parteien an der Regierung ist, denn sobald der nächste Wahlkampf ansteht wird wieder das Blaue vom Himmel herunter versprochen, was jedoch keinerlei Auswirkungen nach der Wahl hat, egal ob diese Versprechen eingehalten werden oder nicht.

Sind wir doch mal ehrlich zu uns selbst. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, den Politikern endlich mal und zwar gehörig die Meinung zu geigen? Nicht nur Rio Reiser wollte einmal König von Deutschland sein und so mancher Nichtpolitiker unter uns hat durchaus brauchbare Ideen, die realitätsnah und zudem ökonomisch und ökologisch sinnvoll sind. Selbst wenn die Opposition eine Idee hätte, die alle Probleme sofort und nachhaltig lösen könnte, würde die Regierungskoalition diese Idee niemals mittragen, denn das würde einer Niederlage gleichkommen. Demokratie ist eine wunderbare Sache, wenn sie nicht durch Parteipolitik wie wir sie haben zunichte gemacht würde.

Dass gewählte Politiker nicht die Stimme des Volkes sind kann man auch in anderen Ländern erleben. Schauen wir uns als Beispiel man Kanada an, welche jedes Jahr ca. 300.000 Jungrobben zur Jagd freigeben und sogar eine auf den ersten Blick verständliche Antwort darauf geben. Die ca. 5.000.000 millionen Sattelrobben würden den Kabeljau soweit dezimieren, dass für die Fischerei nicht mehr genügend Fang übrigbleibt. Das klingt soweit ganz gut, wenn man nicht bedenkt, dass die Robben so gut wie keinen vom Menschen genutzten Fisch fressen. Studien haben erwiesen, dass die Robben sich zu einem nicht zu vernachlässigen Teil von Tintenfisch ernähren. Die Leibspeise der heranwachsenden Tintenfische sind die Larven des Kabeljaus. Desweiteren hinkt die Rechnung mit weniger Robben gleichbedeutend mit mehr Fisch nicht nur in diesem Punkt. Vor 80 Jahren gab es an der kanadischen Küste noch über 80.000.000 Robben und Fisch war in Überfluss für Mensch und Tier verfügbar. Wieso war trotz der 10-fachen Population an Robben überhaupt noch ein einziger Fisch vorhanden? Das dürfte nach der Rechnung des kanadischen Fischereiministeriums überhaupt nicht sein. Die Robben müssen für Jahrzehnte der falsch gesetzten Fangquoten und fehlender bzw. mangelhafter Regularien für ausländische Fischer herhalten. Weit über 50% der Kanadier sind übrigens gegen die Robbenjagd, doch beendet oder zumindest eingeschränkt konnte sie nur werden, als die Preise für die Felle soweit gesunken sind, dass sich ein Jagen nicht mehr lohnt, obwohl die Jagd ohnehin seit Jahren mit millionen Dollar von der kanadischen Regierung subventioniert wurde und wohl auch noch weiterhin wird, bis der letzte Lobbyist der Robbenjagd aus den Vorständen der Fischereibetriebe verschwunden ist.

Beim Thema subventionierte Jagd kann der Blick dann gleich ein paar tausend Kilometer weiter westlich schwenken, wo Japan seit über 20 Jahren den Walfang mit enormen Summen am Leben erhält. Aus gesundheitlicher Sicht ist der Verzehr von Walfleisch mehr als skeptisch zu betrachten, da Walfleisch hohe Konzentrationen an Schwermetallen und Pestiziden aufweisen. Alleine der Quecksilbergehalt ist bis um das 1000-fache der empfohlenen Grenzwerte überhöht und somit vor allem für Schwangere, Säuglinge und Kinder mittel- bis langfristig so schädlich, dass eine Störung des zentralen Nervensystems wahrscheinlich ist. Nichts desto trotz wird das Walfleisch an Schulkantinen ausgegeben, wo die Kinder quasi gezwungen werden dieses Gift zu essen. Japans Regierung behauptet, dass die steigende Bevölkerung der Erde nur mit nachhaltiger Nutzung der Meere und vor allem der Nutzung der Meeressäuger ernährt werden könne. In einem Punkt haben sie Recht, die Versorgung der Weltbevölkerung mit tierischen Produkten ist auf lange Sicht nicht mehr in heutigem Umfang möglich ohne, dass neue Ressourcen erschlossen werden. Das Meer ist aber längst über seine Belastungsgrenze hinweg ausgebeutet und auch die Landmassen werden zurzeit schon zu über 65% alleine für die Ernährung der Welt verwendet und die Meere werden in nicht einmal 30 Jahren für die Fischerei unrentabel sein.

Was also tun? Kommerzieller Walfang für alle, die Fehler der Vergangenheit ignorieren und die Meeressäuger endgültig der Ausrottung preisgeben? Was kümmert es uns? Wir, die heute Leben, sind doch in spätestens 70 Jahren nicht mehr da und nachfolgende Generationen können sich dann darum kümmern. Genau diese Einstellung ist aber unser Problem. Immer versuchen wir den schwarzen Peter an jemanden anderen weiterzureichen und hoffen, nein wir gehen einfach davon aus, dass das Problem dann gelöst wird. Wenn es dann nicht klappt, können wir ja sagen, dass es nicht unsere Schuld war, denn die Verantwortung haben wir ja anderen überlassen.

Nur leider haben wir nicht mehr die Zeit den Kopf einfach in den Sand zu stecken und abzuwarten, dass irgendetwas oder irgendwer uns und unseren Planeten zurück auf die richtige Bahn lenkt. Es hilft nicht, wenn man sein Gewissen erleichtert und ein paar Euros spendet, aber nicht bereit ist selbst etwas zu unternehmen und zu verändern, und sei es auch nur bei sich selbst. Ansonsten ist es wohl Pech für den Planeten Erde, dass die Spezies Mensch aus der Evolution als derzeitiger Herrscher hervorgegangen ist und dies bis zur eigenen Ausrottung auch bleiben wird.